Hiltrups Bezirksbürgermeister gestorben
Unermüdlich in seinem­ Engagement

Münster-Hiltrup -

Tiefe Betroffenheit: Hiltrups Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt ist am Samstag im Alter von 73 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

Dienstag, 27.10.2020, 09:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 12:20 Uhr
Hiltrups Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt
Hiltrups Bezirksbürgermeister Joachim Schmidt Foto: pd

Am Donnerstag kommender Woche hätte er sich zur Wiederwahl stellen wollen. Es wäre die dritte Amtszeit gewesen, die Joachim Schmidt angestrebt hätte. Seit dem Jahr 2009, seit nahezu elf Jahren, ist der CDU-Politiker Bezirksbürgermeister in Hiltrup gewesen. Am Montag wurde bekannt, dass Joachim Schmidt am Samstag im Alter von 73 Jahren einer schweren Krankheit erlegen ist.

Bis zuletzt hatte er die Hoffnung besessen, die Krankheit zu besiegen und sogar in das politische Geschehen zurückkehren zu können. Erst wenige Tage vor seinem Tod schwand sie offenbar. Gegenüber seiner Partei erklärte Schmidt vier Tage vor seinem Tod, nicht erneut für das Amt des Bezirksbürgermeisters zu kandidieren. Sein Gesundheitszustand habe sich in der vergangenen Woche rapide verschlechtert, erläuterte sein Sohn im Gespräch mit unserer Zeitung.

Freunde und politische Weggefährten reagierten mit Trauer, persönlicher Betroffenheit und Bestürzung. Er hinterlasse in Hiltrup und in der CDU-Kommunalpolitik „eine große Lücke“, erklärte der Vorsitzende der CDU-Ratsfraktion, Stefan Weber. Sein unermüdlicher Einsatz wurde in Hiltrup über die Parteigrenzen gewürdigt. Für die Menschen und ihre Anliegen habe Schmidt stets ein offenes Ohr gehabt.

Als „vorbildlichen Johanniter“ würdigte der Landesverband der Johanniter-Unfallhilfe den Verstorbenen. Joachim Schmidt, der Ehrenritter des Johanniterordens war, hatte den Aufbau der Johanniter-Akademie an der Weißenburg maßgeblich vorangetrieben, die er bis zuletzt geleitet hatte.

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