Für Aufnahme von Corona-Patienten
Niederlande stiften Matjes als Dankeschön

Münster -

Mit dem ersten Matjes der Saison hat sich die niederländische Regierung bei einem offiziellen Besuch am UKM für die Unterstützung aus NRW während der Corona-Pandemie bedankt. Nordrhein-westfälische Krankenhäuser hatten Corona-Patienten aus dem Nachbarland aufgenommen.

Montag, 15.06.2020, 17:00 Uhr aktualisiert: 15.06.2020, 17:44 Uhr
Prof. Ernst Kuipers (v.l.), Prof. Dr. Hugo van Aken, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und sein niederländischer Kollege Martin van Rijn probieren den ersten „Nieuwe Matjes“.
Prof. Ernst Kuipers (v.l.), Prof. Dr. Hugo van Aken, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann und sein niederländischer Kollege Martin van Rijn probieren den ersten „Nieuwe Matjes“. Foto: Oliver Werner

Das erste Fass ist etwas ganz Besonderes. Denn die Übergabe dieser ersten Matjes-Heringe  der Fangsaison hat in den Niederlanden Tradition. Am Montag verteilte das „Nederlands Visbureau“ im Namen der niederländischen Regierung die holländische Spezialität an die Mitarbeiter des Universitätsklinikums ( UKM ) – als Dank dafür, dass schwer am Coronavirus erkrankte Niederländer Anfang April von Kliniken in NRW  aufgenommen worden waren. Das UKM hatte die Koordination der landesweiten Unterstützung zusammen mit dem „Erasmus Medical Center“ in Rotterdam koordiniert.

Freundschaft zwischen NRW und den Niederlanden

„Es ist mir eine große Ehre, die Menschen zu treffen, die Wichtiges geleistet haben und noch immer leisten“, sagte der niederländische Minister für Medizinische Versorgung, Martin van Rijn. Die Belastbarkeit von Beziehungen zeige sich in der Krise, und in dieser habe sich die Freundschaft zwischen NRW und den Niederlanden bewährt. „Es war für uns alle ein Schreckensbild“, erinnert sich sich Prof. Dr. Ernst Kuiper, Geschäftsführer des „Erasmus Medical Center“, an den Höhepunkt der Pandemie: „Es war unsere größte Angst, dass wir nicht genügend Intensivbetten haben würden.“

4000 Matjes für das Universitätsklinikum Münster

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  • 4000 Matjes spendierten die Niederländer dem Mitarbeitern des Uniklinikums Münster als Dank für die medizinische Unterstützung während der Corona-Pandemie.

    Foto: Oliver Werner
  • „Es ist mir eine große Ehre, die Menschen zu treffen, die wichtiges geleistet haben und noch immer leisten“, sagte der niederländische Minister für Medizinische Versorgung, Martin van Rijn.

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  • Auch der nordrhein-westfälische Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann war dabei.

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  • Auch Prof. Dr. Hugo van Aken, Ärztlicher Direktor des UKM, schaute vorbei - und griff zum Matjes.

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  • 4000 Matjes spendierten die Niederländer dem Mitarbeitern des Uniklinikums Münster als Dank für die medizinische Unterstützung während der Corona-Pandemie.

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  • Vom UKM aus wurde während der Corona-Pandemie Hilfe für das Nachbarland koordiniert. In NRW wurden zahlreiche Covid-19-Patienten aus den Niederlanden behandelt.

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  • Die Verantwortlichen dankten den Mitarbeitern des UKM für ihren Einsatz...

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  • ... und ließen sich den Matjes schmecken.

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  • Auch Oberbürgermeister Markus Lewe war dabei...

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  • .... und probierte die Fisch-Spezialität.

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  • Ärzte und Pfleger freuten sich über den kulinarischen Dank.

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Weil es in NRW hingegen genügend Kapazitäten gab, rief NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann die nordrhein-westfälischen Krankenhäuser zur Nachbarschaftshilfe auf. Er bedankte sich bei allen: „Die Krankenhäuser haben nicht danach gefragt, wie wird das bezahlt, sondern es einfach gemacht“, so Laumann.

„Unsere Kliniken waren und sind gut aufgestellt“, sagte er,  die Zahl der 6100 Intensivbetten sei auf 7800 ausgebaut worden, zum Beispiel durch die Verschiebung elektiver Operationen. Diese Kapazitäten habe man glücklicherweise nicht gebraucht. „In so einer Situation Hilfe vorzuenthalten, wäre unethisch.“

4.000 Matjes für UKM: Für die Unterstützung während der Pandemie

Niederlande bieten Unterstützung an

58 niederländische Corona-Patienten wurden in Deutschland behandelt, 49 davon in NRW. Neun Patienten seien gestorben. Die anderen seien gesund in die Heimat zurückverlegt worden, der letzte vor zwei Wochen, so Prof. Dr. Hugo van Aken, Ärztlicher Direktor des UKM. Sowohl Laumann als auch die Gäste aus den Niederlanden betonten, die Zusammenarbeit in Zukunft ausbauen zu wollen. Die Niederlande sei jederzeit bereit, NRW zu unterstützten, betonten van Rijn und Kuipers.

Laumann sagte, man habe die Lage aktuell gut im Griff, dennoch seien Abstände und das Tragen von Masken entscheidend. Er warb außerdem für die Nutzung der Corona-App, die heute vorgestellt werden soll.

Prof. Dr. Van Aken wie war das nochmal

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