Reaktion auf Schließung
Stadt setzt Kitagebühren aus

Münster -

Ab April setzt die Stadt die Kitagebühren aus. Wie lange die Regelung gilt, hängt an der Entscheidung des Rates.

Dienstag, 24.03.2020, 14:24 Uhr aktualisiert: 24.03.2020, 19:56 Uhr
Derzeit sind die Spielzeuge in den Kitas verwaist. Die Stadt Münster will daher ab April – bis auf Weiteres – keine Gebühren mehr erheben.
Derzeit sind die Spielzeuge in den Kitas verwaist. Die Stadt Münster will daher ab April – bis auf Weiteres – keine Gebühren mehr erheben. Foto: Anne Steven

Auf Anfrage unserer Zeitung hat die Stadt Münster am Dienstagmittag bestätigt, dass sie die Kitabeiträge für Eltern bis auf Weiteres aussetzt. Der Ausfall der Kinderbetreuung in Kitas treffe viele Erziehungsberechtigte doppelt hart. Sie müssen auf unbestimmte Zeit Alternativen auf die Beine stellen. Zugleich haben sie in dieser Ersatzbetreuung oft Extra-Aufwendungen zu tragen, teilt eine Sprecherin der Stadt mit. Darum wolle die Stadt schnell und effektiv für Entlastung sorgen: „Bis auf Weiteres erheben wir keine Kita-Beiträge mehr“, kündigt Oberbürgermeister Markus Lewe an. „Wir wollen finanzielle Härten abmildern und das sofort und unbürokratisch.“ Ab dem Monat April müssen Eltern die Kita-Gebühr nicht an die Stadt überweisen bzw. setzt die Stadtkasse den Einzug der Beiträge aus.

Dies gelte so lange, bis der Rat eine Entscheidung über die Beitragserhebung in der Corona-Krise getroffen hat. Mit einer Beschlussvorlage an den Rat bereitet das Bildungsdezernat diese Entscheidung derzeit vor. „Wir muten den Menschen in diesen Wochen schon genug zu. Vielleicht können wir auf diesem Wege ein wenig zurückgeben“, äußert sich Oberbürgermeister Lewe.

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