Info-Offensive „Muslime gegen Rassismus“ startet am Samstag
Mit Vorurteilen aufräumen

Münster -

Mit der Info-Offensive „Muslime gegen Rassismus“ will die münsterische Ahmadiyya-Gemeinde Vorurteile abbauen und interkulturelle Verständigung fördern. An den kommenden drei Samstagen (24., 31. Oktober und 7. November) gibt es dazu Infostände in der Stadt.

Donnerstag, 22.10.2020, 21:00 Uhr aktualisiert: 23.10.2020, 20:04 Uhr
Die Info-Offensive „Muslime gegen Rassismus“ veranstalten Suhail Ahmad (l.) und Iman Shariq Amer Iftikhar in Münster.
Die Info-Offensive „Muslime gegen Rassismus“ veranstalten Suhail Ahmad (l.) und Iman Shariq Amer Iftikhar in Münster. Foto: pesa

Wenn in der Öffentlichkeit das Wort Islam fällt, dann geht es oft um Fundamentalismus oder Extremismus. Statt Dialoge und Kommunikation gibt es zunehmend Ausgrenzungen, Hass und auch Gewalt. Dieser gesellschaftlichen Entwicklung wollen die 250 Mitglieder der münsterischen Ahmadiyya-Gemeinde entgegenwirken.

Der Iman Shariq Amer Iftikhar der Bait-ul-Momin Moschee in Hiltrup stellte gemeinsam mit dem Präsidenten der Gemeinde, Suhail Ahmad, am Donnerstag die Info-Offensive „Muslime gegen Rassismus“ vor. Damit will die islamische Reformbewegung Ahmadiyya Muslim Jamaat auch in Münster Vorurteile abbauen und Verständigung fördern. Im Kampf gegen tradierte Klischees und Fake News.

„Liebe für alle – Hass für keinen – so verstehen wir die Kernbotschaft des Koran“, sagte der Iman Shariq Iftikhar im Gespräch mit dieser Zeitung. An den kommenden drei Samstagen (24., 31. Oktober und 7. November) gibt es dazu Infostände an der Ludgeristraße (gegenüber von C&A ). „Dort wollen wir mit den Menschen ins Gespräch kommen, ganz offen, um Ängste und Vorurteile abzubauen.“ Mit einer Podiumsdiskussion im Internet mit vier Gästen (am 29. Oktober um 18 Uhr, Zugangslink wird noch bekanntgegeben), Flyern und Plakaten wolle man, so der Imam weiter, den Islam in seiner Gesamtheit darstellen.

Ziel sei es, den interreligiösen Frieden und die Vielfältigkeit in der Gesellschaft zu fördern. Der Theologe versteht sich selbst als Vermittler zwischen den Religionen und Kulturen.

„Die neue Aktion soll ein Leuchtfeuer sein für ein friedliches Miteinander, zu dem sich die Ahmadi-Muslime aufgrund ihrer Glaubensgrundsätze verpflichtet fühlen“, sagte der Iman und betonte: „Barmherzigkeit, und universelles Mitgefühl sind uns wichtig. Wir verfolgen keine politischen, sondern nur spirituelle Ziele.“

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