Pflichten für Supermarktbetreiber und Kunden
Ohne Maske kann es teuer werden

Münster -

Ein Mann kauft ohne Maske ein. Ihm könne nichts passieren, meint er. Doch er irrt – jedenfalls theoretisch.

Sonntag, 09.08.2020, 18:45 Uhr aktualisiert: 09.08.2020, 19:14 Uhr
Pflichten für Supermarktbetreiber und Kunden: Ohne Maske kann es teuer werden
Foto: dpa (Symbolbild)

Dass das öffentliche Tragen von Mund-Nasen-Schutzmasken im Zeichen der Corona-Pandemie derzeit für Jung und Alt geboten ist, sollte eigentlich selbstverständlich sein. Doch immer wieder gibt es – auch in Münster – Zeitgenossen, die sich uneinsichtig und unsolidarisch zeigen.

In einem Supermarkt in der City schritt ein solcher Mensch unlängst durch die Eingangstür. Trotz deutlicher Hinweise „Zutritt nur mit Mund- und Nasen-Bedeckung“ hielt er es nicht für notwendig, sich daran zu halten. Das Personal wies ihn darauf hin, was den Maskenverweigerer allerdings überhaupt nicht störte. Er kaufte unbeirrt einfach weiter ein. Des Markts mit Nachdruck verwiesen wurde er allerdings nicht.

Rücksichtloser Maskenverweigerer

Man brauche keine Maske, ließ der Mann verwunderte andere Kunden wissen. Beim Bezahlen ging er dann auch noch die Kassiererin an: Was das denn da solle, dass sie mit Maske und auch noch hinter einer Spuckschutztafel an der Kasse sitze?, pflaumte er die verdutzte Marktangestellte an.

Vom verärgerten Kunden hinter ihm auf sein Verhalten angesprochen wiederholte er, dass man sich vor Corona nicht schützen müsse. Das sei überflüssig. Wer so etwas behaupte, sei ein Verschwörungstheoretiker und trage „die Maske vor dem Gesicht so wie die Merkel“. Komme die Polizei, dann werde er auf keinen Fall für seinen Verstoß gegen die Corona-Regeln zahlen: „Das muss ich nicht.“

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Um eindeutige Hinweise an Türen und Fenstern kümmerte der Masken-Verweigerer sich nicht. Foto: Schubert

Verstoß gegen die Maskenpflicht: 200 Euro

Doch da irrte sich der rücksichtlose Maskenverweigerer: Wären die Polizei oder der kommunale Ordnungsdienst gerufen worden, dann hätte er nach Auskunft von Ordnungsamtleiter Martin Schulze-Werner für den Verstoß gegen die Maskenpflicht 200 Euro berappen müssen. Darüber hinaus hätte der Leiter des Supermarkts den uneinsichtigen Mann des Ladenlokals verweisen müssen. Dazu sei er eigentlich verpflichtet. Weigere der Corona-Leugner sich renitent, dann könne dies sogar den Straftatbestand des Hausfriedensbruchs erfüllen.

Laut Schulze-Werner ist es aber nicht immer adhoc möglich, dass Polizei und Ordnungsdienst Maskenverweigerer zur Rechenschaft ziehen: Sie müssten natürlich in der Nähe sein und gerade keine ihre vielfältigen anderen Aufgaben zu erfüllen haben.

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