Wartburgschule: Unterkunft für Obdachlose
Stadt sieht keine Alternative

Münster-Gievenbeck -

In den kommenden Tagen soll eine Tagesunterkunft für Obdachlose in Gievenbeck eingerichtet werden. Selbst die Organisatoren sagen, der Standort sei nicht optimal. Doch es mangelt an Alternativen.

Freitag, 30.10.2020, 20:03 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 20:10 Uhr
In der Sporthalle der Wartburg-Hauptschule wird künftig die Tagesunterkunft für Obdachlose untergebracht.
In der Sporthalle der Wartburg-Hauptschule wird künftig die Tagesunterkunft für Obdachlose untergebracht. Foto: Kay Böckling

Sogar Heinz Lembeck vom Sozialamt spricht von einem Standort, der „nicht optimal“ sei, wenn es um die Tagesunterkunft für Obdachlose geht, die vom Albersloher Weg in die Sporthalle der ehemaligen Warburg-Hauptschule an der Von-Esmarch-Straße in Gievenbeck zieht. Aber: „Wir haben keine Alternative.“

Die beiden sozialpolitischen Sprecher der Christdemokraten und Sozialdemokraten, Richard-Michael Halberstadt (CDU) sowie Maria Winkel (SPD), sind mit diesem Standort ebenfalls nicht sonderlich glücklich. Sie hätten sich eine andere Lösung gewünscht, wie die Halle Münsterland, das Jovel oder das Pfarrer-Eltrop-Heim. Das geht aus einem Fragenkatalog hervor, auf den Sozialdezernentin Cornelia Wilkens nun antwortete.

Viele Ideen, aber keine war umsetzbar

Demnach habe die Verwaltung durchaus unterschiedliche Alternativen geprüft, wie Wilkens ausführt: „Die Ideen reichten von Räumlichkeiten des Messe- und Congress-Centrums Halle Münsterland über Räumlichkeiten der Jovel Music Hall, Gebäude im Bereich der ehemaligen Oxford-Kaserne bis hin zu beheizten Festzelten.“ Keine dieser Alternativen sei umsetzbar gewesen.

Als Träger kooperiert die Stadt Münster mit dem ASB Regionalverband Münsterland, wie Wilkens schreibt: „Das Sozialamt kennt die Organisation aus der Zusammenarbeit in der Flüchtlingsbetreuung und beim Fahrdienst für Menschen mit Behinderungen.“ Durch den täglichen Auf- und Abbau sowie die Säuberungen der sanitären Anlagen befürchten die beiden Ratsmitglieder zusätzliche Kosten. Dazu die Sozialdezernentin: „Auf- und Abbau werden von den vor Ort eingesetzten Mitarbeitern übernommen, zusätzliche Kosten entstehen also nicht. Auch am Albersloher Weg/Ecke Hafengrenzweg mussten die verschiedenen Container gereinigt werden, dennoch gehen wir davon aus, dass für die Reinigungsarbeiten am neuen Standort höhere Aufwendungen entstehen werden. Die genaue Höhe ist noch nicht bekannt.“

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