Junger Guereza-Affe im Allwetterzoo
Statt Schnee gibt’s Nachwuchs im Zoo

Münster -

Im Allwetterzoo gibt es Nachwuchs bei den Guereza-Affen: Vor einer Woche ist das Junge geboren worden. Der Nachwuchs sorgt seitdem für Aufregung im Affenhaus, weil sich am liebsten die ganze Gruppe gleichzeitig kümmern möchte.

Freitag, 14.02.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 14.02.2020, 15:31 Uhr
Vor einer Woche ist das Guereza-Junge geboren.
Vor einer Woche ist das Guereza-Junge geboren. Foto: Allwetterzoo Münster

Es gibt Nachwuchs – und zwar bei den Guerezas im Allwetterzoo Münster. Bei den aufgrund ihres Fells auch Mantelaffen genannten Tieren handelt es sich um eine Primatenart aus der Gruppe der Stummelaffen. Rund eine Woche ist das Jungtier alt, auffallend schneeweiß und nach ersten Einschätzungen fit und munter.

Wenn Guerezas Nachwuchs bekommen, ist immer gleich die ganze Gruppe in heller Aufruhr. Denn die älteren Geschwister und anderen Weibchen der Gruppe rangeln geradezu darum, das neue Familienmitglied tragen und umsorgen zu dürfen. Die Fürsorge der Gruppe gibt dem Muttertier die Möglichkeit sich auch um sich zu kümmern und in Ruhe zu fressen. So werden die Babys gemeinsam aufgezogen, Hauptsache die Jungen bleiben in der Gruppe und sind umsorgt.

Besucher sollen sich langsam bewegen

„Betritt ein Pfleger die Innenanlagen, zum Beispiel zu den Fütterungszeiten, sorgen die Großen sofort dafür, dass das Jungtier nach draußen gebracht wird“, so Dr. Simone Schehka. Deswegen sollten sich auch Besucher langsam und bedächtig bewegen, um einen möglichst guten Blick auf das Jungtier zu erhaschen. Das gilt gerade dann, wenn sich die Tiere auf der begehbaren Außenanlage befinden. „Junge Guerezas sind bei der Geburt und in ihren ersten Lebensmonaten ganz weiß“, erklärt die Kuratorin des Allwetterzoos. Solange das Fell so hell bleibt, genießt das Jungtier den Kinderbonus und wird von allen Gruppenmitgliedern gehegt und gepflegt. Sobald im Alter von drei bis vier Monaten die Umfärbung einsetzt, lässt das Interesse allerdings deutlich nach.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner

Guerezas leben normalerweise in den feuchten Wäldern von Ost- bis Westafrika – am Kilimandscharo auch in Bergwäldern bis 3000 Meter Höhe. Hier bevölkern sie in kleinen Harems-Gruppen von sechs bis zwölf Tieren die Baumkronen.

Begehrtes Fell 

Ihr prächtiges, seidenweiches, schwarz weißes Fell wurde den Guerezas zum Verhängnis und führte fast zu ihrer Ausrottung: Das „Affenfell“ mit der langen Seitenmähne und der dicken Schwanzquaste war bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein Hit in der Damenmode. Millionen von Guereza-Fellen wurden damals zu Mänteln oder Jacken verarbeitet. Über die Jahrzehnte änderte sich allerdings der modische Geschmack und die Tierfelle verloren in der Mode an Bedeutung. Die Art der Guerezas gilt derzeit nicht als gefährdet, allerdings nehmen in jüngster Zeit die Bestände in freier Wildbahn wieder ab.

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