90 Maßnahmen in 2020
Stadt investiert 10 Millionen Euro in Radverkehr

Münster -

Es wird viel gebaut im Jahr 2020 für Münsters Radfahrer: fast 90 Maßnahmen setzt das Amt für Mobilität und Tiefbau auf einer Länge von insgesamt 45 Kilometern und einer Fläche von 200.000 Quadratmetern um, heißt es in einer Presseerklärung.

Freitag, 03.07.2020, 15:00 Uhr aktualisiert: 03.07.2020, 15:42 Uhr
90 Maßnahmen in 2020: Stadt investiert 10 Millionen Euro in Radverkehr
An der Kanalpromenade werden nach und nach weitere Abschnitte wie auf dieser Visualisierung für den komfortablen Radverkehr ausgebaut. Foto: Stadt Münster

"Es ist eine wichtige und tolle Aufgabe für uns, die Infrastruktur so herzurichten, dass die Bürgerinnen und Bürger gerne in Münster Fahrrad fahren", sagt Alexander Buttgereit , Abteilungsleiter Bau, Verkehrs- und Erhaltungsmanagement. Die Fahrradstadt nimmt für die diesjährigen Radverkehrsmaßnahmen rund 10,5 Mio Euro in die Hand: "Das sind wichtige Investitionen in eine Verkehrsinfrastruktur der Zukunft, von der viele Menschen über einen langen Zeitraum profitieren werden", begründet Stadtbaurat Robin Denstorff die intensive Arbeit an der Fahrradinfrastruktur der Stadt.

Geh- und Radwege, Wirtschaftswege

Die Baumaßnahmen betreffen sowohl Rad- und Gehwege als auch Wirtschaftswege, auf denen die künftigen Velorouten verlaufen werden. So wurde beispielsweise  im April bereits der Ashölterweg neu asphaltiert, der Teil der Veloroute nach Greven sein wird. Rund 50 gemeinsame und getrennte Geh- und Radwege mit einer Gesamtlänge von knapp 18 Kilometern stehen außerdem auf dem Programm. Zum Freibad Hiltrup gelangen Radfahrer schon jetzt über einen frisch asphaltierten Weg. An der Steinfurter Straße wird die Erneuerung des sehr in die Jahre gekommenen Radweges zwischen Grevener Straße und Wilhelmsstraße in Richtung Schlossplatz in diesem Sommer abgeschlossen. 

Fahrrad-Trends für 2020

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  • Egal ob für den täglichen Arbeitsweg oder für den Wochenendausflug ins Grüne, das Courier Lite von Siemens eignet sich sowohl für eine bequeme Nutzung in der Stadt wie auch in der freien Natur. Der geschmeidige Aluminiumrahmen ermöglicht dabei eine kinderleichte Lenkung und ein Gefühl stetiger Kontrolle. Das Courier Lite ist in einer Damen- und Herrenversion sowie einem Unisexmodel erhältlich.

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Das zweite Model der Goroc-Serie vom schweizerischen Fahrradhersteller Flyer eignet sich besonders gut für Pendler, die täglich längere Strecken zurücklegen müssen. Seine Kraft schöpft das E-Bike, welches im Mountain Bike-Style gehalten ist, dabei aus dem teilintegrierten 630-Wattstunden-Akku, welcher auch auf ausufernden Radtouren stets für ein ordentliches Tempo sorgt. Die Stabilität des Velos entspringt aus seinem Rahmen im Stille eine Geländerades, was auch bei Wind und Wetter Standhaftigkeit garantiert.

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Das Superdelite GT Rohloff HS mit GX-Option des Herstellers Riese & Müller macht seinem langen Namen alle Ehre und bietet eine großen Komfort an, der bei leidenschaftlichen Fahrradfahrern für große Augen sorgen wird. So kann das Bike der Klasse Speed-Pedelec eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erreichen, besitzt einen Doppel-Akku und  zudem insgesamt 14 Gänge, die elektronisch am Hinterrad geschaltet werden. Geschwindigkeitsenthusiasten kommen bei diesem Fahrrad vollends auf ihre Kosten.

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Wenn auch nicht so schnell wie das Speed-Pedelec, aber deutlich handlicher kommt das Upstreet 2 von Flyer daher. Das E-Bike ist durch seine Eigenschaft als Klappfahrrad extrem flexibel und trotz seiner kleinen Maße sehr flott unterwegs. Im gefalteten Zustand misst es 93 cm mal 85 cm und lässt sich so problemlos tragen und in größeren Sporttaschen verstauen. Der praktische Tiefeneinstieg erlaubt eine Nutzung des Fahrrades in allen Altersklassen und die starke Lichtanlage sorgt für eine optimale Sicherheit, sodass einem komfortablen Fahrvergnügen nichts im Wege steht.

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Das Model Treadwell von Cannondale ist dank des praktischen Frontgepäckträgers eine Entlastung für jeden, der bisher umständlich seine Einkäufe mit dem Fahrrad transportieren musste. Dementsprechend ist dieses Velo auch perfekt für den Alltagsgebrauch in der Stadt oder auch auf dem Land geeignet. Mit seiner urbanen Art spricht es vor allem die jüngeren Generationen an und strahlt dabei einen ökologischen Lifestyle aus. Die breiten Reifen und der BMX-artige Lenker sorgen zudem für eine Entlastung des Rückens, sodass auch der Transport schwerer Einkäufe kein Problem darstellt.

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Der Fahrradbauer MTB Cycletech präsentiert mit dem Mountain- und Treckingbike Traverse sein neues Sportrad, welches sich vor allem für Abenteuer abseits befestigter Straßen eignet. Das Bike richtet sich insbesondere an Adrenalinjunkies, denen auf Radwegen ein zu langsames Tempo herrscht. Dank breiter Reifen und einem stabilen Carbonrahmen entsteht eine Fahrstabilität, der auch die steilsten Abhänge nichts anhaben können. Der Unterschied zwischen Straße und Schotter sollte mit diesem Gefährt kein Hindernis mehr darstellen.  

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Die Habit Neo-Reihe von Cannondale ist das derzeitige Magnum Opus des Entwicklers, wenn es um Trecking-Fahrräder geht. Das Mountainbike mit E-Power ist dank eines leichten Carbonrahmens sehr agil und wendig zu steuern, sodass sich mögliche Hürden einer actionreichen Biketour geschickt umfahren lassen. Angetrieben vom Performance Line CX Motor von Bosch sind auch längere Ausflüge problemlos zu bewerkstelligen. Wie das Traverse-Bike, richten sich auch die Habit-Neo Modelle an eine vermehrt sportaffine Kundschaft, die hier voll auf ihre Kosten kommt.

    Foto: pressedienst-fahrrad
  • Auch für die Kleinsten sind auf der diesjährigen Eurobike allerhand Neuheiten zu finden. Eines davon ist das S-Pro 16 des deutschen Traditionsunternehmens Pucky, welches wahrscheinlich nahezu jeder durch die bekannten Trettroller kennt. Das S-Pro 16 ist ein sportlich-leichtes Kinderfahrrad, dessen einfache Handhabung garantiert, dass auch die jüngsten Fahrradfahrer bei Mama und Papas Tempo mithalten können oder diesen vielleicht sogar davonflitzen werden.  

    Foto: pressedienst-fahrrad

Kanalpromenade

Einen nicht unerheblichen Anteil an den Baumaßnahmen hat auch die Kanalpromenade, die nach und nach fahrradfreundlich ausgebaut werden soll. Im Süden vom Osttor bis zur Stadtgrenze Senden und im Norden von der Schleuse bis zur Stadtgrenze Greven fällt jeweils der Startschuss für eine komfortable und sichere Fahrradverbindung entlang des Kanals: Dort wird ab Sommer in Richtung Süden und ab Herbst in Richtung Norden die intelligente Beleuchtung installiert. Asphaltierung und Verbreiterung folgen, sobald die entsprechenden Verträge mit dem zuständigen Wasser- und Schifffahrtsamt Rheine geschlossen sind.

Rote Fahrradstraßen

Teil der langen Maßnahmenliste sind natürlich auch die neuen Fahrradstraßen. Mit der Roteinfärbung der Bismarckallee am Aasee und der Goldstraße wurde der Anfang gemacht. Die Neugestaltung weiterer Fahrradstraßen folgt noch in diesem Sommer; stets mit dem Ziel allen Verkehrsteilnehmenden zu zeigen: "Hier sind Autos zu Gast".

Für die Fahrradstraßen kommen unterschiedliche Verfahren der Roteinfärbung zum Einsatz. Die Wahl des Verfahrens richtet sich nach den örtlichen Voraussetzungen und Rahmenbedingungen. Ist die bestehende Asphaltdecke der Straße in einem guten Zustand, wird entweder eine sogenannte Rollplastik (Goldstraße) oder Epoxidharz (Bismarckallee) aufgebracht. Wenn die Asphaltdecke ohnehin erneuert werden muss, erfolgt die Umsetzung mit rotem Asphalt. Das Amt für Mobilität und Tiefbau wird die Ergebnisqualität der Verfahren jeweils bewerten und in weitere Bauvorhaben einbeziehen.

Interaktive Karte

Wo die Stadt Münster in 2020 für den Radverkehr überall baut, zeigt eine interaktive Karte auf der Internetseite des Amtes für Mobilität und Tiefbau. In einem Stadtplan werden die Maßnahmen farblich markiert und können jeweils angeklickt werden. Es öffnet sich dann ein Fenster, das Informationen zur Baumaßnahme enthält: Um welche Straße handelt es sich? Auf welcher Länge und Fläche wird gebaut? Ist die Maßnahme geplant, in Bau oder bereits fertig gestellt? Mit diesem städtischen Service können sich die Bürgerinnen und Bürger gezielt nach einzelnen Maßnahmen erkundigen oder aber einen Gesamtüberblick verschaffen.

Unter folgendem Link kann die Karte abgerufen werden: geo.stadt-muenster.de/radverkehrsmassnahmen/

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