Tiere im Allwetterzoo
Neues Zuhause für drei Zwergmangusten

Münster -

Der Allwetterzoo hat drei neue Bewohner: Ab sofort können die Zoobesucher drei Südliche Zwegmangusten beobachten. Besonders auffällig ist das Sozialverhalten der Tiere.

Freitag, 29.05.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 29.05.2020, 11:12 Uhr
Tiere im Allwetterzoo: Neues Zuhause für drei Zwergmangusten
Im Allwetterzoo leben jetzt drei Südliche Zwergmangusten. Foto: Allwetterzoo Münster

Die erste Nacht haben die drei neuen Bewohner bereits im Allwetterzoo verbracht. Ab dem heutigen Freitag (29. Mai) können auch die Zoo-Besucher die Südlichen Zwergmangusten in ihrem neuen Zuhause beobachten.

Bei den neuen Zoobewohnern handelt es sich um die kleinste Mangustenart, heißt es in einer Mitteilung des Allwetterzoos. Sie erreicht eine Kopf-Rumpflänge von bis zu 25 Zentimeter. Das Gewicht liegt zwischen 300 und 400 Gramm. Wer sich die tagaktiven und sozialen Tiere einmal ansehen will, der findet sie hinter der Großvogelvoliere, am Eingang zum (noch geschlossenen) „Geier-Restaurant“.

Einzigartiges Sozialverhalten

Zwergmangusten besiedeln südlich der Sahara gelegene Savannen, offenes Waldland und Busch in zahlreichen Ländern Afrikas. Sie sind sehr gesellige Tiere, die ein einzigartiges Sozialverhalten aufweisen. Dazu pflegen sie eine Symbiose mit Hornvögeln der Gattung Tockus, benutzen Termitenbauten gemeinsam mit Schildechsen und nehmen selbstbewusst den Kampf gegen Puffottern und andere Giftschlangen auf, die viel größer sind, als sie selbst.

Wie die Erdmännchen auch, demonstrieren sie die Macht der Gemeinschaft. Die im Mittel aus neun Mitgliedern bestehende Gruppe, die sich aus in der Gruppe geborenen Tieren und Zuwanderern zusammensetzen kann, bietet dem Einzelnen mehr Schutz, da Fressfeinde eher entdeckt werden.

Zwergmanguste hinter Laub
Foto: Allwetterzoo Münster

Obwohl nur das dominante Paar der Gruppe Nachwuchs zeugt, beteiligen sich alle Gruppenmitglieder an der Jungenaufzucht mit Putzen, Füttern, Umhertragen und vor allem Aufpassen. Diese Hilfe kann sogar so weit gehen, dass untergeordnete Weibchen die Jungen säugen. Auch die Nahrungssuche wird der Sicherheit wegen gemeinsam in der Gruppe unternommen.

Käfer und Larven auf dem Speiseplan

Der Speiseplan besteht hauptsächlich aus Käfern, deren Larven und Termiten. Aber auch andere Wirbellose, kleine Wirbeltiere, Vogeleier und Früchte werden nicht verschmäht. Um sie aufzubrechen, werden Schneckengehäuse und Eier mit den Vorderpfoten gefasst und zwischen den Hinterbeinen hindurch gegen einen Stein geschleudert.

Zwergmangusten haben Gruppenterritorien, die bis zu 200 Termitenbauten enthalten. Sie nutzen abwechslungsweise mehrere Bauten zum Schlafen. Das Territorium wird mit dem Sekret der Wangendrüsen  oder des Analbeutels markiert. Letzteres geschieht oft aus dem Handstand.

Tiere im Allwetterzoo Münster

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  • Pelikane, Tiger, Erdmännchen & Co.: Entdecken Sie mit unseren Bildern den Allwetterzoo!

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Noch gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Schnee? Der Gepard trägt es mit Fassung.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht braun, so ein syrischer Braunbär...

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger Fedor kam im Juli 2017 in den Allwetterzoo.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein lustiges Outfit tragen die Bongos.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Ist das bequem? Ein Malaienbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bad in der Sonne: ein amerikanischer Nasenbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Hier fürchtet ihn niemand: Der Wolf ist im Zoo willkommen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nein, das juckt nicht: Ein Vogel ist auf dem Nashorn-Horn gelandet . . .

    Foto: Gunnar A. Pier
  • . . . und fliegt wieder weg.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Nachwuchs bei den Nashörnern: Amiri kam am 20. Mai 2017 zur Welt. Auf unserem Foto ist sie schon fast drei Monate alt.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Zwei Pelikane.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Pelikan.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Eine stolze Pracht trägt der Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Er ist klein, und dann duckt er sich auch noch: ein junger Straß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Im Afrika-Berich gibt es auch Defassa-Wasserböcke.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tigerin Nely wundert sich, dass das Wasser in ihrem Gehege zugewuchert ist.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Auch sie landen im Zoo: Störche.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Tiger-Dame Nely.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gar nicht rosa: ein Flamingo-Küken im Oktober 2016.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Immer auf der Hut: Erdmännchen.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein durstiger Defassa-Wasserbock.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Geduckt: ein Strauß.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kronenkranich.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Diese Wildkatze hat Punkte - also ist es ein Gepard.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine leben eigentlich an der afrikanischen West- und Südküste, deshalb finden sie es in Münster nicht viel zu warm.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bongos sehen komisch aus.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gänsegeier im Schnee

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Brillenpinguine

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Trampeltier mit Schnee-Schnute.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Syrischer Braunbär.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Gepard im Schnee.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Ein Wolf lugt hervor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Wer erkennt die Unterschiede? Die Tiger Nely (links) und Fedor.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Bauchlandung: zwei Brillenpinguine.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kaum bekannt, aber auch niedlich: ein chinesischer Muntjak.

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Kegelrobbe

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Oran Utan

    Foto: Gunnar A. Pier
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
  • Foto: Oliver Werner
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