Polizei legt Verkehrsunfallstatistik für 2019 vor
Mehr Unfälle, aber weniger Schwerverletzte

Münster -

Die münsterische Polizei hat am Dienstag die Verkehrsunfallstatistik für 2019 vorlegt. Zwar gab es im vergangenen Jahr mehr Verkehrsunfälle, die Zahl der schwer verletzten Personen ging jedoch zurück.

Dienstag, 25.02.2020, 12:46 Uhr aktualisiert: 25.02.2020, 12:57 Uhr
Im vergangenen Jahr gab es in Münster mehr als 11 500 Verkehrsunfälle.
Im vergangenen Jahr gab es in Münster mehr als 11 500 Verkehrsunfälle. Foto: dpa/Jan Woitas

Im vergangenen Jahr gab es in Münster 11 515 Verkehrsunfälle – 6,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Auch die Zahl der Verletzten legte leicht zu – um 0,8 Prozent auf 1583 Personen. Ein Verkehrsteilnehmer – eine Pedelec-Fahrerin, die in eine Baugrube gestürzt war – kam ums Leben.

Doch es gebe auch eine Reihe positiver Entwicklungen, betonte der neue Polizeipräsident Rainer Furth am Dienstag bei der Präsentation der Verkehrsunfallstatistik für 2019. So ging die Anzahl der Schwerverletzten gegenüber dem Vorjahr um fast 27 Prozent auf 205 Personen zurück.

Zudem sank das zweite Jahr in Folge die Zahl der Verkehrsunfälle, an denen Kinder beteiligt waren, auf nunmehr 86. „Hier zahlt sich die jahrelange intensive Verkehrssicherheitsarbeit aus – von der Verkehrspuppenbühne bis zur täglichen Schulwegsicherung“, zeigte sich Furth überzeugt.

Viele verletzte Radfahrer

Auf einem nach wie vor sehr hohen Niveau liegt mit 874 die Zahl der verunglückten Radfahrer, so Furth. Mit 100 Radlern wurden indes deutlich weniger schwer verletzt als im Jahr zuvor.

Auch unter den Pedelec-Fahrern gab es nach Angaben der Polizei deutlich weniger Schwerverletzte als 2018 – hier sank die Zahl auf 16 Personen, ein Rückgang um 40 Prozent. Kaum eine Rolle spielen in der aktuellen Statistik Verkehrsunfälle mit E-Scootern. Seit 15. Juni 2019 – dem Tag ihrer Zulassung – waren E-Scooter-Fahrer in elf Verkehrsunfälle verwickelt. Bei sechs Unfällen wurden Personen verletzt, bei zwei Unfällen war Alkohol im Spiel.

Abbiegeunfälle vermeiden

Jeder zweite Verunglückte im münsterischen Straßenverkehr war im vergangenen Jahr ein Radfahrer, die meisten von ihnen wurden bei Unfällen auch verletzt, berichtete Furth.

Bewährt habe sich der Umbau von vier Kreuzungsbereichen, an denen sich besonders viele Abbiegeunfälle mit Radfahrern ereigneten. An den Einmündungen Friesenring/Yorking, Gartenstraße/Lublinring, Umgehungsstraße/Hammer Straße sowie Hafenstraße/Friedrich-Ebert-Straße habe man dank getrennter Ampelschaltungen für Radfahrer und Kraftfahrzeuge die Zahl der Abbiegeunfälle unter Beteiligung von Radlern und Fußgängern auf Null reduzieren können, so Furth.

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