Dreister Diebstahl am Albachtener Gänsebrunnen
Zwei Bronzefiguren mit Brachialgewalt herausgebrochen

Münster-Albachten -

Die Albachtener Hubertus-Schützen und der Kirchenvorstand von St. Ludgerus haben Anzeige erstattet: Unbekannte Täter haben den Gänsebrunnen geschändet.

Sonntag, 26.01.2020, 18:48 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 18:05 Uhr
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B Foto: sn

In Albachten verbreitet es sich wie ein Lauffeuer: Zwei der drei Gänsefiguren vom Gänsebrunnen sind entwendet worden. Rohe Gewalt muss angewendet worden sein: „Die Figuren sind wohl herausgebrochen worden“, vermutet Guido Drees , erster Brudermeister der St.-Hubertus-Schützen, die sich um die Pflege des Brunnens kümmern.

Wer kann dies gemacht haben? „Wenn wir das wüssten“, zuckt Guido Drees mit den Schultern. Am Freitag sei die Schützenbruderschaft von einem Albachtener auf die fehlenden zwei Figuren aufmerksam gemacht worden. Die Schützen vermuten, dass die Tat bereits am Donnerstag begangen wurde. Sie handelten schnell. Die dritte Gans nahmen sie nämlich daraufhin selbst in Beschlag und bewahren sie nun sorgsam auf: „Damit sie nicht auch noch entwendet wird.“

Mit dem Diebstahl sei der gesamten Gemeinde geschadet worden, beklagt Thorsten Kähler vom Kirchenvorstand. Ein „Streich“ von Jugendlichen sei es wohl nicht gewesen. Die Schützen halten einen Metalldiebstahl für sehr gut möglich. So oder so: Es muss mit Brachialgewalt zu Werke gegangen worden sein: Das betrifft das Herausbrechen selbst, aber auch die Figuren, denn sie sind schwer. Jede einzelne Gans wiege etwa 15 Kilogramm, so Malte Evels, der zweiter Brudermeister. Auch die bronzene Erklärtafel, die am Brunnen befestigt war, wurde gewaltsam entwendet. 

Die Gänseskulptur stammt von der Künstlerin Brigitte Frerichsross-Busch, die das Model fertigte und dieses in Bronze goss. 1993 wurde das Kunstwerk im Rahmen der 850-Jahr-Feier des Stadtteils eingeweiht. „Fast 30 Jahre ist alles gut gegangen“, meinte Guido Drees, „nie ist etwas passiert.“ Der Gänsebrunnen sei zu einem Symbol des Stadtteils geworden. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte der Sohn der Künstlerin, Sven Frerichs: „Meine Mutter lebt inzwischen in Nottuln. Sie weiß noch von nichts.“ Er selbst habe durch die sozialen Netzwerke davon erfahren. Es gebe aber wohl noch die Gussform von damals. Bei den Schützen sorgte diese Nachricht für Erleichterung. Neue Gänse würden jetzt bei Frerichsross-Busch in Auftrag gegeben, kündigte Gudio Drees an. Der Diebstahl hat Konsequenzen: Schützen und Kirchenvorstand haben noch am Samstagvormittag Strafanzeige bei der Polizei Münster gestellt.

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