Mögliche Evakuierung am 28. Februar
Verdacht auf Blindgänger am Domplatz

Münster -

Unter dem Domplatz befinden sich möglicherweise  Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg. Ob der Verdacht sich bestätigt, wird sich am Freitagmorgen, 28. Februar, zeigen. Dann werden zwei Verdachtspunkte freigelegt und gegebenenfalls von der Kampfmittelbeseitigung entschärft.

Mittwoch, 19.02.2020, 12:37 Uhr aktualisiert: 19.02.2020, 20:53 Uhr
Mögliche Evakuierung am 28. Februar: Verdacht auf Blindgänger am Domplatz
Am Freitagmorgen will der Kampfmittelräumdienst einen Verdachtspunkt am Domplatz freilegen. Foto: dpa (Symbolbild)

Unter dem Domplatz befinden sich möglicherweise Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg . Ob der Verdacht sich bestätigt, wird sich am 28. Februar zeigen. Dann werden zwei Verdachtspunkte freigelegt und gegebenenfalls vom Kampfmittelbeseitigungsdienst entschärft.

blindgänger

Der mögliche Evakuierungsradius beträgt 250 Meter Rund um die Fundstelle am Domplatz Foto: Stadt Münster

Wenn alles wie geplant abläuft, herrscht ab Mittag wieder Alltag.

Stadtrat Wolfgang Heuer

Sollte es dazu kommen, wird eine Evakuierungs-Zone mit einem Radius von 250 Metern eingerichtet. Neben Wohneinheiten fallen in dieses Gebiet unter anderem das LWL-Museum für Kunst und Kultur, die Universitätseinrichtungen rund um das Fürstenberghaus, das Bischöfliche Generalvikariat, die Bezirksregierung, das Stadthaus 1, das historische Rathaus, Galeria Kaufhof, die Cafés am Domplatz und viele Geschäfte an Rothenburg, Prinzipalmarkt und Spiekerhof. Es könnte ein großer Bereich der Innenstadt lahmgelegt werden.

Wie in diesem Fall gehandelt wird, entscheiden die beteiligten Unternehmen und Institutionen in den kommenden Tagen. Die Bezirksregierung hat bereits vorgesorgt, wie Ulla Lütkehermölle von der Pressestelle sagt: „Mitarbeiter, die keinen Tele-Dienst haben oder nicht auf Dienstreise sind, werden aufgrund von höherer Gewalt vom Dienst befreit.“ Die Dienstgebäude bleiben ganztägig geschlossen, die Telefonzentrale soll aber aus anderen Gebäuden geschaltet bleiben (' 02 51/41 10).

Vorbereitende Maßnahmen nach dem Mittwochsmarkt

Die Stadt wird die betroffenen Bereiche Stadthaus 1, Prinzipalmarkt 5 (Stadtkasse) und Rathaus / Stadtweinhaus ebenfalls nicht öffnen. Das Rathaus und das Stadtweinhaus werden nach der möglichen Entschärfung wieder geöffnet.

Die Geschäfte im betroffenen Bereich müssen sich darauf einstellen, erst nach einer möglichen Entschärfung öffnen zu können, so die Stadt Münster in einer Pressemitteilung. Die innerstädtischen Buslinien müssen umgeleitet werden.

„Ab Freitagmorgen wird nicht mehr viel gehen rund um Dom, Rathaus und Fürstenberghaus. Das Wichtigste ist natürlich ein sicherer und reibungsloser Ablauf der Maßnahmen. Wenn alles wie geplant abläuft, herrscht ab Mittag wieder Alltag“, erklärt der zuständige Stadtrat Wolfgang Heuer .   

Wenn am 26. Februar (Mittwoch) der Markt auf dem Domplatz beendet ist, beginnen vorbereitende Maßnahmen. Am folgenden Freitag öffnen Fachleute der Kampfmittelbeseitigung am Morgen die Verdachtspunkte, sodass möglichst mit Beginn der Helligkeit Klarheit herrscht, ob Blindgänger entschärft werden müssen.

Ist dies der Fall, laufen umgehend die Evakuierungsmaßnahmen an. Die Anwohner sollten sich darauf einstellen, dass sie ab etwa 7 Uhr den Evakuierungsbereich verlassen müssen.

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