32-Jähriger mit 2,5 Promille unterwegs
Betrunken auf E-Scooter: Führerschein ist futsch

Münster -

Er verursachte zwar keinen Unfall, war aber stark betrunken mit dem E-Scooter unterwegs. Das Landgericht hat daraufhin den Führerschein eines 32-Jährigen beschlagnahmt.

Mittwoch, 29.01.2020, 13:38 Uhr aktualisiert: 30.01.2020, 10:48 Uhr
Das Landgericht Münster hat den Führerschein eines 32-Jährigen eingezogen.
Das Landgericht Münster hat den Führerschein eines 32-Jährigen eingezogen. Foto: dpa

Das Landgericht Münster hat den Führerschein eines 32-jährigen Mannes beschlagnahmt. Er war im August 2019 unter starkem Alkoholeinfluss mit einem Elektroroller auf einem Radweg unterwegs. Nach den bisherigen Ermittlungen soll der Mann mit etwa 2,5 Promille den Radweg an der Weseler Straße mit einem E-Scooter befahren haben. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft hat das Landgericht jetzt dem 32-Jährigen vorläufig die Fahrerlaubnis entzogen. Bei dem von dem Mann genutzten und durch einen Elektromotor betriebenen E-Scooter handelt es sich um ein Kraftfahrzeug im Sinne des Straßenverkehrsgesetzes, heißt es in einer Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Daher fänden auch die Vorschriften über die (vorläufige) Entziehung der Fahrerlaubnis Anwendung. Das Landgericht habe in seiner Entscheidung unter anderem herausgestellt, dass ein E-Scooter zwar abstrakt gesehen grundsätzlich weniger gefährlicher sein dürfte als ein Auto. Trotzdem müssten die für das Führen von Kraftfahrzeugen geltenden Bestimmungen Anwendung finden. Ausnahmen gebe es nicht, die rechtfertigten, unter Alkoholeinfluss am Straßen­verkehr teilzunehmen. Die Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7225750?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Gedenken an die Morde von Hanau
Rassistischer Anschlag: Gedenken an die Morde von Hanau
Nachrichten-Ticker