„Vainstream Night“ tröstet Fans und sammelt Spenden
Ein einmaliger Erfolg

Münster -

Normalerweise freuen sich alle Beteiligten, wenn ein neues Konzept aufgeht. Doch bei der „Vainstream Night“ am Samstag waren sich Veranstalter, Musiker und Fans einig: So gelungen der Livestream mit Auftritten von Neaera, Sondaschule oder Mnypnk auch war – das „Vainstream“-Rockfest kann er nicht ersetzen. Immerhin: Es kam reichlich Geld für die Kinderkrebshilfe Münster zusammen.

Sonntag, 28.06.2020, 16:30 Uhr aktualisiert: 30.06.2020, 15:28 Uhr
Heimspiel vor ziemlich exklusivem Heimpublikum, dafür aber vielen Fans im Netz: die münsterische Metal-Bank Neaera
Heimspiel vor ziemlich exklusivem Heimpublikum, dafür aber vielen Fans im Netz: die münsterische Metal-Bank Neaera Foto: Björn Meyer

Eigentlich hätten am Samstagabend schon Tausende über Stunden im Hawerkamp feiern sollen, als gegen 19 Uhr die ersten Gäste an der Sputnikhalle eintreffen. Anstatt des coronabedingt abgesagten „ Vain­stream “-Rockfestes hatte Festival-Veranstalter Timo Birth dort zur kurzfristig anberaumten „Vainstream Night – Beer BBQ Livestream“ eingeladen.

75 in Sekundenschnelle verkaufte Tickets, dazu ein paar geladene Gäste – natürlich nichts im Vergleich zur ursprünglich geplanten Sause. Und doch wurde es ein denkwürdiger Abend zum Schwelgen, der am Samstag auf dem Außengelände der Sputnikhalle mit einer Art Biergartenkonzept zelebriert wurde.

Für viele der Gäste an den durchnummerierten Tischen war es nämlich das erste Mal seit Monaten, wieder in den Genuss von Livemusik zu kommen. Mit der münsterischen Metal-Band Neaera, den Ska-Punkern von Sondaschule und dem Hip-Hop-Projekt Mnypnk waren gleich mehrere Acts mit einigen ausgewählten Songs vor Ort aufgetreten, bevor auch noch Boysetsfire-Frontmann Nathan Gray live zugeschaltet wurde.

Auch die Spa-Punker von Sondaschule waren am Start, um Spenden für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln.

Auch die Spa-Punker von Sondaschule waren am Start, um Spenden für die Kinderkrebshilfe Münster zu sammeln. Foto: Foto: Björn Meyer

Auf der Bühne moderierte Ingo Donot durch den mit exklusiven „Vainstream“-Videos der vergangenen 15 Jahre unterlegten Abend, dem nicht nur die Besucher, sondern auch viele Fans im Internet via Live-Stream folgen konnten. Und genau darauf kam es nicht zuletzt auch an.

Denn der Abend war auch ein Spendenmarathon. Alle Einnahmen kommen der Kinderkrebshilfe Münster zugute. Dem ersten Kassensturz nach Mitternacht nach waren es am Ende mehrere Tausend Euro. Ein gelungenes Fest ohne Zweifel. Viele bedankten sich persönlich bei Birth für die Mühen des Teams, einen solchen Abend uneigennützig ins Leben gerufen zu haben.

Und doch nahm Ingo Donot das Fazit genau genommen bereits vorweg, als er das erste Mal die Bühne betrat. Er hoffe, so der Donots-Sänger, dass es das erste und einzige Mal bei diesem Konzept bleibe. Denn 2021, so ist die große Hoffnung von Festival-Team und -Fans, sollen schließlich wieder Tausende am Hawerkamp feiern können, wenn das „Vainstream“- Rockfest seine 15. Auflage nachholen möchte.

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