UKM passt Maßnahmen an
Kein negativer Test für Bewohner des Kreises Warendorf erforderlich

Münster -

Die Stadt Münster hat am Freitag die erweiterte Maskenpflicht für Bewohner des Kreises Warendorf aufgehoben. Auch das Uniklinikum reagiert ein der Folge und nahm zuvor beschlossene Maßnahmen zurück. Die Testkapazitäten wurden dennoch erweitert.

Freitag, 26.06.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 26.06.2020, 17:47 Uhr
UKM passt Maßnahmen an: Kein negativer Test für Bewohner des Kreises Warendorf erforderlich
Hinweisschild zur Corona-Teststelle am UKM Foto: UKM

Aufgrund der aktuellen Entwicklung des Infektionsgeschehens hat die Stadt Münster mit sofortiger Wirkung die Auflagen für Bewohner des Kreises Warendorf zurückgenommen, während diese für die Bewohner des Kreises Gütersloh weiter bestehen bleiben. 

Das UKM (Universitätsklinikum Münster) schließt sich dieser Haltung an und beschränkt daher die Notwendigkeit der Vorlage eines negativen Corona-Tests ab sofort ausschließlich noch auf die Bewohner des Kreises Gütersloh. Patienten aus dem Kreis Warendorf benötigen am UKM somit keinen negativen Test mehr, um Termine wahrnehmen zu können, heißt es in einer Mitteilung von Freitagnachmittag.

Besuche sind wieder möglich

Zudem ist auch ein Besuch durch Bewohner des Kreises Warendorf mit Zutrittserlaubnis künftig wieder möglich, für Besucher aus dem Kreis Gütersloh gelten nach wie vor eingeschränkte Regelungen, die Besucher zwingend vor ihrer Anreise in der jeweiligen Klinik abfragen sollten. Akute medizinische Notfälle werden wie bisher unabhängig von ihrem Wohnort am UKM aufgenommen. 

Am Morgen hatte das UKM mitgeteilt, dass die Testkapazitäten aufgrund der aktuellen hohen Nachfrage erweitert wurden. Testungen sind von 8 bis 20 Uhr und am Wochenende von 8 bis 16 Uhr möglich, heißt es in einer Pressemitteilung. Um Wartezeiten zu vermeiden, gilt: Patienten, die am UKM ambulant oder stationär behandelt werden, sollten sich jeweils ab 8 Uhr an der Teststelle melden. Darüber hinaus können sich ab 12 Uhr auch Bürger des Kreises Gütersloh ohne Symptome oder COVID-19-Kontakt kostenlos testen lassen.

Details zur Teststelle

Alle Details zur Corona-Teststelle des UKM (Anfahrtsadresse: Albert-Schweitzer-Straße/Höhe UKM-Psychiatrie, 48149 Münster) gibt es auf der Startseite der UKM-Website  www.ukm.de oder telefonisch unter 0251 83-55555.

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„Wir bitten jedoch um Verständnis, dass Patienten sowie Mitarbeitende aus umliegenden medizinischen Einrichtungen Vorrang haben“, erklärt Van Aken. „Etwa 200 Tests können wir pro Tag für symptomfreie Bewohner der Kreise Warendorf und Gütersloh zur Verfügung stellen, die diese zum Beispiel für den bevorstehenden Urlaub benötigen.“

Drive-In-Teststelle am UKM

Die Teststelle am UKM ist als Drive-In konzipiert, so dass die Wartezeit insbesondere bei den derzeit hohen Temperaturen im Auto verbracht werden kann. Die Testergebnisse werden vom UKM im Regelfall am Folgetag automatisch per Telefon und auf Wunsch auch per verschlüsselter E-Mail übermittelt. Unabhängig davon wird das Ergebnis innerhalb von zwei bis drei Werktagen per Post zugestellt.

Die wichtigsten Infos zum Coronavirus

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  • Immer mehr neue Fälle und Nachrichten rund um das neue Coronavirus Sars-CoV-2 - auch in Deutschland. Doch woran erkenne ich eine Infektion? Und was mache ich dann?

    Foto: dpa (Symbolbild)
  • Woran erkenne ich eine Infektion?

    Die Symptome der von dem Virus verursachten Erkrankung Covid-19 (für Corona virus disease 2019) sind laut Robert-Koch-Institut (RKI) Fieber, trockener Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit. Auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Schüttelfrost wurde berichtet. Einige Betroffene leiden zudem an Übelkeit und Durchfall. Damit ist es für Laien unmöglich, die Krankheit von der regulären Grippe oder einem grippalen Infekt zu unterscheiden, erklärt Oliver Witzke, Direktor der Klinik für Infektiologie der Universitätsmedizin Essen. Bei einem schwereren Verlauf sind Atemprobleme oder eine Lungenentzündung möglich.

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  • Wie gefährlich ist Covid-19?

    Die Krankheitsverläufe variieren laut Robert-Koch-Institut stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien mit Lungenversagen und Tod. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO verläuft die Krankheit gerade bei Kindern und jungen Erwachsenen mild. Insgesamt erkrankt nach WHO-Angaben etwa jeder fünfte Infizierte so schwer, dass er im Krankhaus behandelt werden müsse.

    Foto: dpa (Symbolbild)
  • Wie wird das Virus übertragen?

    Das neue Coronavirus ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Dies kann direkt von Mensch-zu-Mensch über die Schleimhäute geschehen oder auch indirekt über Hände, die dann mit Mund- oder Nasenschleimhaut sowie die Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden.

    Es wurden auch Fälle bekannt, in denen sich Personen bei Betroffenen angesteckt haben, die nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt hatten. Die Viren wurden auch in Stuhlproben einiger Betroffener gefunden. 

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  • Wie lange dauert die Inkubationszeit?

    Die Inkubationszeit, also die Zeit von der Ansteckung mit den Viren bis zum Ausbruch der Krankheit, kann nach Einschätzung des Robert-Koch-Instituts bis zu 14 Tage betragen. Im Durchschnitt beträgt sie der WHO zufolge 5 bis 6 Tage.

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  • Welche Verhaltensregeln gibt es?

    Personen, die (unabhängig von einer Reise) einen persönlichen Kontakt zu einer Person hatten, bei der das SARS-CoV-2-Virus im Labor nachgewiesen wurde, sollten sich unverzüglich und unabhängig von Symptomen an ihr zuständiges   Gesundheitsamt wenden. Ansonsten gilt: Hände waschen und Abstand halten. Die seit dem 23. März bundesweit geltenden Verordnungen sehen unter anderem vor, dass sich in der Öffentlichkeit niemand in größeren Gruppen als zwei Personen aufhalten darf. Das Haus darf zum Beispiel nur für den Weg zur Arbeit, zum Einkaufen, zum Arzt oder für Spaziergänge (oder Joggen) verlassen werden.

    Personen, die sich in einem  vom RKI ausgewiesenen Risikogebiet aufgehalten haben, sollten – unabhängig von Symptomen – unnötige Kontakte vermeiden und nach Möglichkeit zu Hause bleiben.

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  • Wenn Sie Symptome feststellen... 

    Betroffene sollten vor dem Gang zur Haus- oder Kinderarztpraxis unbedingt dort anrufen. Am Telefon wird das weitere Vorgehen und tatsächliche Risiko beraten. Möglich ist ein Selbsttest (Abstrich) daheim, wenn der Mediziner eine entsprechende Veranlassung sieht.

    Wer einen begründeten Verdacht hat, mit Sars-CoV-2 infiziert zu sein, sollte Kontakte meiden und zu Hause bleiben - wie auch bei der Grippe.

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  • Welche Vorsichtsmaßnahmen sollte man ergreifen?

    Wichtig außerdem, und zwar für alle: Gute Handhygiene, also regelmäßiges Waschen mit Seife. Zudem sollten die Hände vom eigenen Gesicht ferngehalten und aufs Händeschütteln verzichtet werden. Wichtig auch: Richtiges Husten und Niesen - in ein Einmaltaschentuch oder die Armbeuge also. Geschlossene Räume sollte man regelmäßig lüften.

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  • Brauche ich Atemmasken und Desinfektionsmittel?

    Atemmasken sind für gesunde Menschen nicht vorgeschrieben. Allerdings gibt es zurzeit eine Debatte, ob sie nicht doch hilfreich sind, das Virus von einer Verbreitung abzuhalten. Die Stadt Jena in Thüringen hat sie inzwischen vorgeschrieben.

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  • Noch Fragen?

    Das Robert-Koch-Institut hat eine Liste mit Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt.

    Weitere Informationen gibt es hier:

    Hotline der Stadt Münster: 0251/4921077 (Mo-Mi 8-17, Do 8-18, Fr 8-12)

    Patientenhotline der Kassenärztlichen Vereinigung: 116117

    Hotline der Bezirksregierung für Schulfragen: 0251/4114198 (Mo-Fr 8-16)

    Bürgertelefon des NRW-Gesundheitsministeriums 0211/8554774 (Mo-Fr 8-18 Uhr)

    Hotline des Bundesministerium für Gesundheit: 0800/0117722 (Mo-Do 8-18, Fr 8-12; unabhängige Patientenberatung)

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