Diskussionsveranstaltung zur Kommunalwahl
Wohnen offenbart Differenzen

Münster -

Wie soll die Wohnungsnot in Münster gelöst werden? Die Parteien, die zur Kommunalwahl am 13. September antreten, haben allesamt Ideen. Aber die gehen teilweise weit auseinander.

Dienstag, 01.09.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 01.09.2020, 20:10 Uhr
Mehrere Rats- und Oberbürgermeisterkandidaten haben an der Diskussion der Initiative „Wir wollen wohnen“ teilgenommen.
Mehrere Rats- und Oberbürgermeisterkandidaten haben an der Diskussion der Initiative „Wir wollen wohnen“ teilgenommen. Foto: Oliver Werner

Das Thema Wohnen gehört zu den polarisierenden Themen im münsterischen Kommunalwahlkampf. Denn während die meisten Parteien der Frage nach günstigem Wohnraum eine hohe Bedeutung einräumen, gehen die unterschiedlichen Lösungsansätze weit auseinander.

Das wurde bei einer Diskussionsveranstaltung zwischen verschiedenen Politikern, zu der das Bündnis „Wir wollen wohnen“ am Dienstag eingeladen hatte, deutlich. Während etwa SPD-Ratsherr Ludger Steinmann die Pläne seiner Partei bekräftigte, einen neuen zentrumsnahen Stadtteil bauen zu wollen. „Wer hier arbeitet, will hier auch leben“, sagte er und betonte, dass die SPD sich nicht vorwerfen lassen könne, zu wenig beim Thema wohnen getan zu haben.

Scharfe Kritik für Vorschlag der SPD

Der grüne Oberbürgermeisterkandidat Peter Todeskino kritisierte diese Pläne und auch die Kommunikationspolitik der SPD scharf, besonders weil die 6000 angepeilten am Dortmund-Ems-Kanal überhaupt nicht zu realisieren seien. Todeskino sprach sich für die Einrichtung einer Baugenossenschaft aus. In Münster gebe es viele Wohlhabende, die gewillt seien, ihrer Stadt durch den Erwerb genossenschaftlicher Anteile zu helfen.

Gotwin Elges von den Linken und Werner Szibalsky von der Bunten Liste wollen wiederum den Anteil an Sozialwohnungen deutlich erhöhen und dabei das städtische Wohnungsbauunternehmen „Wohn- und Stadtbau“ stark ausbauen. Tim Pasch, Volt, betonte, seine Partei wolle ebenfalls den Anteil an Sozialwohnungen und den Anteil an Wohnungen im Kommunalbesitz erhöhen.

Michael Krapp von der ÖDP sprach sich dafür aus, dass Münster aufhören sollte, seine Wachstumspläne zu verfolgen. Wenn es weniger Arbeitsplätze in der Stadt gebe, entspanne sich auch die Wohnungssituation.

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