Südseite des Hafenbeckens
Zwei neue Bürogebäude am Wasser

Münster -

Am Hafen wird weiter gebaut. Auf der Südseite des Hafenbeckens entstehen zwei neue Bürogebäude.

Donnerstag, 24.09.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 24.09.2020, 11:10 Uhr
So soll der selbst genutzte Büroneubau der Firma Fiege aussehen. Die graue Fläche rechts markiert den
So soll der selbst genutzte Büroneubau der Firma Fiege aussehen. Foto: Kleihues & Kleihues

Hier die Details: Auf der Südseite des Stadthafens tut sich was. Der Logistikriese Fiege sowie die Ärzteversorgung Westfalen-Lippe stellten am Mittwoch im Stadthaus 3 ihre jeweiligen Pläne für den Bau neuer Bürogebäude vor. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte 2021 vorgesehen.

Fiege bebaut nach den Plänen des Architekturbüros Kleihues und Kleihues ein 4750 Quadratmeter großes Grundstück an der Wasserkante. Der Ärzteversorgung, die mit dem Architekturbüro KSP Jürgen Engel aus Braunschweig zusammenarbeitet, steht eine 3200 Quadratmeter große Fläche zur Verfügung.

Lücke zwischen Hafenkäserei und Speicher wird geschlossen

Die Bauvorhaben auf dem ehemaligen Lehnkering-Gelände schließen die Lücke zwischen der Hafenkäserei und dem alten Hill-Speicher, in den der Ruderclub und die Kulturinitiative B-Side einziehen wollen.

Die kleine Feierstunde am Mittwoch diente nicht nur dem Zweck, die Projekte der Öffentlichkeit vorzustellen, sondern auch die beiden Büros zu präsentieren, die aus den jeweiligen Architektenwettbewerben als Sieger hervorgegangen sind, sprich Kleihues und Kleihues beziehungsweise KSP.

Oberbürgermeister Markus Lewe dankte in einem Grußwort den beiden Bauherrn dafür, dass sie ihren Beitrag dazu leisteten, den „Hafen als Identifikationsort für Münster“ noch attraktiver zu gestalten. Die Grundstücke entlang der Wasserkante seien „ausgesprochen kostbar“, entsprechend wichtig sei es, sie hochwertig zu bebauen und für eine „Nutzungsdiversität“ zu sorgen.

Architekt Jan Kleihues betonte in seiner Ansprache, wie sehr es ihm beim Planen geholfen habe, zu wissen, „wer der Nutzer ist“.

Bis zu 400 Arbeitsplätze sollen entstehen

In dem Fiege-Gebäude, in dem bis zu 400 Arbeitsplätze entstehen sollen, will das Logistikunternehmen nach Auskunft der Unternehmer Jan und Felix Fiege ihre „digitalen Geschäftseinheiten“ bündeln. Dabei geht es um Themen wie E-Commerce oder Datenanalyse. 70 Prozent der Fläche will Fiege selbst nutzen, 30 Prozent an Partnerfirmen vermieten, „die zu uns passen“.

Auch die Ärzteversorgung will den Neubau selbst nutzen und dort mit ihren 120 Mitarbeitern einziehen. Das Versorgungswerk ist für die Altersversorgung von rund 60 000 Ärzten zuständig und sitzt aktuell in einem Gebäude am Aasee. Der alte Standort soll nach dem Umzug zu Wohnzwecken genutzt werden. Die Ärzteversorgung, so ihr Hauptgeschäftsführer Christian Mosel, möchte 20 Millionen Euro investieren, Fiege machte keine Angaben zur Investitionssumme.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7598467?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker