Nach Tod eines 77-Jährigen
Polizei untersucht erneut möglichen Tatort

Münster -

Ende April soll ein 51-jähriger Mann einen 77-Jährigen an der Heroldstraße in Münster-Mecklenbeck mit einem Messer so schwer am Hals verletzt haben, dass der Mann später im Krankenhaus starb. Jetzt war die Polizei noch einmal am mutmaßlichen Tatort im Einsatz - auf der Suche nach einem Tatwerkzeug.

Mittwoch, 17.06.2020, 11:30 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 11:59 Uhr
Nach Tod eines 77-Jährigen: Polizei untersucht erneut möglichen Tatort
Die Polizei war mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort. Foto: Cengiz Sentürk

Die Polizei war am Mittwochmorgen an der Heroldstraße im Einsatz. Nach einem möglichen Tötungsdelikt, zu dem es Ende April gekommen ist, gab es dort "Durchsuchungsmaßnahmen auf einem freien Gelände", wie ein Sprecher der Polizei auf Anfrage bestätigte.

Ein 77-jähriger Mann wurde am Vormittag des 25. April durch einen oder mehrere Stiche im Hals so schwer verletzt , dass er später im Krankenhaus verstarb. Noch in der Nähe des mutmaßlichen Tatorts an der Heroldstraße nahmen Polizisten einen 51-Jährigen fest. Er soll den 77-Jährigen getötet und einen 27-Jährigen mit einem Hammer angegriffen und schwer verletzt haben.

Ein Richter erließ bereits einen Tag später Haftbefehl wegen Totschlags sowie wegen versuchten Totschlags in Tateinheit mit schwerer Körperverletzung gegen den 51-Jährigen. Seitdem ermittelt eine Mordkommission.

Polizei untersucht möglichen Tatort an der Heroldstraße

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  • Mit zahlreichen Einsatzkräften war die Polizei am Mittwoch an der Heroldstraße im Einsatz.

    Foto: Cengiz Sentürk
  • Das Gelände ist der mutmaßliche Tatort eines Tötungsdeliktes, der sich am 25. April ereignet haben soll.

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  • Ein 77-Jähriger wurde durch Stichverletzungen am Hals so schwer verletzt, dass er später im Krankenhaus starb. Ein 51-jähriger Tatverdächtiger wurde noch am mutmaßlichen Tattag verhaftet.

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  • Die Polizei hat am Mittwoch auf dem Gelände an der Heroldstraße nach einem Werkzeug gesucht, dass bei der Tat zum Einsatz gekommen sein soll.

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Suche in der Nähe des möglichen Tatorts

"Es handelt sich um ein laufendes Ermittlungsverfahren", erläutert Martin Botzenhardt , Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Münster am Mittwochvormittag. In der Nähe des möglichen Tatorts war die Polizei auf der Suche nach einem "weiteren Werkzeug", welches bei der Tat zum Einsatz gekommen sei. Botzenhardt betont, dass nicht die Mordwaffe gesucht werde. Die mutmaßliche Mordwaffe habe man bereits gefunden.

Kriminalhauptkommissar Joachim Poll erläuterte als Leiter der Mordkommission bereits Ende April, dass es in einer Wohnung des Mehrfamilienhauses, in dem der Beschuldigte, seine bereits im letzten Jahr verstorbene Mutter und der 77-Jährige in der Vergangenheit zusammen lebten, zu einem Streit gekommen sei.

"Im Verlauf der Auseinandersetzung soll der 51-Jährige den 77-Jährigen mit einem spitzen Gegenstand im Halsbereich verletzt haben. Außerdem soll der Münsteraner einem 27-jährigen Begleiter des später Verstorbenen leichte Verletzungen durch den Einsatz eines Hammers zugefügt haben", erklärte der Leiter der Mordkommission.

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