Edith Meyer-Grothues organisiert ein Speeddating für Ehrenamtliche
Bei ihr selbst hat es funktioniert

Münster -

Ehrenamtliches Engagement funktioniert am besten über Mund-zu-Mund-Propaganda. Bei Dr. Edith Meyer-Grothues hat es gewirkt. Und jetzt hilft sie, dass es bei anderen wirkt

Samstag, 07.03.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 14:06 Uhr
Dr. Edith Meyer-Grothues hat über ein Speeddating zum Ehrenamt gefunden.
Dr. Edith Meyer-Grothues hat über ein Speeddating zum Ehrenamt gefunden. Foto: kb

Wenn am kommenden Dienstag (10. März) das nächste Ehrenamts-Speeddating steigt, ist Dr. Edith Meyer-Grothues mit von der Partie. Sie hat geholfen, die Veranstaltung hoch oben im Restaurant 1648 (elfter Stock des Stadthauses 1, Beginn 18.30 Uhr) vorzubereiten.

Das klingt ganz normal, ist es aber nicht, denn die pensionierte Ärztin hat ihrerseits den Weg zum Ehrenamt per Speeddating gefunden. Im Herbst vergangenen Jahres machte eine Bekannte sie darauf aufmerksam, dass sich interessante Vereine und Initiativen in der Alexianer-Waschküche an der Bahnhofstraße vorstellen würden.

Also ging die Pensionärin hin und hörte zu, wie Aktive des Tierheimes oder einer Obdachloseninitiative ihre Arbeit beschrieben. All das faszinierte Meyer-Grothues, vor allem aber die Veranstaltung selbst. „Es war reiner Zufall, dass ich vorbeigeschaut habe. Doch die Idee zündete sofort.“

Jetzt hilft sie als Teil eines siebenköpfigen Teams mit, dass ehrenamtlich tätige Vereine möglichst wirkungsvoll beim Speeddating um tatkräftige Unterstützung werben können. Es werden Videos gedreht und Flyer produziert – und am Abend selbst jede Menge Gespräche geführt.

Das Prinzip der Freiwilligkeit

Gerade diese Vermittlungsarbeit findet die 65-Jährige so ungeheuer spannend. Dies umso mehr, als sie selbst nach 40 Jahren Arbeit als Internistin ihr Leben gerade neu sortiert und auf der Suche ist, sich gesellschaftlich zu engagieren. Impulse von außen wie etwa durch die Bürgerstiftung seien da sehr sinnvoll.

„Alles funktioniert hier nach dem Prinzip der Freiwilligkeit“, benennt Edith Meyer-Grothues einen wichtigen Faktor ehrenamtlicher Arbeit. Längst habe sie auch schon damit begonnen, im Freundes- und Bekanntenkreis über die Möglichkeiten des Ehrenamtes zu berichten und damit zu jener Mund-zu-Mund-Propaganda beizutragen, von der Engagement halt lebt.

Bleibt nachzutragen, dass sich beim Speeddating am 10. März – sozusagen die organisatorische Feuertaufe für Edith Meyer-Grothues – folgende Gruppen vorstellen und um ehrenamtliche Helfer werben: „Die grünen Damen und Herren“ (Patientenbetreuung im evangelischen Krankenhaus), die Hospizbewegung, „Rückenwind“ (Patenprojekt im Südviertel), das Kulturquartier Münster, die Gemeinnützige Gesellschaft zur Unterstützung Asylsuchender (GGUA) und das Lesepatenprojekt der Bürgerstiftung.

 

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