„tretty“
Tretrollerverleih per App gestartet

Münster -

Tretroller kennen viele aus ihrer Kindheit. Doch aus der Sicht eines neuen Start-ups aus Münster sind sie auch ein super Fortbewegungsmittel – weshalb das junge Unternehmen nun einen Verleihdienst mit zunächst 20 Rollern gestartet hat - und so auch die Verkehrswende beschleunigen will.

Freitag, 21.08.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 21.08.2020, 20:44 Uhr
Amir Timo Marouf (M.) ist überzeugt vom Erfolg der muskelbetriebenen Tretroller.
Amir Timo Marouf (M.) ist überzeugt vom Erfolg der muskelbetriebenen Tretroller. Foto: Joel Hunold

Eigentlich sollte es schon im Mai losgehen mit „tretty“, einem neuen Tretroller-Leihdienst. Doch nachdem die Corona-Pandemie und Produktionsrückschläge die Pläne des jungen Start-ups zunächst verzögert hatten, sind nun 20 großrädrige Tretroller in Münsters Straßen unterwegs. „Insgesamt sollen es 100 werden, die anderen sind gerade in der finalen Produktionsphase“, berichtet Geschäftsführer Amir Timo Marouf .

Die Tretroller können, ähnlich wie E-Scooter und Leihfahrräder, mittels einer App ausgeliehen werden. Im Gegensatz zu elektrisch betriebenen Tretrollern sind „trettys“ muskelbetrieben. „So ist man viel gesünder unterwegs, man bewegt sich schließlich beim Fahren“, sagt Oberbürgermeister Markus Lewe, der symbolisch am Freitag den Tretroller-Betrieb eröffnete und die erste Fahrt machen durfte. „Das ist ein sehr ökologisches Verkehrsmittel, welches super in Münster reinpasst.“

„Optimum aus ökonomischen und ökologischen Aspekten“

Hauptkonkurrent von „tretty“ werden sicherlich E-Scooter sein, auch wenn Marouf „jedes Sharing-Konzept sinnvoll findet, welches Autoverkehr reduziert“. Doch im muskelbetriebenen Tretroller sehen er und seine Mitstreiter das „Optimum aus ökonomischen und ökologischen Aspekten“.

Zielgruppe sollen Spontanfahrer und Touristen sein. Es sei allerdings schwer, eine genaue Zielgruppe abzustecken, denn laut eigenen Angaben ist „tretty“ der weltweit erste Sharing-Dienst für muskelbetriebene Tretroller. Durch eine Sondergenehmigung werden die Fahrzeuge wie Fahrräder behandelt, dürfen also auch auf Fahrradwegen fahren. Immerhin können damit je nach Antritt Geschwindigkeiten von bis zu 25 Kilometer pro Stunde erreicht werden.

Appell an Verantwortungsbewusstsein

Allerdings: Versperren bald die Tretroller, neben den bereits vorhandenen E-Scootern, Wege und Plätze? „Wir werden die Kunden darauf hinweisen, ordentlich zu parken. Aber sie müssen auch selbst Verantwortung übernehmen“, sagt Marouf.

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