Diskussionen um den Wochenmarkt
Streit um „Marktbiergarten“

Münster -

Der münsterische Markt wird noch mindestens sechs Wochen lang auch auf dem Prinzipalmarkt stattfinden. Diese Entscheidung und die Frage der zukünftigen Marktaufstellung sorgt auch unter unseren Lesern für Diskussionen und Streit.

Montag, 13.07.2020, 18:00 Uhr
Bierbänke und Marktstände statt Autos:
Bierbänke und Marktstände statt Autos: Foto: Karin Völker

Mindestens sechs Wochen lang wird es den münsterischen Markt in seiner entzerrten noch Form geben. Bei den Marktbeschickern stößt die Erweiterung der Fläche auf die angrenzenden Parkplätze und den Prinzipalmarkt auf geteilte Reaktionen (wir berichteten).

Ähnlich sieht es bei den Münsteranern und Marktbesuchern aus. Während die einen die vergrößerte Platzsituation loben und von entspannterem Einkaufen sprechen, kritisieren andere die verloren gegangene Atmosphäre, die schlechte Erreichbarkeit für ältere Menschen und beklagen Orientierungslosigkeit.

Forderung nach Erreichbarkeit

„Um den Markt zu besuchen, muss er auch erreichbar sein. Bitte auch an die älteren und gehbehinderten Menschen denken“, sagt Doris Docken auf unserer Facebook-Seite mit Blick auf die verloren gegangenen Parkplätze und die Busanbindung. Jutta Offermanns fordert in einem Leserbrief, der Markt müsse zu Fuß, per Fahrrad, per Bus und mit dem Auto erreichbar sein.

„Die Stände ähnlich wie vorher anordnen, sodass man sie wiederfindet und wieder die gewohnte Marktrunde machen kann“, schlägt Leserin Anna La auf Facebook vor und erläutert, ohne eine leichte Entzerrung werde es trotzdem einigen zu eng werden. Andere schließen sich an und erläutern, das frühere Gedränge am Samstag sei unangenehm gewesen. Nun sei das Einkaufen entspannter.

Sie sollten so stehen, dass es für alle gleich lukrativ ist.

Sonja Schrapp

Die gerechte Anordnung der Stände scheint der entscheidende Punkt im zukünftigen Marktkonzept zu sein. „Sie sollten so stehen, dass es für alle gleich lukrativ ist“, schreibt Sonja Schrapp bei Facebook unter einen vorherigen Markt-Artikel. Andere erinnern daran, dass einige Stände nun abseits der Laufwege liegen und damit benachteiligt werden würden. Dies könnte nach Meinung einiger Leser durch regelmäßige Rotationen der Stand-Standorte gelöst werden.

Auch der neue „Marktbiergarten“, wie Matthias Pape den Bereich auf dem westlichen Parkplatz nennt, wo nun mehrere Gastronomie-Stände angesiedelt sind, ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Heyam Al-Asmar, Mitarbeiterin eines Imbissstandes, berichtet dass frühere Gäste sie nicht mehr finden würden. Pape hingegen plädiert dafür den „Marktbiergarten“ beizubehalten.

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