Spesenskandal bei der ehemaligen Sparda-Bank Münster
Zwei Millionen Schaden durch Kahl?

Münster -

Der Spesenskandal rund um den Ex-Sparda-Bank-Chef Enrico Kahl nimmt immer größere Ausmaße an. Die Schadenssumme wächst.

Donnerstag, 18.06.2020, 12:40 Uhr aktualisiert: 18.06.2020, 13:15 Uhr
Enrico Kahl
Enrico Kahl Foto: Matthias Ahlke (Archiv-Foto)

Der Schaden ist wohl noch höher als gedacht: Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Sparda-Bank Münster, Enrico Kahl , soll im Spesenskandal rund zwei Millionen Euro veruntreut haben. Das gehe aus der Anklageschrift hervor, bestätigte am Donnerstag Pressestaatsanwalt Gerald Rübsam von der Schwerpunktabteilung zur Bekämpfung der Wirtschaftskriminalität in Bielefeld, unserer Zeitung.

Hier geht es nicht um einzelne Fälle, dahinter steckte ein System.

Pressestaatsanwalt Gerald Rübsam

Auch drei weitere Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat sollen zusammen noch einige hunderttausend Euro der Sparda-Bank veruntreut haben. Bislang waren die Ermittler lediglich von einem Gesamtschaden für die Bank von 1,8 Millionen Euro ausgegangen. „Hier geht es nicht um einzelne Fälle, dahinter steckte ein System“, so Rübsam.

Anfang dieses Monats war Anklage gegen die vier beschuldigten Männer erhoben worden. Wann es vor dem Landgericht Münster zum Prozess kommt, ist weiterhin noch unklar. Die Sparda-Bank Münster ist inzwischen mit der Sparda-West in Düsseldorf fusioniert.

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