Nach Gerichtsbeschluss
"Doppellecker"-Inhaber wollen Berufung einlegen

Münster -

Seit Oktober gibt es in Münster Streit um den "Doppellecker"-Bus - oder vielmehr darum, ob er am Hafen stehen darf. In der vergangenen Woche hat das Verwaltungsgericht den Gastronomen eine Absage erteilt. Doch das Team möchte kämpfen.

Dienstag, 05.05.2020, 08:00 Uhr
Nach Gerichtsbeschluss: "Doppellecker"-Inhaber wollen Berufung einlegen
Der "Doppellecker-Bus" von Michel Malcin darf nicht am Hafen stehen. Foto: Stephan/IHK

In der vergangenen Woche hat das Verwaltungsgericht Münster entschieden: Der "Doppellecker"-Bus darf nicht an Münsters Hafen stehen. "Leider wurde unser Antrag am 29. April 2020 vom Verwaltungsgericht abgelehnt", erläutert Inhaber Michel Malcin auf der Facebook-Seite unserer Zeitung. Der Entschluss sei ihm schriftlich mitgeteilt worden. 

Der Streit um den Bus, der zu einem Café umgebaut wurde, weilt schon seit Oktober. Bis Ende des Jahres wurde der Bus seitens der Stadt am Hafen geduldet. Mit dem neuen Jahr wurde der Streit weiter ausgetragen. In der vergangenen Woche fiel dann die Entscheidung des Verwaltungsgerichts, dass der als Café genutzter Bus wegen Fehlens einer Baugenehmigung nicht am Hafen in Münster stehen darf.

7000 Menschen unterzeichnen Petition

"Es gab leider aufgrund der derzeitigen Situation keine Anhörung vor Ort, die wir uns sehr gewünscht hätten. Gegen diesen Beschluss wollen wir Berufung einlegen und hoffen beim Oberverwaltungsgericht angehört zu werden", heißt es in dem Facebook-Post weiter. Dafür sei allerdings Unterstützung notwendig. "Bis jetzt haben bereits über 7000 Menschen eine Petition unterzeichnet", heißt es weiter.

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Grundlage der Klage sei die Gleichbehandlung gegenüber den anderen gastronomischen Betrieben am Hafen in Münster. "Das Argument der Stadt  besteht darin, dass unser Bus außerhalb der Bebauungsgrenzen steht und kein Bauantrag vorliegt. Ein Bauantrag kann nicht gestellt werden, da der Bebauungsplan auf dem Platz keine weitere Bebauung vorsieht", wird weiter erläutert.

Als junges Start-Up wollen wir gerne den Weg weiter gehen und für ein bunten und kreativen Hafen in Münster kämpfen.

Inhaber des "Doppellecker"-Busses bei Facebook

Das Team des "Doppellecker"-Busses bestreitet demnach nicht, dass der Bus als bauliche Anlage gewertet wird. Aber: "Es ist trotzdem bedauerlich, dass die Stadt Münster hier so vorgeht und entscheidet. Der Bebauungsplan sieht tatsächlich Bebauungsgrenzen vor. Ein internen Mitarbeiter hat uns inoffiziell darauf aufmerksam gemacht, dass dies auch für alle anderen baulichen Anlagen gilt, die am Hafen errichtet wurden. Das betrifft vor allem die Terrassenanlagen." Hier sieht die Doppellecker Genussbus KG einen Verstoß des Grundsatzes der Gleichbehandlung.

"Als junges Start-Up wollen wir gerne den Weg weiter gehen und für ein bunten und kreativen Hafen in Münster kämpfen", heißt es weiter. Deshalb wurde auch eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben gerufen. "Sollten wir hierfür genügend Unterstützer finden, werden wir in den kommenden drei Wochen gegen den Bescheid Einspruch einlegen und vor das Oberverwaltungsgericht ziehen", heißt es in der Erklärung bei Facebook abschließend. Mehr Infos zu der Kampagne gibt es online unter  www.doppellecker.de/help

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