Europas größtes Country-Festival
Vanessa van de Forst spielt auf der großen Bühne

Münster -

Sie wohnt im Geistviertel und studiert Musik. Ganz nebenbei spielt Vanessa van de Forst im März auf Europas größtem Country-Festival. Nicht ganz unschuldig daran – ihre Mutter.

Dienstag, 18.02.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 18.02.2020, 11:06 Uhr
Die in Münster lebende Vanessa van de Forst wird demnächst neben internationalen Country-Stars beim europaweit größten Festival für Country-Musik auftreten.
Die in Münster lebende Vanessa van de Forst wird demnächst neben internationalen Country-Stars beim europaweit größten Festival für Country-Musik auftreten. Foto: Malte Christians

Manchmal werden Wünsche einfach wahr. So geschehen bei der jungen Singer-Songwriterin Vanessa van de Forst aus Münster. Beim „C2C“ (Country to Country), Europas größtes Festival für Countrymusik in Berlin, treten rund 30 Topstars aus der Branche auf, darunter viele ihrer Vorbilder, wie Luke Combs , Grammy-Gewinner Darius Rucker und Nashville-Star Charles Esten. Nun steht fest: Auch Vanessa van de Forst ist mit zwei eigenen Auftritten in der Verti Music Hall live dabei.

Wie kam es dazu? „Meine Mutter Eva hat an alle Festivals mein Portfolio geschickt“, erklärt van de Forst im Gespräch mit dieser Zeitung. In Berlin sagte man „ja“. „Ich habe das erst nicht geglaubt, das ist so ein fettes Ding, das war immer ein Traum von mir, dort auf der Bühne zu stehen. Ich habe sofort mit meiner Mutter darauf angestoßen.“ Die Münsteranerin ist die einzige Deutsche im größtenteils US-amerikanischen Line-up. „Meine Auftritte sind am 7. und 8. März.“

Üben vor dem Spiegel

Wie bereitet sich die Studentin der Musikwissenschaften darauf vor? „Ich übe immer vor dem Spiegel, da sehe ich mich dann, wie mein Publikum mich sieht“, sagt Vanessa van de Forst. „In Berlin werde ich auf jeden Fall meine letzten drei Singles vorstellen.“ Ihre neue Single erscheint zudem im Frühjahr. „Vielleicht gibt es in Berlin auch ganz neue Songs von mir“, macht van de Forst es spannend. Die 25-Jährige arbeitet derzeit an ihrem zweiten Album.

Die Münsteranerin mit der glockenklaren Stimme ist eine Allrounderin, komponiert, singt und begleitet sich an der Gitarre. „Manchmal habe ich eine Melodie im Kopf, wenn ich gerade unterwegs bin, zum Beispiel im Zug, wenn die Landschaft so an einem vorbeirauscht. Textzeilen schreibe ich dann direkt in ein Papierbüchlein.“ Nicht ins Smartphone? „Nein, Papier finde ich angenehmer, schön Oldschool, denn wenn beim Handy mal der Akku leer ist, kann man da eh nicht darauf zugreifen. Außerdem ist mein Papierbüchlein einfacher von der Handhabung.“

Country bedeutet Lebensfreude

Und wann kommen Vanessa die besten Einfälle? „Wenn ich für mich alleine bin und zur Ruhe komme“, sagt die Singer/Songwriterin, da verarbeite ich alles am Besten, weil man dann nicht über die Dinge spricht.“ Stattdessen lässt sie ihre Impressionen direkt in ihre Musik einfließen. Pur. Ein Pool an neuen Songs ist so bereits zusammengekommen. Aber die junge Münsteranerin ist anspruchsvoll. „Nur das Beste soll auf das neue Album.“

Warum eigentlich Country-Pop? „Das ist viel zeitgemäßer als das bekannte Cowboy-in-Stiefeln-am-Lagerfeuer-Klischee. Mein Aufenthalt in Nashville, wo zum Beispiel in einem Haus auf drei Stockwerken in drei Bars ungezwungen Countrymusik live performt wird, war für mich ein besonderer Auslöser“, sagt Vanessa van de Forst. „Deswegen nenne ich meine Musik Nashville-Pop. Country bedeutet für mich Lebensfreude, wie man es von der Kanadierin Shania Twain kennt.“

Vanessa van de Forst wohnt mit ihrem Terriermischling Luna im Geistviertel und hat ein eigenes Musikzimmer. Was sagen ihre Nachbarn dazu? „Das ist zum Glück ein sehr musikalisches Haus. Nebenan wohnt mein älterer Bruder Alexander, der Bass spielt, und über mir wohnt ein DJ-Pärchen.

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