Digitale Stadtentwicklung
Münster klettert im Smart-City-Index

Münster -

Deutliche Verbesserung um 13 Plätze: Der Verein Bitkom, Branchenverband der digitalen Industrie, führt Münster im Smart-City-Ranking auf Platz 14. In einigen Bereichen schneidet Münsters digitale Stadtplanung noch besser ab.

Freitag, 16.10.2020, 21:00 Uhr
Smart City heißt auch, Radverkehr durch Mobilitätsdaten zu verstehen.
Smart City heißt auch, Radverkehr durch Mobilitätsdaten zu verstehen. Foto: Stadt Münster / Mathias Kolta

Der Verein Bitkom , Branchenverband der digitalen Industrie, hat die zweite Ausgabe seines Smart-City-Indexes für das Jahr 2020 herausgegeben.

Dieser-Index soll ein Ranking aller 81 deutschen Großstädte im Themenfeld „Smart City“ darstellen, heißt es in einer städtischen Pressemitteilung. In der Ausgabe 2019 wurde Münster noch im soliden Mittelfeld auf Platz 27 gelistet. In der aktuellen Ausgabe konnte sich die Stadt nun deutlich um 13 Plätze auf Rang 14 verbessern.

Stadtentwicklung und Digitalisierung

Münster will sowohl mit Projekten an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Digitalisierung als auch mit digitalen Verwaltungsleistungen zu einer Smart City werden. Stadtbaurat Robin Denstorff begrüßt die Verbesserung im Bitkom-Index: „Es zeigt sich, dass mit der im September 2019 erfolgten Einrichtung der Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft der Stadtverwaltung, digitale Themen der Stadtentwicklung erfolgreich gebündelt und vorangetrieben wurden. Die gute Bewertung der Bitkom ist für uns Bestätigung dieser Arbeit und Ansporn zugleich.“

Der Smart City Index der „Bitkom Research“ analysiert und bewertet alle deutschen Städte ab 100 000 Einwohnern in den fünf Kategorien Verwaltung, IT-Infrastruktur, Energie/Umwelt, Mobilität und Gesellschaft. Die Bitkom untersuchte für jede Stadt 136 Parameter – von Online-Bürger-Services über Sharing-Angebote für Mobilität und intelligente Ampelanlagen bis hin zur Breitbandverfügbarkeit. In fast allen Bereichen konnte sich Münster deutlich verbessern. In den Kategorien „Verwaltung“, „Energie und Umwelt“ sowie „Gesellschaft“ erreichte Münster sogar einen Platz in der Top zehn, heißt es.

Der Weg, den wir eingeschlagen haben, um Münster zur Smart City zu machen, hat sich schon jetzt als richtig erwiesen.

Dr. André Wolf

Auch Dr. André Wolf, Leiter der Stabsstelle Smart City, freut sich: „Der Weg, den wir eingeschlagen haben, um Münster zur Smart City zu machen, hat sich schon jetzt als richtig erwiesen.“

Zu den aktuellen Projekten zählen zum Beispiel das sensorunterstützte Aasee-Monitoring oder die Grüne-Welle-Ampel „Leezenflow“. Im kommenden Winter startet das Projekt Thermografiebefliegung. Um den münsterschen Ansatz auch langfristig zu etablieren, entwickelt die Stabsstelle Smart City derzeit eine städtische Smart-City-Strategie.

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