Antenne-Münster-Aktion „Münster sieht gelb“
Appell geht auch an Radfahrer

Münster -

Über 2500 Erstklässler wurden in dieser Woche in Münster eingeschult. Die meisten kennen sich noch nicht so gut im Straßenverkehr aus. Die Aktion „Münster sieht gelb“ erinnert daran, in diesen Tagen besonders vorsichtig zu sein.

Freitag, 14.08.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 16.08.2020, 15:21 Uhr
Schüler der Martini-Schule
Schüler der Martini-Schule Foto: Joel Hunold

Seit 2005 verteilt der lokale Radiosender „ Antenne Münster “ zu Beginn jedes Schuljahres gelbe Kappen an alle Erstklässler. So auch in diesem Jahr: Den 2500 Schulanfängern wurde die auffällige Kopfbedeckung im Rahmen der Aktion „Münster sieht gelb“ bereits im Vorfeld ausgehändigt. Die Idee dahinter: Alle Münsteraner daran erinnern, dass seit dieser Woche täglich Tausende neue Verkehrsteilnehmer in den Straßen unterwegs sind, die sich im Verkehr noch nicht sicher bewegen können. Viele Kinder müssen etwa den neuen Schulweg noch lernen. Die gelben Kappen sind dabei eine Art Warnsignal, dass hier Verkehrsanfänger unterwegs sind und besondere Vorsicht gelten sollte.

„Letztendlich geht es um die Beachtung von Regeln und wechselseitige Rücksichtnahme“, sagte Antenne- Münster-Marketingleiter Norbert Krois. Gerade jetzt sollten alle Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig fahren.

Gefahr geht auch von Radfahrern aus

„Autofahrer müssen lernen, dass Kinder und Ältere die schutzlosesten Verkehrsteilnehmer sind“, sagte Oberbürgermeister Markus Lewe , der Schirmherr der Aktion ist. Doch Lewe betonte auch die Verantwortung der vielen Fahrradfahrer in Münster. „Ein Fahrradunfall, bei dem ein kleines Kind angefahren wird, ist nicht schön und kann im schlimmsten Fall enden wie manche Autounfälle.“ Gerade die elektrisch betriebenen Fahrräder haben laut Lewe zu größeren Geschwindigkeiten geführt, weshalb er an die Fahrradfahrer appelliert, ebenso rücksichtsvoll zu sein. „Im Verkehr zu versagen, kann manchmal einmalig sein.“

Kinder stellen Denk- und Dankzettel an Autofahrer aus

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  • 2500 Erstklässler, die in dieser Woche eingeschult wurde, sind nun tägliche Teilnehmer im Straßenverkehr. Doch viele von ihnen kennen sich noch nicht so gut mit den Verkehrsregeln und dem oftmals hektischen Verkehr in Münster aus.

    Foto: Joel Hunold
  • Daher hat der münsterische Lokalradiosender Antenne Münster bereits vor Jahren die Aktion „Münster sieht gelb“ gestartet und an alle Erstklässler gelbe – und damit sehr auffällige – Kappen verteilt. Auch in diesem Jahr.

    Foto: Joel Hunold
  • Markus Lewe ist Schirmherr der Aktion. Er sagte bei der offiziellen diesjährigen Eröffnung: „Wir müssen die Unfallfallzahl null mit kleinen Kindern als Ziel haben.“

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  • Die gelbe Kappe-tragenden Schülerinnen und Schüler (hier der Martini-Schule) sollen alle Autofahrer daran erinnern, in den kommenden Wochen besonders rücksichtsvoll zu sein.

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  • Mit von der Partie bei „Münster sieht gelb“ ist auch die Polizei. Gemeinsam mit den Schülern führt sie in diesen Tagen Geschwindigkeitskontrollen durch.

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  • Das Besondere: Die Schüler verteilen Dankeszettel an jene Autofahrer, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung gehalten haben. Wer zu schnell war, bekam hingegen einen Denkzettel von den Kindern.

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  • Norbert Krois (Mitte) von Antenne Münster betonte die Besonderheit der Aktion. „Es heißt nicht „NRW sieht gelb“ oder „das „Münsterland sieht gelb, sondern „Münster sieht gelb““.

    Foto: Joel Hunold
  • Bei den angehaltenen, zumindest bei denen, die sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung behalten hatten und einen Dankeszettel erhielte, sorgte die Aktion für große Freude und Zustimmung.

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  • Doch es dauerte nicht lange, da hatte die Polizei einen Autofahrer erwischt, der mit 40 statt der erlaubten 30 km/h neben der Martini-Schule unterwegs war. Er erhielt einen Denkzettel von den Schülern, zeigte sich allerdings einsichtig.

    Foto: Joel Hunold
  • In den kommenden Tagen und Wochen heißt es also für alle, Autofahrer, Radfahrer und auch andere Verkehrsteilnehmer besonders vorsichtig zu sein, aufeinander zu achten und Rücksicht zu nehmen. Nur so können sich die Erstklässler an den Verkehr gewöhnen und sicher zur Schule und wieder nach Hause gelangen.

    Foto: Joel Hunold

Gemeinsam mit der Polizei händigten Schüler der Martini-Schule, wo die diesjährige Aktion „Münster sieht gelb“ am Freitag vorgestellt wurde, vorbeifahrenden Autofahrern wahlweise Dank- oder Denkzettel aus. Mittels eines mobilen Messgeräts wurde auf der Lotharingerstraße neben der Martini-Schule die Geschwindigkeit gemessen. Rücksichtsvollen Fahrern, die sich an die dortige Geschwindigkeitsbegrenzungen hielten, bekamen Dankzettel.

Erster Denkzettel nach wenigen Minuten

Doch nach wenigen Minuten mussten die Kappe-tragenden Kinder einem Autofahrer auch einen Denkzettel verpassen – statt der erlaubten 30 Kilometer pro Stunde war er mit mehr als 40 Kilometern pro Stunde unterwegs.

Weitere gemeinsame Geschwindigkeitskontrollen von Kindern und Polizei sind in den kommenden Tagen unter anderem an der Paul-Schneider-Schule Kinderhaus und an der Mosaik-Schule Gievenbeck geplant.

Neben Antenne Münster wird die Aktion „Münster sieht gelb“ von Brillux, den Stadtwerken, Dekra, der münsterischen Polizei und dem Schulamt unterstützt.

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