Denkfabrik „Engineering Pro“
Unternehmen bündeln Gedanken

Münster -

Die Denkfabrik „Engineering Pro“ befasst sich mit flexiblen Lösungen im Arbeitsalltag. Vor allem die Digitalisierung ist dabei ein großes Thema. Auch kleine und mittelgroße Unternehmen können diesen Weg gezielt aufnehmen.

Dienstag, 07.07.2020, 21:00 Uhr
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung und Netzwerken sowie das Team des Projekts Enabling Networks Münsterland kamen jetzt beim ersten Treffen der Denkfabrik „Der Weg zur vernetzten Produktion“ zusammen.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wirtschaft, Forschung und Netzwerken sowie das Team des Projekts Enabling Networks Münsterland kamen jetzt beim ersten Treffen der Denkfabrik „Der Weg zur vernetzten Produktion“ zusammen. Foto: Münsterland e.V.

Die Digitalisierung bringt Mehrwerte mit sich. Doch insbesondere kleine und mittelständische Unternehmen können nicht immer direkt breit investieren, um diese Mehrwerte auch zu nutzen. Stattdessen setzen sie auf Umrüsten, Modernisieren oder Ausbauen bestehender Maschinen. Mit flexiblen Lösungen zu genau dieser Thematik sowie weitere Technologien der Zukunft befasst sich laut Pressemitteilung die Denkfabrik „Engineering Pro“ des Verbundprojekts Enabling Networks Münsterland. Die zwölf Mitglieder aus Unternehmen, der Wissenschaft und Netzwerken kamen nun erstmals im „M44 Meeting Center“ in Münster zusammen und diskutierten darüber, wie Technik und Maschinen fit für die Zukunft gemacht werden können.

„Daten sind das neue Gold“, sagt Bernd Büdding , Projektleiter von Enabling Networks Münsterland beim Münsterland e.V. „Aber viele kleine und mittelständische Unternehmen stehen vor dem Problem, dass der bestehende Maschinenpark noch super Ergebnisse produziert, nur die Sensorik noch nicht ausgereift ist“, erläutert er. Dann seien flexible Lösungen für die bestehende technologische Ausstattung gefragt – auch bekannt unter dem Begriff Retrofit. Ein weiteres Augenmerk müsse auf die intelligente Auswertung der gewonnenen Daten gelegt werden.

Das Projekt

Insgesamt entstehen innerhalb des Projekts Enabling Networks Münsterland fünf Münsterland-Denkfabriken mit Vertretern aus Unternehmen, der Forschung und regionalen Netzwerken. Darin suchen sie nach Antworten auf Fragen wie: Was brauchen die regionalen Unternehmen, um ihre Kompetenzen auszubauen und wirtschaftlich erfolgreich zur sein? Wo liegen die besonderen Chancen und innovativen Kompetenzen des Münsterlandes? Die Zukunftsbetrachtung bezieht sich dabei auf den Zeitraum der nächsten fünf bis zehn Jahre. Bis zum Jahr 2022 sollen die Denkfabriken zwei Mal pro Jahr zusammenkommen und in Workshops Zukunftsstrategien entwickeln. Informationen: ‚ 02571 949327.

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Die Teilnehmer tauschten sich nicht nur über Zukunftstechnologien sowie die Vor- und Nachteile von Retrofitting mit Blick etwa auf Ressourceneinsatz, Produktivität und Qualität aus, sondern auch über den Wert vernetzter Produktion. Hierzu gab es einen Impulsvortrag von Prof. Dr. Gerrit Sames von der Technischen Hochschule Mittelhessen.

„Wir haben im Münsterland zahlreiche Spezialisten auf dem Gebiet“, betont Dr. Heiner Kleinschneider, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Borken mbH, der für ein Grußwort zu Gast war. „Durch die Bündelung dieser Kompetenzen in der Denkfabrik können spannende Impulse für die Region und ihre Unternehmen entstehen.“ In der Denkfabrik sitzen Vertreterinnen und Vertreter folgender Unternehmen: Grunewald GmbH & Co. KG (Bocholt), Bernd Münstermann GmbH & Co. KG (Ostbevern), Parador GmbH (Coesfeld), NFT automates GmbH (Ibbenbüren), DataCake GmbH (Vreden), Lanfer Automation GmbH & Co.KG (Borken-Weseke), trilogik GmbH (Emsdetten), 2G Energy AG (Heek), Pieron GmbH (Bocholt) und BASF Coatings (Münster). Daneben wirken aus der Wissenschaft und den Netzwerken mit: Die FH Münster (Fachbereich Maschinenbau), die Westfälische Hochschule (Mechatronik Institut Bocholt), das AiR – Anwendungszentrum intelligente Robotik und die TAFH Münster GmbH.

„Natürlich gibt es noch zahlreiche weitere kompetente Unternehmen, Netzwerke und Wissenschaftler aus der Region zu dem Thema“, betont Bernd Büdding. „Allein, um noch Diskussionen und die Zusammenarbeit in Workshops zu ermöglichen, mussten wir uns bei der Auswahl begrenzen.“

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