Einbahn-System im Wasser
Coburg öffnet als erstes Freibad

Münster -

Besondere Vorkehrungen in Coronazeiten werden im Freibad Coburg vorgenommen - unter anderem ein Einbahn-System und Tempo-Zonen. Es ist das erste städtische Freibad, das am kommenden Mittwoch öffnet.

Dienstag, 19.05.2020, 16:00 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 16:16 Uhr
Marco Beernink bereit alles für die Öffnung des DJK-Freibads Coburg am kommenden Mittwoch vor. Für Abstände zwischen den Schwimmern sollen zudem Leinen gezogen werden.
Marco Beernink bereit alles für die Öffnung des DJK-Freibads Coburg am kommenden Mittwoch vor. Für Abstände zwischen den Schwimmern sollen zudem Leinen gezogen werden. Foto: Oliver Werner

Endlich gute Nachrichten für alle Freibadfans: Die Coburg öffnet als erstes Freibad am kommenden Mittwoch wieder seine Tore. Allerdings nur für eine begrenzte Besucherzahl und nur zum Schwimmen am Vormittag. Die Besucherinnen und Besucher können sich vorerst nicht auf den Wiesen des Bades aufhalten. Nachmittags wird die Coburg den Vereinen zur Verfügung stehen.

Corona-Beschränkungen

Kerstin Dewaldt , Leiterin des Sportamtes, freut sich in einer Pressemitteilung, dass die Münsteraner schon bald wieder ihre Bahnen ziehen können. „Allerdings müssen die Schwimmer ‚Corona-Beschränkungen‘ in Kauf nehmen. Nur so können etwa die vorgeschriebenen Abstände eingehalten werden.“ Ihr Appell an die Badegäste: „Oberstes Ziel ist es, den Aufenthalt im Freibad so sicher und angenehm wie möglich zu gestalten. Das setzt voraus, dass unsere Gäste sich verantwortungsvoll verhalten. „Die Öffnung der Coburg ist durchaus als Testlauf zu verstehen. Wenn es dort funktioniert, können Stapels­kotten und das Freibad Hiltrup voraussichtlich ab Pfingsten geöffnet werden“, macht Dewaldt klar.

Die Besucherzahl werde auf 100 Badegäste begrenzt, auch könne das Bad nur innerhalb eines festgelegten Zeitfensters genutzt werden. „Das ist entscheidend, um die Abstandsregelung einhalten zu können“, erläutert Marco Beernink, Badleiter der Coburg. „Jeder ist bei uns natürlich herzlich willkommen. Ich bitte aber alle Badegäste um Verständnis, wenn es unter diesen besonderen Umständen zu Wartezeiten im Eingangsbereich zu Wartezeiten kommt.“

Öffnungszeiten der Coburg

Ab Mittwoch (20.5.) ist die Coburg geöffnet. Zunächst erhalten aber jeweils nur 100 Badegäste in einem Zeitfenster von zwei Stunden Zutritt.

Grundsätzlich gibt es folgende Zeitfenster: 7-9 Uhr, 9.30-11.30 Uhr, 12-14 Uhr, 15-17 Uhr.

Am Freitag, Samstag, Sonntag und an Feiertagen ist das Freibad bis 19.30 Uhr komplett für die Schwimmerinnen und Schwimmer geöffnet. Das letzte der zweistündigen Zeitfenster beginnt um 17.30 Uhr. Am Freitag öffnet das Bad bereits um 7 Uhr, am Wochenende und an den Feiertagen um 9.30 Uhr.

Von Montag bis Donnerstag öffnet das Bad um 7 Uhr, ist aber ab 17.30 Uhr für den Vereinssport reserviert. 

Der Einlass für ein Zeitfenster ist, sofern die maximale Besucherzahl von 100 Personen nicht bereits erreicht ist, bis 45 Minuten vor Ende dieser Schwimmzeit möglich; beispielsweise an einem Wochentag im ersten Zeitfenster (7 bis 9 Uhr) bis 8.15 Uhr.

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Um mögliche Infektionsketten nachverfolgen zu können, werden alle Gäste gebeten, beim Betreten des Freibades einen ausgefüllten Vordruck abzugeben oder einen eigenen Kugelschreiber zum Ausfüllen vor Ort mitzubringen. Der Vordruck und alle Informationen zu den Zeitfenstern stehen auf der Internetseite des Sportamtes ab Montag zur Verfügung: www.stadt-muenster.de/sportamt .

Schwimmbecken werden unterteilt

Zum weiteren Schutz der Badegäste werden die Schwimmbecken mit Leinen unterteilt, um auch hier die Abstandsregelungen zu unterstützen.

Ein „Einbahn-System“ soll verhindern, dass Schwimmer sich im Wasser zu nah kommen. Es werden drei unterschiedliche „Tempo-Zonen“ eingerichtet, um ambitionierten Sportlern und Hobbyschwimmern gerecht zu werden. Umkleiden, Waschräume und Warmwasserduschen bleiben geschlossen. Lediglich die Toilettenräume und Außenduschen sind freigegeben.

Spender mit Desinfektionsmittel werden an mehreren Stellen im Bad für die Gäste aufgestellt, heißt es. Um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu gewährleisten, soll außerdem zusätzliches Personal eingesetzt werden.

„Wir warten immer noch auf konkrete Vorgaben des Landes. Damit die Bürgerinnen und Bürger aber nicht noch länger auf die Öffnung der Bäder warten müssen, haben wir in der letzten Woche das umfangreiche Konzept erarbeitet. Es orientiert sich an den Hinweisen der Gesellschaft für das Badewesen e.V.“, erläutert Kerstin Dewaldt. Gegebenenfalls werde das aktuelle Konzept angepasst.

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