Bislang vier Märkte sollen stattfinden
Auf Weihnachtsmärkten herrscht Maskenpflicht

Münster -

Ein Weihnachtsmarktbummel ist in diesem Jahr in Münster möglich. Aber nur mir Maske und nach scharfen Regeln.

Freitag, 02.10.2020, 18:00 Uhr
Für die Glühweinstände gelten dieselben Regeln wie in der Gastronomie.
Für die Glühweinstände gelten dieselben Regeln wie in der Gastronomie. Foto: Oliver Werner

Beim Weihnachtsmarktbummel herrscht in diesem Jahr generell Maskenpflicht. Trotz der Corona-Pandemie hat sich die Stadt mit den Veranstaltern der ursprünglich geplanten sechs Märkte auf eine Durchführung unter besonderen Bedingungen verständigt. Seit Freitag steht fest, dass zumindest vier Märkte ab 23. November stattfinden sollen: der Weihnachtsmarkt „Rund ums Rathaus“, der „Lichtermarkt“ vor St. Lamberti, das Kiepenkerl-Weihnachtsdorf und das neue Angebot am Harsewinkelplatz.

Kein Weihnachtsmarkt im Aegidiimarkt

Die Veranstalter des Giebelhüüskesmarkts wollen zeitnah eine endgültige Entscheidung darüber treffen, ob ihr Markt an der Überwasserkirche wieder über die Bühne gehen wird. Im Aegidiimarkt wird dagegen angesichts der Rahmenbedingungen in diesem Jahr kein Weihnachtsmarkt stattfinden, wie es heißt.

Wolfgang Heuer: Weihnachtsmarkt Münster soll trotz Corona stattfinden

„Weihnachtsmärkte haben einen enormen Vorteil, dass sie an der frischen Luft stattfinden“, betont Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer . Die Risiken seien mit Blick auf das Infektionsgeschehen geringer als in geschlossenen Räumen. Zugleich verweist Heuer auf die Einhaltung strikter Regeln im Sinne des Gesundheitsschutzes. „Ohne Kontrollen geht gar nichts.“

Diese Änderungen gibt es im Herbst in NRW

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  • Ab Donnerstag gilt In NRW eine neue Corona-Schutzverordnung. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann hat jetzt die neuen Regeln und Maßnahmen zum Infektionsschutz vorgestellt. Ein Überblick.

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  • Fantasie-Namen werden teuer

    Laumann teilte mit, dass das Land Nordrhein-Westfalen künftig für falsche Angaben zur Person auf den Kontaktlisten in Restaurants oder Gaststätten ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro verhängt.

    Die Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Merkel hatten am Dienstag ein Mindestbußgeld von 50 Euro vereinbart. Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hatte daraufhin für NRW ein höheres Bußgeld angekündigt.

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  • Weihnachtsmärkte unter Auflagen erlaubt

    Laut NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) werden Weihnachtsmärkte durch die neue Coronaschutz-Verordnung, die ab Donnerstag gilt, unter Auflagen erlaubt.

    Voraussetzungen seien unter anderem eine Zugangssteuerung, ein Hygienekonzept und Namenslisten für Stehtische an Glühweinständen.

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  • Geschäfte dürfen in Adventszeit sonntags öffnen

    In der Adventszeit sollen Geschäfte in Nordrhein-Westfalen sonntags von 13 bis 18 Uhr öffnen dürfen, wie Laumann mitteilte.

    Damit solle das Gedränge in Fußgängerzonen an den Adventssamstagen entzerrt werden. Es handele sich um eine einmalige Maßnahme in der Corona-Pandemie. Das Land wolle damit nicht den Sonntagsschutz aushöhlen. 

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  • Corona-Schnelltests 

    Das Land NRW will seine Corona-Teststrategie um Schnelltests erweitern. Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann sagte am Mittwoch, dass man ab 1. November Details nennen könne. Er selbst setze sehr stark auf die Tests, die innerhalb von 15 oder 30 Minuten ein Ergebnis brächten. Er rechne auch damit, dass die Gesetzlichen Krankenkassen Tests bezahlen werden.

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  • Zuschauer bei Fußballspielen je nach Infektionslage

    Die Entscheidung über die Genehmigung von Zuschauern bei Fußballspielen soll künftig spätestens am Tag vorher entsprechend des Infektionsgeschehens fallen, berichtet Laumann in Düsseldorf.

    Entscheidend sei zum Beispiel bei einem für Samstags angesetzten Spiel die Kennzahl vom Freitag. Ab dem Wert von 35 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern in sieben Tagen wären Zuschauer damit verboten. 

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  • Keine Maskenpflicht in Büros geplant

    Eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz in Büros und Behörden plant die Landesregierung in Nordrhein-Westfalen nicht. Laumann teilte mit, er sehe keinen Anlass dafür, dass es in NRW wie in Berlin allgemeine Regelungen über alle Behörden und Büros hinweg geben müsste. Corona-Infektionen am Arbeitsplatz machten nur rund sechs Prozent aller Infektionen aus. Ein größeres Risiko stellten derzeit vielmehr Feiern dar. 

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  • Private Feiern in Gaststätten ab 50 Gästen anmeldepflichtig

    Private Feiern zu herausragenden Anlässen wie Hochzeiten mit mehr als 50 Gästen müssen in Nordrhein-Westfalen künftig den Behörden gemeldet werden. Das gilt nur für Feiern außerhalb des privaten Bereichs etwa in Gaststätten. Die Feiern müssten mindestens drei Werktage vorher beim örtlichen Ordnungsamt angemeldet werden. Außerdem müsse eine für die Feier verantwortliche Person benannt werden, erläuterte Laumann. Für die Veranstaltung müsse eine Gästeliste geführt werden.

    Wichtig sei zu wissen, dass die Ordnungsämter kein Genehmigungsverfahren durchführten. Es gehe vielmehr darum, dass die Ämter Kenntnis hätten, welche Feiern in der jeweiligen Kommune stattfinden und gegebenenfalls kontrollieren könnten, ob die Corona-Auflagen eingehalten würden. Unverändert gelte die Höchstgrenze von 150 Gästen für private Feiern im öffentlichen Raum.

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  • Keine generellen Alkoholverbote

    Generelle Alkoholverbote wegen Corona soll es in NRW nicht geben. Laumann sagte, er könne sich das - wenn überhaupt - bei einem „diffusen“ Infektionsgeschehen vorstellen, bei dem man den Hergang nicht nachvollziehen könne. Dann könnte man theoretisch darüber nachdenken, an einzelnen Plätzen oder Straßen an bestimmten Tagen oder Uhrzeiten über ein Alkoholverbot nachdenken.

    Die Bundesregierung hatte Anfang der Woche den Vorschlag ins Spiel gebracht, Alkoholausschank in besonders betroffenen Regionen unter bestimmten Bedingungen befristet begrenzen lassen.

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Die als besonders kritisch gesehenen Glühweinstände müssen den gleichen Regeln folgen, die jetzt schon in der Gastronomie gelten. Namenslisten zur Kontaktverfolgung müssen geführt werden. Der Verzehr von Glühwein soll nur auf Sitzplätzen oder an Stehtischen möglich sein, wie es heißt. Außerdem sollen die Verkaufsstände räumlich eingegrenzt werden. die Gästezahl begrenzt sein. Die letzte Getränkebestellung ist um 18 Uhr möglich. Eine halbe Stunde später sollen die Märkte schließen. „Wir werden nach einigen Tagen prüfen, wie es läuft“, so Heuer, der eine Nachjustierung des Konzepts für denkbar hält.

Märkte werden entzerrt

Um eine Durchführung unter Corona-Bedingungen zu gewährleisten werden die einzelnen Märkte entzerrt: „Die Flächen werden bis zu 50 Prozent erweitert“, sagt Ordnungsamtsleiter Norbert Vechtel. Zugleich werde die Zahl der Stände um ein Drittel reduziert.

Mithilfe dieser Vorgaben hofft die Stadt auf eine sichere Durchführung der Weihnachtsmärkte. „Eine hundertprozentige Erfolgsgarantie gibt es nicht“, stellt Heuer fest. Die Weihnachtsmärkte in Münster sollen zwischen dem 23. November und 23. Dezember stattfinden.

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