Ausstellungen der Villa ten Hompel
Neues Projekt beteiligt Münsteraner

Münster -

Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ ist gut angenommen worden. Das Nachfolgeprojekt untersucht den Weg zur sogenannten „nationalsozialistischen Volksgemeinschaft“ in der Zeit der Weimarer Republik. Der Besucher nimmt aktiv an diesem „Demokratielabor“ teil.

Samstag, 15.02.2020, 15:00 Uhr
Stadträtin und Sozialdezernentin Cornelia Wilkens sowie Christoph Spieker (Leiter der Villa ten Hompel) präsentieren die Sonderausstellung „Demokratie als Feind – Das völkische Westfalen“.
Stadträtin und Sozialdezernentin Cornelia Wilkens sowie Christoph Spieker (Leiter der Villa ten Hompel) präsentieren die Sonderausstellung „Demokratie als Feind – Das völkische Westfalen“. Foto: Alex Piccin

Die Sonderausstellung „Einige waren Nachbarn“ bezeichnet Sozialdezernentin Cornelia Wilkens als einen großen Erfolg. 8000 Menschen, darunter 2000 Schüler, haben die am heutigen Samstag endende, von der Villa ten Hompel präsentierte und vom „Holocaust Memorial Museum“ Washington konzipierte Ausstellung besucht. Sie thematisiert die Beteiligung „normaler Menschen“ an der Ausgrenzung und Ermordung der Juden in Europa.

Daraus entsteht aktuell ein Nachfolgeprojekt, das zeitlich früher einsortiert wird. „Demokratie als Feind – Das völkische Westfalen“ richtet ab September den Blick auf regionale und lokale Zusammenhänge der „nationalsozialistischen Volksgemeinschaft“ in Westfalen in der Zeit der Weimarer Republik. Die Münsteraner werden schon bald direkt an der Ausstellung beteiligt. In der Innenstadt soll ein Schaufenster entstehen, das Impulse zum Mitmachen gibt.

Weitere neun Orte in Westfalen nehmen ebenfalls an diesem Projekt teil. Ab dem 1. September ist dann die erste Etage in der Villa ten Hompel als Parcours hergerichtet. Der Besucher erfährt in Zeitfenstern, wie sich die „Volksgemeinschaft“ hat entwickeln können und was zu diesen Mechanismen mit Stigmatisierungen geführt hat. Er wird dabei Teil dieses „Demokratielabors“, indem er aktiv daran teilnimmt und Entscheidungen trifft.

Wir richten den Blick auf die damalige Masse und den Einzelnen und möchten die Diskussion anregen.

Cornelia Wilkens

„Im besten Fall kommt man anschließend mit der Idee raus, wie man sich in der Demokratie engagieren möchte“, sagt Villa-ten-Hompel-Leiter Christoph Spieker. Cornelia Wilkens ergänzt: „Wir richten den Blick auf die damalige Masse und den Einzelnen und möchten die Diskussion anregen.“

Es ist möglich, dass durch plastische Beispiele in der Ausstellung Parallelen zur heutigen Zeit gezogen werden – auch unabhängig von der politischen Diskussion und mit Blick auf beispielsweise Mobbing in der Schule oder am Arbeitsplatz.

Die Ausstellung „Einige waren Nachbarn“ ist letztmalig am heutigen Samstag (15. Februar) von 9 bis 13 Uhr im Foyer der Bezirksregierung Münster, Domplatz 1-3, geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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