Krisenstab
Münster bereitet neue Corona-Schutzmaßnahmen vor

Münster -

Der Krisenstab der Stadt Münster hat am Mittwochnachmittag weitere Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus beschlossen. Diese werden in Kraft gesetzt, sobald der sogenannte Inzidenzwert in Münster über 35 steigt.

Mittwoch, 14.10.2020, 19:32 Uhr aktualisiert: 14.10.2020, 23:21 Uhr
Krisenstab: Münster bereitet neue Corona-Schutzmaßnahmen vor
Foto: dpa (Symbolbild)

Münster ist an der Grenze. „Es ist eine Frage der Zeit, wann der Inzidenzwert über 35 steigt“, sagt der ­städtische Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer mit Blick auf den festgelegten Warnwert von 35 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Sobald das in Münster der Fall ist, gelten weitere Corona-Schutzmaßnahmen, die der Krisenstab am Mittwochnachmittag in einer knapp dreistündigen Sitzung in einer Allgemeinverfügung festgelegt hat:
1.) Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 1000 Personen werden grundsätzlich untersagt. Betroffen davon könnte das nächste Heimspiel des SC Preußen am Mittwoch (21. Oktober) sein. Der Verein hat 2700 Zuschauer beantragt. Beschränkungen könnten auf den Freizeitpark der Schausteller auf dem Schlossplatz zukommen, erst recht bei weiter steigenden Infiziertenzahlen. Der Wochenmarkt wäre nicht tangiert. Heuer: „Er ist nach der Gewerbeordnung privilegiert und wird nicht von den Restriktionen der Corona-Schutzverordnung belangt. Er muss sich allerdings selbstverständlich an die Hygienekonzepte halten.“
2.) Bei Konzerten, Auf­führungen, Sportveranstaltungen und sonstigen Ver­anstaltungen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden – auch am Sitz- oder Stehplatz. Das gilt zum Beispiel auch für das Theater.
3.) Die Maskenpflicht im Unterricht wird wieder eingeführt. Im Schulgebäude ­aller weiterführenden und berufsbildenden Schulen muss eine Mund-Nasen-Bedeckung getragen werden, sofern der 1,50-Meter-Mindestabstand nicht eingehalten werden kann. Ausgenommen ist der Sportunterricht. Auf den Schulgeländen gilt bereits eine Maskenpflicht. Die Grundschulen sind davon nicht betroffen.
4.) In geschlossenen Sporthallen müssen Zuschauer, Betreuer und Ersatzspieler Mund-Nasen-Bedeckung beim Trainings- und Wettkampfbetrieb tragen. Aktive Sportler sind ausgenommen.

Diese Corona-Regeln gelten aktuell in Nordrhein-Westfalen

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  • Auf einer Sondersitzung am Sonntag (11. Oktober) beschloss die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen verschiedene neue Maßnahmen zum Schutz vor Corona. Wir stellen die wichtigsten Neuerungen und Regeln in dieser Bilderstrecke vor.

    Foto: via www.imago-images.de
  • Private Feiern aus herausragendem Anlass, wie z.B. Hochzeiten, außerhalb des privaten Bereichs, sollen nicht mehr mit mehr als 50 Personen möglich sein, verkündete Ministerpräsident Armin Laschet am Sonntag. Liegt die 7-Tages-Inzidenz über 50 so sollen nur 25 Gäste erlaubt sein.

    Foto: colourbox
  • Weihnachtsmärkte können grundsätzlich stattfinden. Auch Stehtische mit festen Plätzen sind im Freien zugelassen. Ein Hygienekonzept ist allerdings Voraussetzung.

    Foto: dpa
  • In der Weihnachtszeit können Geschäfte an mehreren Sonntagen öffnen. So soll das Geschehen entzerrt werden. Aktuell laufen allerdings noch Gerichtsverfahren, ob dies rechtens ist.

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  • Bei falscher Angabe der Kontaktdaten (z.B. im Restaurant) droht ein Bußgeld von 250 Euro. Wird eine Feier außerhalb des privaten Bereichs mit über 50 Personen nicht ordnungsgemäß angemeldet, droht ein Bußgeld von 500 Euro.

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  • Karnevalsumzüge, Bälle und große Partys ohne Abstand sind nicht erlaubt. Möglich sind nur kleinere Kulturveranstaltungen und Besuche unter Einhaltung der Coronaschutzverordnung.

    Foto: Daniel Peter
  • Quarantäne-Regelungen: Personen, die möglicherweise infiziert sind, müssen in Quarantäne. Wer in Quarantäne ist, darf weder die Unterkunft verlassen noch Besuch empfangen. Wer sich nicht daran hält, dem droht ein Bußgeld.

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  • Wer aus einem Risikogebiet nach Deutschland einreist, muss grundsätzlich für 14 Tage in Quarantäne. Ausnahmen: Negatives Testergebnis, direkte Durchreise ohne Übernachtung, grenzüberschreitender Personen- und Warentransport oder ein anderer triftiger Einreisegrund für 72 Stunden.

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  • Mehr als 300 Zuschauer sind beim Sportveranstaltungen nur möglich, wenn ein besonderes Hygienekonzept vorliegt und die Inzidenz unter 35 liegt.

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  • Die Maskenpflicht ist in NRW bis mindestens Ende Oktober verlängert worden.

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  • Die Maskenpflicht im Unterricht gilt nicht mehr, ansonsten muss in den Schulen weiter ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

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  • Reiserückkehrer aus Risikogebieten können sich kostenlos an den Flughäfen in Düsseldorf, Köln/Bonn, Dortmund und Münster/Osnabrück testen lassen.

    Foto: Peter Steffen
  • Neu: Liegt die Inzidenz in einem Kreis über 50, so gelten neue Einschränkungen. Maximal fünf Personen aus unterschiedlichen Haushalten dürfen sich gemeinsam im öffentlichen Raum aufhalten. Zudem werden die Öffnungszeiten von Kneipen und Restaurants eingeschränkt.

    Foto: dpa


Die vier neuen Maßnahmen gelten erst, wenn die Inzidenz die 35 übersteigt. Ab sofort gilt allerdings nach der veränderten Schutzverordnung, dass bei Feiern außerhalb der eigenen Wohnung die Teilnehmerzahl auf 50 Personen begrenzt ist.
128 Münsteraner gelten aktuell als infiziert. Die Gesamtzahl ist um sechs auf 1261 gestiegen.

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