Freibad Sudmühle
Corona-bedingter Besucherrückgang im Vergleich zum Vorjahr

Münster -

Die Badesaison ist von Corona geprägt. Das gilt auch für das Freibad Sudmühle. Die Schwimmvereinigung Münster verzeichnete dort starke Besucherrückgänge – mit finanziellen Folgen.

Montag, 03.08.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 03.08.2020, 09:08 Uhr
Im Schwimmerbecken des Freibads Sudmühle können Besucher in drei durch Leinen abgetrennten Bahnen – schnell, mittel und langsam – schwimmen.
Im Schwimmerbecken des Freibads Sudmühle können Besucher in drei durch Leinen abgetrennten Bahnen – schnell, mittel und langsam – schwimmen. Foto: SV Münster 91

Die Badesaison 2020 im Freibad Sudmühle stand bislang ganz im Zeichen der Corona-Pandemie, teilt die Schwimmvereinigung (SV) 91 Münster mit.

Die Besucherzahlen im Freibad Sudmühle sind wegen Corona, aber auch wegen der zuletzt schlechten Witterung stark zurückgegangen. Im Juli kamen nach Angaben der Schwimmvereinigung rund 1000 Badegäste. Im gesamten Saisonverlauf waren es bis zum 30. Juli knapp 5800 Besucher, heißt es. Der Vergleich zum Vorjahr spreche eine deutliche Sprache. „Stand 30. Juli 2019 hatten wir über 16 500 zahlende Besucher. Der Rückgang reißt natürlich ein dickes Loch in unseren Haushalt und wirft unsere Jahresplanung komplett über den Haufen“, sagt SV-Präsident Hans-Peter Leimbach. Man könne schon jetzt sagen, dass das Jahr 2020 aus finanzieller Sicht eines der schwierigsten Jahre der Vereinsgeschichte werden könne.

Der für Anfang Mai geplante Saisonauftakt musste aufgrund des gesetzlichen Verbots zunächst auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Als dann klar war, dass es ab Juni losgehen konnte, mussten zunächst in kürzester Zeit die landesrechtlichen Vorgaben in ein Pandemie-Konzept eingearbeitet werden. „Dabei haben wir die Sicherheit der Besucher und die unserer ehrenamtlichen Badeaufsichten an die Spitze aller Überlegungen gestellt“, verdeutlicht Leimbach. Und weiter: „Unser Konzept beruht, wie auch bei den städtischen Freibädern, auf den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.“

Weder Planschbecken noch Rutsche

Zum eigenen Schutz und einer schnellen Nachverfolgbarkeit möglicher Infektionsketten müssen sich die Gäste auch im Freibad Sudmühle vor Ort per Formblatt registrieren. Eine Online-Anmeldung sei nicht möglich, aber auch nicht notwendig. „Wir vergeben bis auf Weiteres keine Zeitfenster. Badezeit für die Öffentlichkeit ist werktags von 13 bis 20 Uhr, am Samstag und Sonntag von 13 bis 19 Uhr“, so Leimbach.

Die Anzahl der Besucher, die sich zeitgleich im 25-Meter-Schwimmer- und im angrenzenden Nichtschwimmerbecken aufhalten, ist begrenzt. Geboten werden im Schwimmerbecken drei durch Leinen abgetrennte und Bahnen (schnell, mittel, langsam). Zudem seien die Liegewiesen und die Beachvolleyball-Anlage geöffnet, heißt es. Auf das Planschbecken mit der Rutsche müssen die jüngsten Besucher coronabedingt verzichten. Dafür biete der Spielplatz reichlich Alternativen.

Diese Lockerungen der Corona-Regeln gelten seit dem 15. Juli

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  • Lockerungen ab Mittwoch

    In Nordrhein-Westfalen werden die Corona-Regeln an diesem Mittwoch wieder etwas gelockert. Das wird vor allem die Menschen freuen, die ein großes Fest feiern wollen. 

    Foto: Jens Kalaene
  • Erleichterungen bei Festen und Feiern

    Private Feste aus einem besonderen Anlass wie zum Beispiel Geburtstage, Taufen, Hochzeiten und Abschlussfeiern sind nun mit 150 Gästen erlaubt, also deutlich mehr als die bisherigen 50.

    Foto: Karl-Josef Hildenbrand
  • Maskenpflicht und Abstandsregeln bleiben

    Trotz dieser Lockerung gelten die drei Grundregeln weiter: Abstand halten, Mund-Nasenschutz tragen und die Nachverfolgbarkeit der Infektionsketten sicherstellen.

    Foto: Boris Roessler
  • Mehr Möglichkeiten beim Sport 

    Beim Kontaktsport in der Halle sind statt der bisher 10 dann 30 Teilnehmer erlaubt. Zuschauen dürfen bei Sportveranstaltungen 300 statt der bisher 100.

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  • Hygienekonzept ab 300 Leuten

    Bei Kultur und sonstigen Veranstaltungen muss ein Hygienekonzept erst bei 300 Teilnehmern vorgelegt werden und nicht mehr schon bei 100

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  • Änderungen in der Coronaeinreiseverordnung

    Änderungen gibt es in der Coronaeinreiseverordnung für Beschäftigte aus kritischen Infrastrukturen: Wer aus dem Sommerurlaub oder vom Verwandtschaftsbesuch aus Corona-Risikogebieten zurückkommt, ist nicht mehr automatisch von der Quarantänepflicht ausgenommen. Er ist das nur nach einem negativen Test. 

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