Spannung vor der Stichwahl am Sonntag
Das Duell: Lewe gegen Todeskino

Münster -

Hochspannung in Münster: Am Sonntag entscheiden gut 247.000 Wahlberechtigte, wer Oberbürgermeister wird. Die Frage lautet: Lewe oder Todeskino?

Sonntag, 27.09.2020, 17:30 Uhr aktualisiert: 27.09.2020, 17:51 Uhr
Das Duell: Amtsinhaber Markus Lewe (55, l.) möchte Oberbürgermeister bleiben, Herausforderer Peter Todeskino (61, r.)
Das Duell: Amtsinhaber Markus Lewe (55, l.) möchte Oberbürgermeister bleiben, Herausforderer Peter Todeskino (61, r.) möchte das verhindern. Foto: Matthias Ahlke

Das mit Spannung erwartete Duell um den Chefsessel im Rathaus von Münster scheint die Wählerinnen und Wähler in den Bann zu ziehen: Mehr als 80.000 Anträge auf Briefwahl verzeichnete die Stadt Münster nach eigenen Angaben bis zum Freitagmittag. „Ein Höchstrekord“, wie Wahlleiter Jürgen Kupferschmidt feststellt.

Anstrengender Wahlkampf

Wenn am Sonntag gut 247.000 Wahlberechtigte in der Stichwahl darüber entscheiden, ob der amtierende Oberbürgermeister Markus Lewe (55 Jahre, CDU) sein Amt behält oder für Peter Todeskino (61, Grüne) Platz machen muss, liegt hinter den Kontrahenten ein anstrengender und nervenaufreibender Wahlkampf. Bis Samstagabend wollen beide Bewerber dabei noch um jede Stimme kämpfen.

OB-Stichwahl: Lewe und Todeskino zum Thema Wahlkampf

Im ersten Wahlgang vor zwei Wochen lag Lewe, seit 2009 im Amt, mit 44,6 Prozent der Stimmen klar vorne. Weil er damit aber nicht die absolute Mehrheit erreichte, kommt es jetzt zur Stichwahl gegen Peter Todeskino, der mit 28,5 Prozent die zweitmeisten Stimmen bekam. Neuer Oberbürgermeister von Münster wird dabei der Kandidat mit dem größten Zuspruch im zweiten Wahlgang.

Abschluss-Pressekonferenzen

Bei ihren Abschluss-Pressekonferenzen am Freitag bemühten sich Lewe wie Todeskino noch einmal, das eigene Profil zu schärfen. Der Amtsinhaber betonte, „ein Oberbürgermeister für alle sein zu wollen“. Es brauche Klimaschutz, aber „auch ein gutes Klima zwischen Münster und dem Umland, zwischen Innenstadt und Stadtteilen“, erklärte Lewe, der angesichts von Corona auch seine Rolle als Krisen-Manager hervorhob.

OB-Stichwahl: Lewe und Todeskino zum Thema Mobilität

Herausforderer Todeskino, aktuell Chef des münsterischen Parkhausbetreibers WBI und zwischen 2005 und 2017 Dezernent für Stadtentwicklung von Kiel, warb erneut für sein Konzept einer autofreien Altstadt. Das sehr gute Abschneiden der GAL-Ratskandidaten in den citynahen Wahlkreisen wertete er als Beleg dafür, „wie wichtig mehr Aufenthaltsqualität mit weniger Autos in der Altstadt für die Menschen“ sei.

Wahlbeteiligung dürfte Rolle spielen

Für den Ausgang des Oberbürgermeister-Rennens dürfte auch die Wahlbeteiligung eine Rolle spielen. Bei der Stichwahl 2004 lag diese bei 44,9 Prozent. Offen bleibt, inwieweit die Wahlempfehlungen anderer Parteien eine Rolle spielen werden. Vor zwei Wochen lag Oberbürgermeister Lewe deutlich über dem Stimmergebnis seiner Partei, während Herausforderer Todeskino schlechter abschnitt als die Grünen bei der Ratswahl.

OB-Stichwahl: Lewe und Todeskino zum Thema Münsters Großprojekte

OB-Stichwahl: Lewe und Todeskino zum Thema Wohnen

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7602613?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker