Aktion von „Ein Rucksack voll Hoffnung“
Spendenrucksäcke für Menschen in Not

Münster -

Angesichts der kommenden kalten Jahreszeit und der durch Corona erschwerten Lage hat der Verein „Ein Rucksack voll Hoffnung“ Spenden für Obdachlose gesammelt. Die jungen Ehrenamtlichen haben aber noch mehr vor, als den Bedürftigen mit Spenden zu helfen.

Dienstag, 27.10.2020, 11:00 Uhr aktualisiert: 28.10.2020, 12:20 Uhr
Am Wochenende haben die Helfer von „Ein Rucksack voll Hoffnung“ wieder Spenden für Bedürftige und Obdachlose gesammelt.
Am Wochenende haben die Helfer von „Ein Rucksack voll Hoffnung“ wieder Spenden für Bedürftige und Obdachlose gesammelt. Foto: Timo Gemmeke

Kleidung, Hygieneartikel, Schlafsäcke: Seit mehr als fünf Jahren sammeln junge Ehrenamtler aus Münster Spenden und geben sie in Rucksäcken verpackt an Bedürftige weiter. In der kalten Jahreszeit steigt der Bedarf wieder – und die Corona-Pandemie macht die Situation für viele schwieriger.

„Im Winter kommen die meisten Bedürftigen zu uns, da ist die Not generell am größten“, erklärt Timo Blaszczyk , erster Vorsitzender des Vereins „Ein Rucksack voll Hoffnung – für Münster“. Am Samstag haben die Ehrenamtlichen vor dem Priesterseminar am Domplatz wieder Spenden gesammelt – genauer: Rucksäcke. „Wir sammeln alles, was Bedürftige am dringendsten brauchen, und packen alles in einen Rucksack, den wir dann weitergeben“, erklärt Blaszczyk das Konzept.

Kristina Fuchs spendete einen Rucksack mit Kleidung und Hygieneartikeln. „Ich bin ganz zufällig auf die Aktion gestoßen und hatte quasi im gleichen Moment nach einer Aufräumaktion einen alten Rucksack übrig“, erzählt die Münsteranerin.

2014 haben die beiden Schüler Aurelius Thoß und Sebastian Jeising das Projekt ins Rollen gebracht und die ersten von mittlerweile über 300 Rucksäcken verteilt. Im Sommer diesen Jahres haben die Ehrenamtler – mittlerweile ein Team von knapp zehn Aktiven in der Organisation und 30 weiteren Helfern – einen Verein gegründet.

Ihr Engagement geht über das Sammeln und Verteilen von Spenden hinaus: „Wir wollen über das nötigste hinaus gehen, den Bedürftigen auch langfristig helfen.“ Neben Kooperationen mit anderen karitativen Einrichtungen wie dem Gertrudenhaus, dem Clemensstift oder der Bahnhofsmission leistet der Verein auch Bildungsarbeit in Schulen. „Wir wollen Schülern und Schülerinnen theoretisch und praktisch zeigen, was das Problem der Obdach- und Wohnungslosigkeit bedeutet“, so Timo Blaszczyk. Unterstützt wird der Verein dabei vom Institut für Erziehungswissenschaften der Universität (WWU) Münster.

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