Kulturverein F24
Besondere Jahrestage für die Frauenstraße

Münster -

Das F24 ist eines der berühmtesten Häuser in Münster. Im kommenden Jahr und 2023 stehen dort wichtige Jahrestage an. Die Planungen laufen bereits jetzt auf Hochtouren.

Mittwoch, 16.09.2020, 09:00 Uhr
Sie bereiten das Jubiläum vor (v.l.): Ernst Kassenbrock, Constanze Unger, Bernd Uppena, Volker Böhnlein, Joachim Hetscher (Vorsitzender des Kulturvereiuns F24), Ulla Müller, und Rita Weißenberg. 
Sie bereiten das Jubiläum vor (v.l.): Ernst Kassenbrock, Constanze Unger, Bernd Uppena, Volker Böhnlein, Joachim Hetscher (Vorsitzender des Kulturvereiuns F24), Ulla Müller, und Rita Weißenberg.  Foto: Klaus Woestmann

Zwei besondere Jahrestage stehen bald im berühmten Haus an der Frauenstraße 24 an. Am 25. März 2021 jährt sich zum 40. Mal der Tag, an dem Vertreter des Landes und der Landesentwicklungsgesellschaft ( LEG ) vor dem Rathaus in Münster den Ankauf des Hauses Frauenstraße 24 bekannt gaben. Und am 3. Oktober 2023 jährt sich der Tag der Besetzung zum 50. Mal.

Der Vorsitzende des Kulturvereins Frauenstraße 24 hat sich Ende August mit ehemaligen Hausbesetzern getroffen, um die Planungen für das Jubiläum der Hausbesetzung zu besprechen, teilt der Verein in einer Pressemitteilung mit. Eine Arbeitsgruppe des Kulturvereins beschäftigt sich schon seit Monaten mit den Planungen.

Aktivisten treffen sich in der Frauenstraße

Kurz vor dem Treffen hatte der ehemalige Städtebauminister NRW und Staatsminister im Auswärtigen Amt, Prof. Dr. Christoph Zöpel, seine Teilnahme im kommenden Jahr zugesagt, „da ich sehr gute Erinnerungen mit dieser Stadt verbinde“.

Schon jetzt steht fest, dass es vom 25. bis 28. März Aktionstage und ein Ehemaligentreffen der Aktivisten aus der Besetzungszeit geben soll. „Die Geschichte zeigt, wie vielfältig und kreativ die Aktionsformen im Kampf um den Erhalt des Hauses waren“, sagt Joachim Hetscher, Vorsitzender des Kulturvereins F24, „einige davon wollen wir im März nächsten Jahres wieder aufleben lassen.“

Aktionstag zur Wohnungsnot in Münster

So soll es am 25. März (Donnerstag) Stellungnahmen der Parteien zur Wohnungspolitik in Münster geben. Tags darauf ist eine Aktion zur Wohnungsnot in der Innenstadt geplant, und abends wollen Kulturschaffende aus der Zeit der Besetzung die Traditionsveranstaltung „Heißer Freitag“ reaktivieren. Am 27. März (Samstag) wollen die ehemaligen Besetzer gemeinsam mit den derzeitigen Bewohnern  zum „Tag der offenen Tür“ einladen, bei dem die interessierte Öffentlichkeit hinter die Fassade des Hauses schauen kann.

Zudem sollen das F24, das Schloss und weitere Gebäude in der Innenstadt mit besonderen Lichtinszenierungen angestrahlt werden. Der ehemalige Sprecher der Hausgemeinschaft F24, Bernd Uppena, erläutert, er habe in seiner Tätigkeit als Leiter des Kulturbüros in Herten gemeinsam mit Lichtkünstlern aus Tübingen die ehemalige Zeche Ewald angestrahlt und habe daher bereits Erfahrungen.

„Lesebuch“ und Dokumentarfilm

Bis zum Herbst 2023 sollen ein „Lesebuch zur Geschichte der Frauenstraße 24“ und ein Dokumentarfilm als Kinofassung produziert werden. Mit dem Stadtmuseum gibt es Gespräche für eine Ausstellung zu 50 Jahren Frauenstraße 24 im Oktober 2023. Ein Comic-Buch zur Hausbesetzung der F24 wird schon bis März 2021 als Buch im Unrast-Verlag erscheinen.

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