Einblick
Wirtschaftsminister Pinkwart besucht Digital Hub

Münster -

Der NRW-Wirtschaftsminister weilte am Montag unter anderem in Münster. Im Digital Hub am Hafenweg bekam er während seines Besuchs Einblick in einige Projekte, die gerade aufgrund der Corona-Krise zukunftsweisend sein könnten.

Dienstag, 19.05.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 19.05.2020, 09:11 Uhr
Minister Andreas Pinkwart (Mitte) schaute sich gemeinsam mit
Minister Andreas Pinkwart (Mitte) schaute sich gemeinsam mit Foto: Oliver Werner

Eine gute halbe Stunde hat Andreas Pinkwart , Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, am Montagnachmittag bei seinem Besuch im Digital Hub Münsterland bereits konzentriert gelauscht, Nachfragen gestellt und Einschätzungen gegeben, als er plötzlich noch einmal merklich hellhöriger wird. Christian Hanster vom Start-up „endoo“ spricht gerade zur Digitalisierung von Schulen und hybrid gestaltetem Unterricht – Unterricht also, der sowohl vor Ort als auch vor dem heimischen Computer stattfindet. „Wo muss ich hin, wenn ich das beste Beispiel dafür sehen will?“, fragt Pinkwart. Hansters Antwort, dass ein Gymnasium in Dorsten bereits sehr weit sei, notiert Pinkwart umgehend.

Interessierter Minister

Merklich interessiert lässt sich Pinkwart daraufhin erklären, welche Wege das kleine Start-up für eine der derzeit größten Herausforderungen der Corona-Krise bereithält. Er glaube fest daran, dass die überwiegende Zahl der Lehrer auch in diesen Zeiten einen guten Unterricht machen wolle – allein, der Minister drückt es etwas weniger deutlich aus – es fehlt mitunter an digitalen Mitteln und Wegen.

Neben weiteren Start-ups wie „edyoucated“ und der Arbeitszeiterfassung „ClockIn“ wird dem Minister in Münster nähergebracht, wie das ans Digital Hub angegliederte „FabLab“ mit der Corona-Krise umgegangen ist. „Wir haben uns überlegt, wie wir dazu beitragen können, die Herausforderungen der Corona-Krise zu bewältigen“, sagt Konrad Schneidenbach , Geschäftsleiter des „Fab­Lab“ bevor er gleich mehrere Projekte im Bereich der medizinischen Schutzausrüstung vorstellt. Neben Filtergehäusen, die zwischen Beatmungsgeräten und Patienten ihre Dienste verrichten, am Anfang der Krise aber auf dem freien kaum zu bekommen waren, hat das Hub auch die mittlerweile bekannten Face Shields weitgehend per 3D-Drucker geschaffen.

Zudem wurde, abermals im 3D-Drucker, eine äußerliche Stützstruktur kreiert, die es ermöglicht, undichte Masken, wie sie zu Beginn der Krise aus China beschafft wurden, exakt – weil personalisiert – abzudichten. Die Botschaft ist klar: Während die gewohnten Lieferketten der globalisierten Welt plötzlich an ihre Grenzen stoßen, könne die digitale Technik „Versorgungssicherheit in kurzen Lieferketten“ gewährleisten, so Schneidenbach. Man wolle zeigen, dass es sich lohne, in diesem Bereich neue, hochqualifierte Arbeitsplätze zu schaffen, so Schneidenbach.

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