Verkehrswacht Münster gibt Tipps
Sehen und gesehen werden das A und O

Münster -

Ob morgens im Berufsverkehr oder abends in der Freizeit: Im Herbst und Winter sind Fahrradfahrer vermehrt im Dunkeln unterwegs. Die Verkehrswacht Münster empfiehlt, die Beleuchtungvorschriften ernst zu nehmen, um unnötige Unfälle zu vermeiden.

Freitag, 16.10.2020, 08:00 Uhr
In der dunklen Jahreszeit besonders wichtig: eine vollständige und funktionstüchtige Fahrradbeleuchtung.
In der dunklen Jahreszeit besonders wichtig: eine vollständige und funktionstüchtige Fahrradbeleuchtung. Foto: Verkehrswacht Münster

Gerade im Herbst sind Radfahrer vermehrt bei trübem Wetter, Dämmerung und Dunkelheit unterwegs. „Um die Sichtbarkeit zu erhöhen und das Unfallrisiko zu senken, empfehlen wir helle Kleidung und reflektierende Elemente“, so der Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster, Christoph Becker , in einer Mitteilung. „Eine funktionierende, vollständige Beleuchtung am Fahrrad ist zudem Pflicht“.

Was zur Fahrradbeleuchtung dazugehört 

Zu einer aktiven Fahrradbeleuchtung gehörten ein weißer Frontscheinwerfer und ein rotes Rücklicht, das auch eine Standlichtfunktion haben darf. Diese könnten fest installiert per Dynamo oder als Anstecklichter mit Batterie betrieben werden.

Weiter seien Rückstrahler beziehungsweise Reflektoren vorgeschrieben. Nach vorn müsse ein weißer, nach hinten ein roter Großflächenrückstrahler wirken. An die Pedale gehörten nach vorn und hinten wirkende gelbe Reflektoren, und auch die Räder bräuchten eine zur Seite abstrahlende Beleuchtung, so die Verkehrswacht.

Wir möchten, dass Sie sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen.

Christoph Becker, Geschäftsführer der Verkehrswacht Münster

„Wir möchten, dass Sie sicher durch die dunkle Jahreszeit kommen“, so Becker weiter. „Investieren Sie einige Euro, denn ihre und die Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer sind mit Geld nicht zu bezahlen.“

Wer übrigens mit mangelhafter Beleuchtung unterwegs ist oder Beleuchtungsvorschriften missachtet, riskiert ein Bußgeld von mindestens 20 Euro.

So machen Sie Ihr Rad fit für den Winter

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  • Auch wenn eine spezielle „Winterbereifung“ für Radfahrer nicht vorgeschrieben ist. Eine Investition kann sich hier durchaus lohnen, hat man mit schmalen und abgefahrenen Reifen bei Glätte sonst keine Chance. Die Gummimischung der Winterreifen wurde von den Herstellern mit Partikeln aus Siliziumkarbid besetzt, was die Lauffläche rauer macht. Maximalen Grip auf Schnee und Eis bieten Spike-Reifen.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wem extra Winterreifen oder Spikes für das Fahrrad zu teuer oder schlichtweg zu aufwendig sind, kann sich alternativ eines simplen Tricks bedienen. „Lassen sie ein wenig Luft ab“, rät David Koßmann vom Pressedienst Fahrrad.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Das A und O im Winter: eine vernünftige Beleuchtung. Doch ein bloßer „Tut’s und gut ist“-Check reicht nicht aus. Denn wer noch mit einem klassischen Seitenläufer-Dynamo unterwegs ist, sollte für den Winter lieber auf einen zuverlässigeren Naben-Dynamo umrüsten. Denn der ist weniger anfällig für Schnee und Eis, rät zumindest der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC).

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Wer sich mit dem Rad auf Schnee und Eis eher unsicher fühlt, sollte den Sattel im Winter um ein bis zwei Zentimeter absenken. So wird das Sicherheitsgefühl gestärkt, denn im Notfall kommt man mit seinen Füßen schneller auf den Boden und kann so Fahrfehler korrigieren.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Eigentlich in jeder Jahreszeit wichtig: funktionierende Bremsen. Gerade Vielfahrer sollten ihre Bremsbeläge regelmäßig kontrollieren und gegebenenfalls für den Winter erneuern. Noch ein Tipp: Auf rutschigem Untergrund am besten nicht mit der zugstarken Vorderradbremse bremsen.

    Foto: Pressedienst Fahhrad
  • Selbst wenn die Beläge auf dem neuesten Stand sind, kann es sein, dass der Griff zur Bremse keine große Wirkung zeigt. Dann sind oft die Felgenränder stark verschmutzt und sollten gesäubert werden. Danach haben auch die Bremsbeläge wieder richtig Griff.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
  • Nässe und Streusalz setzen der Fahrradkette im Winter zu. Wenn sie schon quietscht und angerostet ist, hilft oft nur noch sogenanntes Kriechöl, um die Oberflächenkorrosion wieder zu lösen. Festere Schmiermittel mit Teflon haben zwar eine bessere Schmierfähigkeit, ziehen allerdings Dreck nahezu magisch an. Die Alternative für Radler: Riemenantriebe. Hier sind die Räder statt mit einer Kette aus Metall mit einem Zahnriemen aus einem Kunststoff ausgestattet.

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  • Wer ein Pedelec hat, sollte sich im Winter um seinen Akku kümmern. Denn die in der Regel verbauten Lithium-Ionen-Batterien sind frostempfindlich, erklärt die Stiftung Warentest. Touren bei strengem Frost machen den Stromspeichern aber in der Regel nichts aus, da der Fahrstrom unterwegs für warme Akkuzellen sorgt. Schutzhüllen aus Neopren verhindern, dass der Akku bei Fahrpausen auskühlt. An kalten Tagen ist es allerdings besser, den Akku nach der Fahrt aus dem Rad zu nehmen.

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  • Ganz grundsätzlich gibt es bei der Vorbereitung seines Rades für den Winter einiges zu beachten. Allen voran sollte der Boden auf dem man schraubt, sauber sein. Abhilfe schaffen spezielle Montageständer, die nach dem Gebrauch wieder platzsparend zusammengeklappt werden können. Zudem sollte man beim Werkzeug nicht sparen. Billige Tools erfreuen sich nicht nur einer extrem kurzen Lebensdauer, sondern können Rad und Teile sogar ernsthaft beschädigen. Und im Zweifel wendet man sich am besten immer noch an den Profi.

    Foto: Pressedienst Fahrrad
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