Neue Pläne und neue Provisorien
Gesamtschule im Ostviertel zieht 2022 um

Münster -

Die Mathilde-Anneke-Gesamtschule wächst, muss aber bis 2022 in ihren provisorischen Räumen bleiben. Das heißt, es muss viel improvisiert werden. Stadt und Schule denken derzeit darüber nach, wie das gehen soll.

Freitag, 30.10.2020, 10:00 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 10:24 Uhr
So soll der Neubau der Mathilde-Anneke-Gesamtschule aussehen. Bis zum Umzug zu Beginn des Jahres 2022 ist die Schule aber weiter provisorisch untergebracht und muss improvisieren.
So soll der Neubau der Mathilde-Anneke-Gesamtschule aussehen. Bis zum Umzug zu Beginn des Jahres 2022 ist die Schule aber weiter provisorisch untergebracht und muss improvisieren. Foto: Büro Farwick und Grote Architekten

Der für den Sommer 2021 geplante Umzug der Mathilde-Anneke-Gesamtschule in einen Neubau verschiebt sich um eine halbes Jahr auf den Beginn des zweiten Halbjahres 2022. Das hat die Stadt Münster mitgeteilt.

Das bedeutet konkret, dass die seit 2016 bestehende Gesamtschule zum Schuljahr 2021/22 zum zweiten Mal neue Eingangsklassen bilden muss, ohne dass ihre provisorische Unterbringung in den Räumen der früheren Fürstenberghauptschule beendet wird. Gleichwohl stellt der Schuldezernent Thomas Paal klar: „Die Unterrichtsversorgung der Schülerinnen und Schüler der Mathilde-Anneke-Gesamtschule ist auch während der Interimsphase sichergestellt.“

Kattentidt : "Mehr als Ärgerlich!"

In einer Stellungnahme des GAL-Fraktionschefs Christoph Kattentidt heißt es dazu: „Die zwei Jahre später als geplante Fertigstellung der zweite Städtischen Gesamtschule ist mehr als ärgerlich.“ Bei allen berechtigten Analysen zu der Frage, „wie es zu diesen Schwierigkeiten kommen konnte“, müsse man aber das Schulleben selbst in den Mittelpunkt stellen.

Kattentidt: „Man darf nicht vergessen: die Schule gibt es ja schon.“ Gerade erst seien mit Schuljahresbeginn sechs weitere Klassen hinzugekommen. „Erste Priorität muss jetzt haben, für die Schule trotz der vielen Provisorien auch in den nächsten Jahren sehr gute Arbeitsbedingungen zu ermöglichen. Die Schule muss in die Lage versetzt werden, auch im kommenden Sommer weitere sechs Klassen der Jahrgangsstufe fünf aufzunehmen und nach ihren Vorstellungen in die bestehende Schulgemeinschaft einzugliedern.“

Schwachstelle beseitigt

Grund für monatelange Verzögerungen auf der Baustelle waren nach Auskunft des städtischen Immobiliendezernenten Matthais Peck „zeitliche Verschiebungen zwischen unserem Auftragnehmer und dessen Nachauftragnehmern“, wie das städtische Presseamt schreibt. „Inzwischen hat unser Auftragnehmer diese Schwachstellen beseitigt, sodass wir einen verbindlichen Fahrplan für die Fertigstellung der Mathilde-Anneke-Schule vertraglich vereinbaren konnten.“

Um den Schulbetrieb ab Sommer auch mit den neuen Fünftklässlern sicherzustellen, entwickelt die Stadtverwaltung nach eigenem Bekunden „gemeinsam mit der Schule unterschiedliche Interimsvarianten“. Diese müssten einerseits den Schulbetrieb, wenn auch mit Provisorien, ermöglichen, andererseits auch bis Sommer 2021 realisierbar sein.

Der Neubau wird in einer innovativen Holzbauweise errichtet. Fehlende Erfahrungen damit erschweren nach vorliegenden Informationen das Baustellenmanagement.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7654448?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F92%2F
Nachrichten-Ticker