Rund 350 Gäste beim Neujahrsempfang
„Ich freue mich auf den ersten grünen Oberbürgermeister“

Münster -

Münsters Grüne verspüren Rückenwind. Für die Kommunalwahl im September machen sie eine klare Ansage – auch an den jetzigen Bündnispartner CDU.

Mittwoch, 22.01.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 22.01.2020, 19:26 Uhr
Gute Stimmung unter den Grünen (v.l.)
Gute Stimmung unter den Grünen (v.l.) Foto: Oliver Werner

Bestes Ergebnis aller Parteien in Münster bei der Europawahl 2019, inzwischen mehr als 900 Mitglieder in den eigenen Reihen: Die Grünen verspüren in der Domstadt Rückenwind. Beim Neujahrsempfang am Dienstagabend im Schlossgarten-Café wird das ganz deutlich.

Vor rund 350 Gästen, darunter Oberbürgermeister Markus Lewe von der CDU , gibt Grünen-Vorstandssprecher Stephan Orth die Marschrichtung für die Kommunalwahl im September vor: „Ich freue mich auf den ersten grünen Oberbürgermeister für Münster.“

Die Grünen stellen sich nach Orths Worten jedenfalls auf einen „ganz, ganz spannenden Kommunalwahlkampf“ ein. Man habe einen starken grünen Kandidaten, sagt der Vorstandssprecher mit Blick auf Peter Todeskino, den bisher einzigen Bewerber in der Partei für die Oberbürgermeister-Kandidatur.

Co-Sprecherin Anna Maj Blundell nutzt die Gelegenheit, sich für die harte und anstrengende Arbeit des vergangenen Jahres zu bedanken. Ohne konkret etwa auf die parteiinterne Hafencenter-Debatte einzugehen einzugehen, erklärt sie: „Man darf nicht unterschätzten, wie viel gerungen wird – gerade bei den Grünen.“

Richtig Schwung bringt Ricarda Lang in den Saal. Die stellvertretende Bundesvorsitzende der Grünen punktet in ihrer engagierten Rede mit klaren Ansagen: Klimaschutz sei kein Trend, „sondern die Existenzfrage unserer Zeit“. Die 25-Jährige, zugleich seit Kurzem frauenpolitische Sprecherin im Bundesvorstand, wirbt dafür „Feminismus auf die Dorfplätze zu tragen“. Das sei nicht nur etwas für Großstädte und keinesfalls nur Frauen-Sache. In Richtung der rechtspopulistischen AfD und zunehmender Diffamierungen von rechts endet sie unter viel Beifall: „Meine Resignation bekommt ihr niemals, aber dafür unser aller Widerstand.“

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