Blindgänger in St. Mauritz
Evakuierung in Münster beginnt am frühen Sonntagmorgen

Münster -

Es wird die vielleicht größte Evakuierung der Stadtgeschichte: Etwa 16.000 Münsteraner müssen am Sonntag (20. September) ihre Häuser verlassen, weil gleich an fünf Stellen Blindgänger vermutet werden. Die Evakuierung beginnt bereits am frühen Morgen.

Montag, 07.09.2020, 20:20 Uhr aktualisiert: 07.09.2020, 20:24 Uhr
Blindgänger in St. Mauritz: Evakuierung in Münster beginnt am frühen Sonntagmorgen
Hohenzollernring und Rudolfstraße liegen auch im Evakuierungsbereich. Am 20. September müssen die Anwohnerinnen und Anwohner ab 8 Uhr ihre Häuser verlassen. Um10 Uhr soll die Evakuierung abgeschlossen sein. Foto: Presseamt Münster

Während der großen Evakuierung vor der möglichen Entschärfung von Blindgängern an fünf unterschiedlichen Stellen im Stadtteil Mauritz am Sonntag (20. September) müssen rund 16.000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. "Sie sollten sich auf einen Sonntag außerhalb ihres Stadtviertels vorbereiten und damit rechnen, dass sie bereits am frühen Morgen ihre Wohnungen verlassen müssen", heißt es in einer Mitteilung der Stadt. Die Evakuierung startet am Sonntagmorgen um 8 Uhr und soll bis 10 Uhr abgeschlossen sein.  

Zu Beginn der Evakuierung wird durch die Warn-App "NINA", den Hörfunk und die sozialen Medien informiert. Außerdem sind im Stadtviertel Lautsprecherfahrzeuge der Feuerwehr unterwegs, die zum Verlassen der Gebäude auffordern. Zudem erinnern in Mauritz bereits am Samstag (19. September) Lautsprecherfahrzeuge an die bevorstehende Evakuierung am Sonntag.

Rund 1000 Einsatzkräfte unterwegs

Ab 8 Uhr werden Polizei, Ordnungsamt und Feuerwehr den betroffenen Bereich sperren. Ab diesem Zeitpunkt ist nur noch ein Verlassen des Gebietes möglich. Feuerwehr und Polizei kontrollieren, ob die Häuser geräumt wurden.

An diesem Sonntag werden rund 1000 Einsatzkräfte der Hilfsorganisationen, Technisches Hilfswerk, Stadtwerke, Kampfmittelbeseitigungsdienst, Polizei und Feuerwehr aus Münster und dem Regierungsbezirk unterwegs sein.

Corona-Regeln in Notunterkünften

Für die Bewohner von Mauritz, die gar keine Möglichkeiten haben, ein Ziel außerhalb des Stadtteils anzusteuern, werden Notunterkünfte eingerichtet. Dort gelten Corona-Regeln analog zur Gastronomie. Die üblichen "AHA"-Regeln müssen eingehalten werden: Abstand, Hygiene, Alltagsmaske. "Wir wollen auf jeden Fall die Gefahr einer Ansteckung vermeiden. Die Corona-Prävention steht auch am 20. September an erster Stelle", lauten die vorbeugenden Regeln des Krisenstabs.

Stadt hat Hotline geschaltet

Zu Fragen rund um die Evakuierung und Entschärfung hat die Stadt Münster eine Hotline geschaltet. Die Hotline ist unter 0251/4928388 zu folgenden Zeiten zu erreichen: Montag bis Donnerstag von 8 bis 18 Uhr, Freitag von  8 bis 13.30 Uhr und Samstag von10 bis 14 Uhr. Am eigentlichen "Evakuierungswochenende" sind erweiterte Erreichbarkeiten Zeiten vorgesehen, die rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Vielen Fragen und Antworten zum komplexen Thema Kampfmittelfunde sind schon jetzt auf www.muenster.de zu finden. Dort gibt es auch eine Karte des Stadtteils mit Adresssuche, wo die Bewohner nachsehen können, ob sie von der Evakuierung betroffen sind.

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