„Komische Nacht Münster“: Zehn Comedians und zehn Lokale
Lachtraining bei Wein und Espresso

Münster -

Zehn Stand-Up-Comedians in zehn münsterischen Lokalen sorgten bei der 17. Komischen Nacht Münster für intensives Lachtraining.

Freitag, 06.03.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 06.03.2020, 17:17 Uhr
Stationen der Komischen Nacht:
Stationen der Komischen Nacht: Foto: Maria Conlan

Sonst kommt Hans Gerzlich zum Schuhkauf nach Münster, dieses Mal trat er bei der Komischen Nacht auf. Und er fand es „spannend“ – fünf neue Orte für ihn, fünf Mal neues Publikum, fünf Mal sein Programm mit leichten Abwandlungen. So stellte er den Zuhörern seine Idee von einer Regierung vor: mit Bundeskanzler Helge Schneider , Paul Panzer als Außenminister, Boris Becker als Familienminister, Dieter Hallervorden als Wirtschaftsminister, Udo Lindenberg als Verteidigungsminister.

Gerzlich veranschaulichte das mit entsprechender Stimm-Imitation – wirklich komisch. Im Aposto saßen seine Zuhörer bei Wein und italienischem Essen. Das Restaurant war voll. In der „Bar Celona“ war das Erdgeschoss für die Auftritte reserviert, Tische und Bar waren voll besetzt. Bei der Pension Schmidt wurden Tische zur Seite gerückt, Sofas und Bänke bildeten Reihen wie in einem kleinen Theater.

Zehn münsterische Lokale und zehn Stand-Up-Comedians beteiligten sich an der „17. Komischen Nacht Münster“. Jeder Auftritt dauerte genau 20 Minuten, danach gab es eine Pause: Zeit zum Ortswechsel für die Künstler – und fürs Publikum Zeit zum Getränkebestellen und Durchatmen nach dem Lachtraining.

Abwechslungsreich und mega komisch

„Es ist mal was anderes“, lobt eine Zuschauerin in der „Bar Celona“ die „Komische Nacht“, sie habe schon mehrere erlebt. Eine junge Frau in der Pension Schmidt ist zum ersten Mal dabei und gleich begeistert: „Abwechslungsreich, unterschiedliche Comedians, professionell und megakomisch“. Das Publikum in der Pension Schmidt ist deutlich jünger. David Werker geht direkt darauf ein: „Seid ihr alle unfassbar jung“, begrüßt der 36-Jährige die Frauen der ersten Reihen. Dann verkündet er sein Lebensmotto: „Der späte Wurm überlebt den frühen Vogel.“ Von Feiern und Busdialogen erzählt er und resümiert nach seinem Auftritt: „Ganz toll, super“, zumal viele Auftritte nah beieinander lagen. Und war der Weg etwas weiter, stand vor der Tür schon das Taxi bereit, um ihn zum nächsten Auftrittsort zu bringen.

Väter und Flugzeugwitze

Nizar, der lachend über seinen Vater berichtete und das Tabu über Flugzeugwitze knackte, sah die „Komische Nacht“ als Gelegenheit, sein Material zu testen; er nannte es „den Raum lesen, das Publikum analysieren und Beständigkeit lernen“, denn er zog das gleiche Programm durch. Auch Nizar war froh, dass er zusammen mit seinem Tontechniker von der „Bar Celona“ zu Fuß zum nächsten Auftrittsort gehen konnte. „War sehr gut“, gab ihm eine Raucherin als Kommentar mit auf den Weg.

Wer David Werker verpasst hat, kann ihn am 21. April in der Studiobühne erleben. Ebenso wies Hans Gerzlich auf seinen nächsten Auftritt in Münster hin. Allerdings ist der erst im November.

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