Viele Verstöße
Dringender Aufruf des Krisenstabs: Bleiben Sie zu Hause

Münster -

Zahlreiche Verstöße gegen die neuen Coronaschutzregeln wurden am Freitag in Münster festgestellt. Als Reaktion hat die Stadt einen eindringlichen Aufruf an ihre Bürger gerichtet.

Samstag, 28.03.2020, 10:35 Uhr aktualisiert: 28.03.2020, 13:03 Uhr
Viele Verstöße: Dringender Aufruf des Krisenstabs: Bleiben Sie zu Hause
Kontrollen in Münster sind derzeit unausweichlich. Foto: Etzkorn

Angesichts der frühlingshaften Temperaturen am Samstag hat der Krisenstab der Stadt Münster am Vormittag einen eindringlichen Appell zu Solidarität und Disziplin an die Bürger der Domstadt gerichtet. „Egal wie schön das Wetter an diesem Wochenende wird, jetzt ist nicht die Zeit, sich mit Freunden zu treffen“, warnte der Leiter des Krisenstabs, Wolfgang Heuer

„Unsolidarisch“

Und weiter betonte der Ordnungsdezernent am Samstagvormittag: „Wer das anders sieht, gefährdet die Freiheit aller und handelt unsolidarisch auch  gegenüber denen, die in Krankenhäusern, in der Pflege oder an anderer Stelle so viel für uns alle leisten.“ Hintergrund für den offenbar dringlichen Aufruf ist auch die Zahl der am Freitag festgestellten Verstöße gegen die neuen Verhaltensregeln in Münster. Im Stadtgebiet waren am Freitag nach Angaben des Krisenstabs mehr als 150 Verstöße gegen die geltende Verordnung zum Schutz vor dem Coronavirus festgestellt worden.

Das droht bei Verstößen gegen die Corona-Verordnungen

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  • Bei Zusammenkünften von mehr als zwei Personen in der Öffentlichkeit, die nicht direkt verwandt sind, werden 200 Euro von jedem Beteiligten fällig.

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  • Der Verzehr von Außer-Haus-Speisen näher als 50 Meter am Restaurant oder Imbiss kostet 200 Euro.

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  • Verstöße gegen das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Altenheimen kosten 200 Euro.

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  • Wer die Hygiene-Vorkehrungen bei einer Beerdigung nicht einhält oder den Mindestabstand von 1,5 Meter bricht, zahlt 200 Euro.

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  • Verbotenes Picknicken oder Grillen kostet 250 Euro pro Teilnehmer.

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  • Wer trotz Verbots Sportveranstaltungen organisiert, zahlt 1000 Euro.

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  • Wer ein Restaurant weiterhin betreibt, muss 4000 Euro zahlen.

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  • Für das Betreiben einer Bar, Diskothek oder eines Fitnessstudios werden 5000 Euro fällig.

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  • Öffentliche Ansammlungen von mehr als zehn Menschen werden als Straftat angesehen und mit Geld- oder Freiheitsstrafen von bis zu fünf Jahren geahndet.

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  • Für die Teilnahme an einer nicht gestatteten Veranstaltung werden 400 Euro verhängt.

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