St.-Franziskus-Hospital
Mehr Raum für Nähe schaffen

Münster -

Als Jona nach 25 Schwangerschaftswochen zur Welt kam, wog er gerade einmal 770 Gramm. Seine Drillings-Geschwister sind schon zu Hause, er noch auf der Intensivstation. Das Projekt „Mehr Raum für Nähe“ ermöglicht es seinen Eltern, jeden Tag bei ihm zu sein.

Mittwoch, 12.08.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 12.08.2020, 12:42 Uhr
Die Drillinge Theo, Klara und Jona von Familie Himmelskötter hatten einen schwierigen Start ins Leben, der vom Team des St.-Franziskus-Hospitals medizinisch bestmöglich begleitet wurde.
Die Drillinge Theo, Klara und Jona von Familie Himmelskötter hatten einen schwierigen Start ins Leben, der vom Team des St.-Franziskus-Hospitals medizinisch bestmöglich begleitet wurde. Foto: St. Franziskus-Hospital

Theo, Klara und Jona heißen die Drillinge, die seit ihrer Geburt am 20. April das Leben der Familie Himmelskötter kräftig aufmischen. Nach rund drei Monaten Behandlungszeit auf der Intensivstation konnten die beiden Älteren nach Hause entlassen werden. Seither wechseln sich Vater Kai und Mutter Romina täglich ab: Einer bleibt mit den Kleinen und Sohn Mats (fast drei) zu Hause. Der andere fährt von Ahlen nach Münster und zurück, um Jona zu besuchen und zu versorgen. Denn er musste kurz nach der Geburt operiert werden und braucht daher noch Zeit auf der Intensivstation.

Nesthäkchen als Sorgenkind

Das Trio kam mit gerade einmal 25 Schwangerschaftswochen im St. Franziskus-Hospital Münster per Kaiserschnitt auf die Welt. Der erstgeborene Theo brachte 900 Gramm auf die Waage, Schwesterchen Clara wog 695 Gramm und Nesthäkchen Jona 770 Gramm. Der Jüngste war in den nächsten Wochen das größte Sorgenkind: Es stellte sich heraus, dass Jonas Darm nicht richtig arbeitet, eine Kindspechverstopfung (Mekoniumileus) war die Ursache.

Kampagne „Mehr Raum für Nähe“

Viel Platz, Nähe zu den Eltern und eine ansprechende Umgebung sollen kranken Kindern und Jugendlichen im St.-Franziskus-Hospital künftig das Gesundwerden erleichtern. Das ist das Ziel der Spendenkampagne „Mehr Raum für Nähe“, die unsere Zeitung als Medienpartner begleitet. 3,3 Millionen Euro – etwa ein Viertel der Gesamtkosten für die Baumaßnahme – sollen in den nächsten Jahren von privaten Spendern eingehen, um damit die Gesundheit der Kinder in Münster und im Münsterland zu unterstützen. Das Spendenkonto: St. Franziskus-Hospital, DE02 4006 0265 0007 373610. www.mehr-raum-fuer-nähe.de

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Chefarzt Dr. Thomas Frank und der Leiter der kinderchirurgischen Abteilung Dr. Jean Tsokas empfahlen zunächst eine konservative Therapie und stuhlauflösende Medikamente durch eine Magensonde. Als diese keine Besserung brachte, war ein erster Eingriff unvermeidbar. „Wir fühlten uns in den aufreibenden Wochen mit vielen Aufs und Abs sehr gut aufgehoben und wurden über die anstehenden Behandlungsschritte immer informiert. Jede Frage wurde ernst genommen, das hat uns viel Sicherheit gegeben“, berichtet die 36-jährige Mutter.

Kinderchirurg Dr. Tsokas und sein Team operierten Jona, als er rund 900 Gramm wog. Heute wird Jona sowohl über die Magensonde als auch mit dem Fläschchen ernährt und ist insgesamt auf einem sehr guten Weg.

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