Kinder- und Jugenduni der WWU
Mit Experimenten in die Ferien starten

Münster -

"Ich freue mich total aufs Löten“, erzählt der sechsjährige Leo und schaut dabei voller Vorfreude den Lötkolben an, der vor ihm auf dem Tisch bereit steht. Später wird er damit eine elektrische Schaltung verbinden und anschließend eine Ampelschaltung programmieren.

Montag, 29.06.2020, 20:30 Uhr aktualisiert: 29.06.2020, 20:58 Uhr
Auf den Spuren von Studierenden und Wissenschaftlern: In der Q.Uni-Ferienbetreuung beschäftigen sich die Kinder mit spannenden Experimenten und Mitmach-Versuchen.
Auf den Spuren von Studierenden und Wissenschaftlern: In der Q.Uni-Ferienbetreuung beschäftigen sich die Kinder mit spannenden Experimenten und Mitmach-Versuchen. Foto: Oliver Werner

Leo nimmt, wie knapp 60 andere Kinder vom Kindergarten bis zur vierten Klasse, an der ersten von insgesamt sechs einwöchigen Q.Uni-Ferienbetreuungen der Westfälischen-Wilhelms-Universität ( WWU ) teil.

Einschränkungn durch Pandemie

Die Kinder sind auf vier Zelte im Schlossgarten aufgeteilt – eine Einschränkung, die auf die Corona-Pandemie zurückzuführen ist. „Anstatt des Q.Uni-Campus bieten wir dieses Jahr eine sechswöchige Ferienbetreuung an“, berichtet Q.Uni-Projektkoordinatorin Jessica Oertel . Denn die große Ferien-Mitmachausstellung mit verschiedenen interaktiven Exponaten sei dieses Jahr nicht möglich.

Stattdessen werden sich die Kinder in festen Gruppen für je eine Woche mit unterschiedlichen Themen beschäftigen. „Jeder Tag ist dabei von einem anderen Fachbereich der WWU inspiriert“, erzählt Jessica Oertel.

Gelötet wird etwa im Rahmen des Thementags Technik. Des Weiteren stehen Themen wie Geschichte – an dem Fossilien mit einem Hammer freigelegt werden müssen – oder Biologie auf der Tagesordnung. „Da gehen wir natürlich in den Botanischen Garten“, so Oertel. An anderen Tagen üben die Kinder ihr Rhythmusgefühl, lernen grundlegende Vokabeln fremder Sprachen und üben Plattdeutsch zu sprechen. Und beim Thementag Naturwissenschaften wandert der Blick nach oben, in die Sterne.

Experimente im Fokus

„Wir haben schon etwas die Befürchtung, dass die Konzentration mal nachlassen wird“, berichtet Oertel. Der Blick ins Innere der Zelte erinnert mehr an ein Klassenzimmer als an die interaktive Ausstellung der vergangenen Jahre. „Aber wir haben den Fokus stark auf Experimente statt auf Zuhören gelegt“, gibt sich die Projektkoordinatorin hoffnungsvoll. Zudem liegen Kisten mit Sportgeräten bereit – und wer eine Pause braucht, könne sich in die Leseecke zurückziehen. „Unsere Betreuer sind auf alles vorbereitet“.

Ein paar freie Plätze für die Q.Uni-Ferienbetreuung gibt es noch, erzählt Oertel, allerdings nur in der fünften Woche. „Doch es kann immer sein, dass kurzfristig Plätze frei werden.“

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