Alle Tests am Gymnasium negativ
Noch 20 Münsteraner mit dem Coronavirus infiziert

Münster -

Gute Nachrichten am Montag: Nur noch 20 Münsteraner sind aktuell mit dem Coronavirus infiziert. Und auch alle Tests, die in der vergangenen Woche am Kardinal-von-Galen-Gymnasium durchgeführt wurde, waren negativ.

Montag, 04.05.2020, 16:36 Uhr
Alle Tests am Gymnasium negativ: Noch 20 Münsteraner mit dem Coronavirus infiziert
Alle Test, die am Hiltruper Kardinal-von-Galen-Gymnasium durchgeführt wurden, waren negativ. Foto: dpa (Symbolbild)

Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Corona-Fälle im Stadtgebiet ist am Montag das erste Mal seit einigen Tagen wieder leicht gestiegen. Am Montagnachmittag meldete die Stadt 632 Infektionen, zwei mehr als in den Tagen zuvor.

"Tatsächlich wurde aktuell nur eine Neuinfektion festgestellt, aufgrund eines Datenabgleichs und nach Rücksprache mit dem Landeszentrum Gesundheit (LZG) NRW allerdings noch eine weitere Infektion im Bestand nachgetragen", erläutert die Stadt in der Mitteilung weiter.

599 Menschen sind genesen

599 vormals infizierte Patienten sind mittlerweile wieder genesen. Somit gelten aktuell nur noch 20 Münsteranerinnen und Münsteraner als infiziert. 13 Personen, die mit dem Coronavirus infiziert waren, sind verstorben.

Gute Nachrichten gibt es derweil vom Kardinal-von-Galen-Gymnasium in Hiltrup: Alle Testungen, die dort in der vergangenen Woche durchgeführt worden waren, hatten ein negatives Erlebnis. Eine Schülerin hatte zuvor Kontakt zu einer vermutlich noch mit dem Virus infizierten Person und wurde deshalb präventiv in Quarantäne geschickt.

13 Patienten auf Intensivstationen

Die Krankenhäuser behandeln zurzeit 19 Corona-Patienten, davon 13 auf Intensivstationen. Aktuell müssen zehn Patienten beatmet werden. Am Montagnachmittag waren auf den Intensivstationen der Stadt 44 Betten frei.

Am Sonntag nahm der kommunale Ordnungsdienst in Münster 183 Kontrollen vor, bei diesen Kontrollen wurden 54 Verstöße gegen die Anti-Corona-Vorgaben festgestellt. In der Hauptsache wurden Mindestabstände nicht eingehalten, unter anderem am Hafenplatz.

Die neuen Corona-Vorschriften für NRW

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  • KITA UND SCHULE: Grundsätzlich müssen alle öffentlichen Schulen, Kitas und Kindertagespflegestellen zunächst bis zum 3. Mai geschlossen bleiben. Eine Ausnahme gilt ab Donnerstag an den weiterführenden Schulen für Prüflinge. Darüber hinaus gibt es an Schulen - in der Regel für die Klassen 1 bis 6 - und an Kitas Notbetreuungen für Kinder von Eltern, die in gesellschaftlich unverzichtbaren Berufen arbeiten und keine andere private Betreuungsmöglichkeit haben.

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  • NOTBETREUUNG: Bislang zählten bereits Berufstätige aus zehn Sektoren zum Kreis der Berechtigten, die zentrale Bereiche wie etwa das Gesundheitswesen, die Energie-, Wasser- und Lebensmittelversorgung oder die öffentliche Verwaltung aufrecht erhalten. Jetzt wurde der Kreis auf 29 weit gefasste Sparten ausgedehnt und detailreich erläutert. Ausdrücklich aufgeführt werden nun unter anderem Mitarbeiter von Tankstellen, Lebensmittelhandel, Drogerien und Hausmeister. Auch Hersteller von Hygiene-, Desinfektionsprodukten und Seifen sind systemrelevant, Müllentsorger und Erntehelfer ebenso wie Banker und Notare.

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  • AUSZUBILDENDE: Neu in der Liste sind auch «Personen, die zur Stärkung im Gesundheitswesen und im Pflegebereich aktiviert oder reaktiviert werden», darunter auch Auszubildende für medizinisch-technische oder bio-technische Assistenzstellen ebenso wie Studierende der Biologie, Biochemie, Biophysik, Veterinärmedizin und der Chemie ab dem Bachelor.

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  • REISERÜCKKEHRER: Die 14-tägige häusliche Quarantänepflicht für Reisende, die aus dem Ausland nach Deutschland heimkehren, gilt weiter. Ausnahmen gelten für Pendler und verschiedene Berufsgruppen wie Lastwagenfahrer, Piloten oder medizinisches Personal. Auch für diese Ausnahmegruppen hat NRW nun aber verfügt, dass sie innerhalb von 14 Tagen nach ihrer Rückkehr grundsätzlich keine Krankenhäuser, Pflege-, Reha- und ähnliche Einrichtungen betreten dürfen. Ausnahmen gelten für medizinisches Personal.

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  • FAHRSCHULEN: Fahrschulen dürfen ihre Dienste unter Einhaltung von Sicherheitsvorkehrungen und Mindestabständen weiter anbieten. Beim praktischen Fahrschulunterricht kann und muss der Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen Personen nicht eingehalten werden.

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  • SPORT: Untersagt bleibt laut Verordnung «jeglicher Sportbetrieb auf und in allen öffentlichen und privaten Sportanlagen sowie alle Zusammenkünfte in Vereinen». Geschlossen bleiben müssen unter anderem Spiel- und Bolzplätze, Schwimmbäder und Fitnessstudios.

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  • SONNTAGSÖFFNUNG: «Geschäfte des Einzelhandels für Lebensmittel, Wochenmärkte, Abhol- und Lieferdienste sowie Geschäfte des Großhandels dürfen über die bestehenden gesetzlichen Regelungen hinaus an Sonn- und Feiertagen von 13 bis 18 Uhr öffnen», heißt es in der Schutzverordnung. «Dies gilt nicht für den 1. Mai.» Apotheken dürfen an Sonn- und Feiertagen generell öffnen.

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  • GASTRONOMIE: Der Betrieb von Restaurants, Gaststätten, Imbissen, Mensen, Kantinen, Kneipen, (Eis-)Cafés und anderen gastronomischen Einrichtungen bleibt zunächst untersagt. Sie dürfen aber mit Speisen und Getränken beliefern, falls Hygienevorschriften und Mindestabstände eingehalten und Warteschlangen vermieden werden können. Der Verzehr von Lebensmitteln ist untersagt in einem Umkreis von 50 Metern um gastronomische Einrichtungen sowie Geschäfte oder Kioske, in denen die Ware eingekauft wurde.

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  • GELDBUßEN: Ordnungswidrigkeiten können gemäß Infektionsschutzgesetz mit Geldbußen bis zu 25 000 Euro geahndet werden. Ordnungswidrig handelt demnach, wer vorsätzlich oder fahrlässig etwa unerlaubte Besuche in Gesundheits- oder Pflegeeinrichtungen abstattet, Einrichtungen betreibt, die nicht den erforderlichen Standards für Hygiene, Mindestabstände und Zutrittsregelungen entsprechen, touristische Übernachtungen anbietet oder wahrnimmt oder auch «an einem Picknick oder einem Grillen auf einem öffentlichen Platz oder einer öffentlichen Anlage beteiligt ist». Insgesamt listet die Coronaschutzverordnung, die bis zum 3. Mai gilt, 30 Ordnungswidrigkeiten auf.

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  • STRAFEN: Wer «vorsätzlich oder fahrlässig» gegen wesentliche Vorschriften der Coronaschutzverordnung verstößt und eine unzulässige Veranstaltung durchführt oder an solchen Veranstaltungen beziehungsweise Versammlungen teilnimmt, kann mit bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe bestraft.

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