Freiwilligentag in der Internationalen Fahrradwerkstatt
Mobilität für Flüchtlinge

Münster -

Die internationale Fahrradwerkstatt des Vereins Integrationsforum Münster sucht Unterstützer, die sich am Freiwilligentag einbringen wollen. Die können mit Geflüchteten Räder reparieren, aber auch bei organisatorischen Aufgaben helfen.

Donnerstag, 30.07.2020, 08:00 Uhr
Das ehrenamtliche Team der Internationalen Fahrradwerkstatt auf dem Gelände des Oxford-Quartiers freut sich auf tatkräftige Unterstützung am Freiwilligentag.
Das ehrenamtliche Team der Internationalen Fahrradwerkstatt auf dem Gelände des Oxford-Quartiers freut sich auf tatkräftige Unterstützung am Freiwilligentag. Foto: Freiwilligen-Agentur Münster

Freiwillige können am 18. September ihre Schrauber-Qualitäten unter Beweis stellen und gemeinsam mit Flüchtlingen gebrauchte Fahrräder fahrtüchtig machen. Die internationale Fahrradwerkstatt des Vereins Integrationsforum Münster sucht Unterstützer, die sich am Freiwilligentag einbringen wollen. Mit dem Fahrrad samstags zum Wochenmarkt fahren, die Kinder in die Kita oder in die Schule bringen – das Fahrrad sei für Münster identitätsstiftendes Verkehrsmittel, so die Vereinsverantwortlichen. Jeden Freitag öffnet der Verein die Werkstatt-Türen auf dem Gelände des Oxford-Quartiers.

Die Freiwilligen können bei logistischen und organisatorischen Aufgaben helfen. Am Ende des Freiwilligentags werden sich durch die Unterstützung viele glückliche Radler über ihre verkehrssicheren Räder freuen.

25 Ehrenamtliche bieten Hilfe

Die Internationale Fahrradwerkstatt startete 2015. Seitdem können sich Flüchtlinge an die etwa 25 Ehrenamtlichen rund um den Vereinsvorsitzenden Bernd Brixius wenden, wenn sie ein Fahrrad benötigen. „Das eigene Fahrrad ist ein schönes Willkommenssymbol. Es ist uns wichtig, dass der künftige Radler an der Reparatur des Rades beteiligt ist. Das gemeinsame Reparieren macht Spaß und stolz“, so Brixius. Kassenwart Dirk Hache ergänzt: „Mobilität ist wichtig und bedeutet Unabhängigkeit. Unser Ziel ist es, verkehrssichere Fahrräder für möglichst viele geflüchtete Menschen zu organisieren.“ Das Schrauber-Team hat schon über 3000 Leezen wieder in Schwung gebracht.

Die Internationale Fahrradwerkstatt hat sich auf die aktuellen Corona-Schutzvorkehrungen eingestellt. Seit Mai ist der Verein wieder aktiv. Geschraubt wird draußen, sodass sämtliche Abstandsregelungen eingehalten werden können.

Fahrradfahren ist nicht für jede und jeden so selbstverständlich wie für Münsteranerinnen und Münsteraner.

Brigitte von Schoenebeck

Schwierig sind lediglich die Fahrradkurse in Zeiten von Corona. Brigitte von Schoenebeck ist am Freiwilligentag als Ansprechpartnerin vor Ort. Sie betont: „Neben der Verkehrssicherheit ist uns die Fahrsicherheit wichtig. Fahrradfahren ist nicht für jede und jeden so selbstverständlich wie für Münsteranerinnen und Münsteraner. Wir bieten extra auch Frauenfahrradkurse an, weil wir die Erfahrung gemacht haben, dass geflüchtete Frauen sich unter Geschlechtsgenossinnen sicherer fühlen und mutiger sind, sich der neuen Herausforderung Radfahren zu stellen.“

Der achte Freiwilligentag findet am 18. und 19. September statt. Rund 30 Projekte sind dabei und hoffen auf Freiwillige, die anpacken und helfen – und vielleicht auch Spaß daran haben, sich über diesen Tag hinaus ehrenamtlich zu engagieren. Anmeldungen für die einzelnen Projekte sind möglich über die Internetseite www.freiwilligenagentur-muenster.de. Auch telefonisch können Interessierte Kontakt aufnehmen unter  0251 / 492 59 70..

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