Kontrollaktion der Polizei
Fahrradfahrerin bei Abbiegeunfall leicht verletzt

Münster -

Bei mehr als der Hälfte aller Unfälle mit Fahrradbeteiligung sind Fehler beim Abbiegen die Ursache. Auch am Donnerstag wurde dabei eine 26-jährige Radfahrerin leicht verletzt. Die Polizei hatte diese Situationen am Donnerstag genau im Blick.

Freitag, 31.07.2020, 13:00 Uhr
Kontrollaktion der Polizei: Fahrradfahrerin bei Abbiegeunfall leicht verletzt
Zur Dokumentation wurde erstmalig auch ein spezielles Krad mit Videotechnik eingesetzt. Foto: Polizei Münster

Seit Jahresbeginn verunglückten bereits mehr als 300 Radfahrer in Münster. Mit mehr als 50 Prozent sind die häufigsten Ursachen bei Unfällen mit Fahrradbeteiligung Fehler beim Abbiegen. Gerade beim Rechtsabbiegen kommt es laut einer Mitteilung der Polizei immer wieder zu gefährlichen Situationen und Unfällen zwischen Kraftfahrzeugen und Fahrrädern.

Auch am Donnerstag wurde eine 26-jährige Radfahrerin bei einem Abbiegenunfall leicht verletzt. Ein 72-jähriger Autofahrer kam von der Dechaneistraße und wollte nach rechts in die Warendorfer Straße abbiegen. Die 26-Jährige war auf dem Radweg der Warendorfer Straße in Richtung Telgte unterwegs, als das Auto sie plötzlich erfasste. Die Frau stürzte auf die Motorhaube und verletzte sich leicht.

Zwei Dutzend Verstöße in drei Stunden

Um solche Unfälle künftig zu verhindern, führte die Polizei am Donnerstag zwischen 15 und 18 Uhr Kontrollen an den Kreuzungen Am Stadtgraben/Georgskommende, Am Stadtgraben/Universitätsstraße, Neutor/Lararettstraße durch. "In drei Stunden ahndeten die Beamten insgesamt zwei Dutzend Verstöße", erläuterte Polizeioberrat Andre Niewöhner. Diese Kontrollen sind Teil des Konzepts zur Erhöhung der Verkehrssicherheit von Fahrradfahrern.

"Zur Dokumentation haben wir erstmalig auch ein spezielles Krad mit Videotechnik eingesetzt. Mit den Sequenzen wollen wir die Betroffenen nach ihrem Fehlverhalten vor allem sensibilisieren. Nur durch richtiges und rücksichtvolles Verhalten im Straßenverkehr können folgenschwere Verkehrsunfälle verhindert werden", so der Polizeioberrat in der Mitteilung.

Zwölf mal Fehler beim Abbiegen

In zwölf Fällen machten Autofahrer Fehler beim Abbiegen, ein Autofahrer war nicht angeschnallt, einer missachtete die Vorfahrt, ein weiterer fuhr über eine rote Ampel und drei telefonierten während der Fahrt. Auch das Verhalten von Fahrradfahrern hatten die Beamten im Blick. Zwei Radfahrer fuhren auf der falschen Straßenseite und drei überquerten die Straße bei Rot. Außerdem zogen die Polizisten ein nicht für den Straßenverkehr zugelassenes E-Board aus dem Verkehr.

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