St.-Franziskus-Hospital erlebt Welle der Hilfsbereitschaft
Hunderte Masken genäht

Münster -

Dank dem Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer können die Mitarbeiter des St. Franziskus-Hospital mit hunderten selbstgenähten Schutzmasken versorgt werden. Sie sollen nicht im direkten Kontakt mit Corona-Patienten eingesetzt werden – dienen aber der Einhaltung der Hygiene-Empfehlungen im Alltag.

Dienstag, 31.03.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 31.03.2020, 11:54 Uhr
Leonhard Decker (3.v.l.), Pflegedirektor des St.-Franziskus-Hospitals, freut sich über die Mundschutz-Masken, die von Ehrenamtlichen genäht wurden.
Leonhard Decker (3.v.l.), Pflegedirektor des St.-Franziskus-Hospitals, freut sich über die Mundschutz-Masken, die von Ehrenamtlichen genäht wurden. Foto: pd

Ab sofort kann das St.-Franziskus-Hospital seine Mitarbeiter mit selbstgenähten Mundschutzmasken ausstatten, die von vielen Ehrenamtlichen in den vergangenen Tagen genäht wurden. Wie es in einer Pressemitteilung heißt, hat Leonhard Decker , Pflegedirektor des St.-Franziskus-Hospitals, hunderte Masken entgegen genommen, die unter anderem in der Nähstube des Ordens der Mauritzer Franziskanerinnen, in der Schule für Modemacher Münster und von engagierten Mitarbeiterinnen des Hospitals gefertigt wurden. „Es ist großartig, in diesen schwierigen Zeiten so viel Unterstützung zu erleben“, bedankte sich Decker im Namen des St.-Franziskus-Hospitals.

Besonders beeindruckt zeigte er sich von der Schnelligkeit und Produktivität der Helfenden. Es habe nach einem ersten Gespräch mit Brigitte Mertens von der Schule für Modemacher Münster nur drei Tage gedauert, bis sie mit einem Team 1200 hochwertige Masken gefertigt hatte, heißt es. Viele nähbegeisterte Mitarbeitende des Hospitals opferten spontan ihre Freizeit für das Projekt, und auch bei den Mauritzer Franziskanerinnen liefen die Nähmaschinen auf Hochtouren. „Es tut einfach gut, einen Beitrag leisten zu können“, sagte Schwester Caecilia.

Bislang keine Mundschutz-Pflicht

Im St.-Franziskus-Hospital bestehe bisher keine Pflicht zum Tragen von Mundschutz-Masken, betonte der Pflegedirektor. „Die selbstgenähten Masken sind ein weiterer Baustein im Rahmen unserer vorsorglichen Maßnahmen“, erläuterte er. So habe das Tragen einer einfachen Mundschutzmaske den positiven psychologischen Effekt, an bestehende Abstandsregeln zu erinnern und daran, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Wer unter leichten Erkältungssymptomen leide, schütze durch eine Maske zudem sein Gegenüber.

Nicht eingesetzt würden die selbstgenähten Masken im direkten Umgang mit Corona-Patienten, so Decker. „In allen Risiko-Bereichen sind unsere Mitarbeitenden natürlich durch entsprechendes medizinisches Gerät geschützt.“

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