Münster-"Tatort"
Auf dem Weg von "Wohlbeck" nach "Rocksell"

Münster -

Der Münsteraner schaut gern einmal hin, wenn seine Heimatstadt im TV zu sehen ist. Stichwort „Tatort“: Die Heimatverbundenheit gepaart mit einem spannenden Krimi kommt in der Westfalenmetropole oft besonders gut an. Aber es gibt manchmal auch was zu meckern – so auch in der aktuellen Folge.

Sonntag, 08.11.2020, 18:50 Uhr aktualisiert: 09.11.2020, 07:00 Uhr
Axel Prahl spricht im Tatort von „Rocksell“.
Axel Prahl spricht im Tatort von „Rocksell“. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Sonntagabend, die gesamte "Tatort"-Fangemeinde versammelt sich pünktlich nach der Tagesschau vor den TV-Geräten. Und in der kleinen westfälischen Metropole schalten Krimi-Liebhaber in zahleichen Wohnzimmern besonders gern aufs „Erste“.

Wenn Boerne ( Jan Josef Liefers ) und Thiel ( Axel Prahl ) die münstersche Innenstadt durchstreifen, um finstren Gestalten das Handwerk zu legen, ist man schließlich gern dabei. Der Zuschauer verfolgt das Geschehen, wenn es wild über Prinzipalmarkt, Domplatz oder an anderen Sehenswürdigkeiten Münsters vorbei geht. Ja, das sind wir, das ist Münster.

Häufiger kleine Ungereimtheiten

Überhaupt: Sei es der Münster-"Tatort" oder ein Wilsberg – egal: Ein bisschen Lokalkolorit im Fernsehen, das tut gut. Und da verzeiht man den Fernsehmachern doch gerne einmal die eine oder andere Ungereimtheit.

So verlaufen diverse Verfolgungsjagden auf konfusen Wegen, deren Verlauf die Vorstellungskraft eines jeden Münsteraners ziemlich weit übersteigt. Und da wird das Polizeipräsidium kurzerhand dort verortet, wo man es an wenigsten erwartet hätte. Oder auf dem Vorplatz des Schlosses gibt es ein Open-Air-Café – eigentlich eine nette Idee. Aber geschenkt, sei‘s drum, gegessen. Die Impressionen der Heimatstadt machen es wett.

Münster-Tatort: Limbus

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  • Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) findet sich im Limbus wieder. Der Herr, der hier das Sagen hat, sieht Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) zum Verwechseln ähnlich.

    Foto: WDR/Bavaria Fiction GmbH/Martin Valentin Menke
  • Mirko Schrader (Björn Mayer) Assistent von Kommissar Frank Thiel.

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  • Dr. Gärtner (Sonja Baum) behandelt Prof. Boerne auf der Intensivstation.

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  • Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) will raus aus der Welt, in die es ihn verschlagen hat.

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  • Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) spielt Schnick, Schnack, Schnuck mit dem Mann, der Kommissar Thiel (Axel Prahl, links) so ähnlich sieht.

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  • Am Tatort: Silke Haller (Christine Urspruch, Mitte) und Dr. Jens Jacoby (rechts) untersuchen, wie Markus Lauer (Sascha Nathan) ums Leben kam.

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  • Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann) besucht einen Tatort – Thiels Assistent Mirko Schrader (Björn Mayer, hinten) spricht mit den Kolleg*innen von der KTU.

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  • Niemand öffnet die Tür: Mit einer „Räuberleiter“ will Kommissar Thiel (Axel Prahl, links) in die Wohnung des Arztes Markus Lauer schauen. Eine tragende Rolle für Mirko Schrader (Björn Mayer, rechts).

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  • Im Krankenhaus: Frau Dr. Gärtner (Sonja Baum, Mitte) geleitet Silke Haller (Christine Urspruch, links) und Dr. Jens Jacoby (Hans Löw, rechts) auf die Intensivstation zu Prof. Boerne.

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  • Dort, wo Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, vorne) gerade ist, scheint es für alles ein Formular zu geben. Prof. Boerne ist verwirrt und erschöpft – Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter, hinten) wacht über ihn.

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  • Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl) in Boernes Wohnung. Der Prof. liegt schwer verletzt auf der Intensivstation.

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  • Silke Haller (Christine Urspruch, rechts) bei Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, links) auf der Intensivstation.

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  • Boernes Vertreter Dr. Jens Jacoby (Hans Löw, links) und Silke Haller (Christine Urspruch, rechts) sind in der Rechtsmedizin. Silke Haller erhält einen Anruf aus dem Krankenhaus.

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  • Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef-Liefers, rechts) und sein Vertreter Dr. Jens Jacoby (Hans Löw, links).

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  • In der Rechtsmedizin: Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) versucht, zu Silke Haller (Christine Urspruch, links) durchzudringen.

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  • Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, links) steht fassungslos an der Unfallstelle. Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts) kann gar nicht glauben, dass der Kommissar nicht auf ihn reagiert.

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  • Kaum zu glauben: Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers) völlig unversehrt an der Unfallstelle.

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  • Unfall: Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, unten) erleidet einen schweren Autounfall. Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, links) ist mit den Rettungskräften am Unfallort und ist schockiert, als er den verletzten Professor sieht.

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  • Verabschiedung: Silke Haller (Christine Urspruch, links), Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann, 2.v.l.) und Frank Thiel (Axel Prahl, 2.v.r.) verlassen das Restaurant und verabschieden Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, rechts). Seiner Urlaubsvertretung soll Silke Haller die Wohnungsschlüssel von Prof. Boerne übergeben.

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  • Prof. Karl-Friedrich Boerne (Jan Josef Liefers, links) hat etwas anzukündigen: Mit Kommissar Frank Thiel (Axel Prahl, 2.v.l.), Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann, 2.v.r.) und Silke Haller (Christine Urspruch, rechts) hat er sich in einem Restaurant verabredet.

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  • Dr. Jens Jacoby (Hans Löw) schaut durch ein Fenster in ein Lokal.

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Doch irgendwann hört der Spaß auf: Verlegten die Tatort-Macher die Folge „Das Wunder von Wolbeck“ 2012 in einem Trailer seinerzeit nach „Wohlbeck“, so rollten sich in der jüngsten "Tatort"-Folge aus Münster dem geneigten Zuschauer besonders aus Roxel (gesprochen mit langem O) am Sonntagabend die Fußnägel auf: „Auf der L529 Richtung Rocksell...“ Wie bitte? Rocksell? Oh bitte, was für ein phonetischer Fehltritt edelster Prägung!

Nicht besser als die Deutsche Bahn

Wahrscheinlich besuchte Axel Prahl einmal den münsterischen Bahnhof, Gleis zwei, Abschnitt „E“. Dort verrät die Ansage, dass man in der R63 auf dem Weg nach Coesfeld auch in „Münster-Rocksell“ Halt macht. Vielleicht kommt der gute Axel mal bei einer Tour von „Wohlbeck“ nach „Rocksell“. Dort bekommt er ein wenig phonetische Nachhilfe.

 

Chronologie der Münster-Tatorte

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  • "Limbus" heißt die Tatort-Folge aus Münster, die am 8. November ausgestrahlt wurde. Sie erreichte mit fast 13 Millionen Zuschauern einen Publikumsrekord für 2020 und ist die letzte Folge, in der Thiels Assistentin Nadeshda Krusenstern (gespielt von Friederike Kempter) zu sehen ist.

    Foto: WDR
  • "Väterchen Frost" heißt die 1113. Tatort-Episode, die am 22. Dezember 2019 ausgestrahlt wurde. In dieser Ausgabe ermitteln Boerne und Thiel im weihnachtlichen Münster nach Hinweisen eines anonymen Anrufers. Zum ersten Mal war der Westfale Torsten C. Fischer Regisseur. Das Drehbuch schrieben Stefan Cantz und Jan Hinter. 

    Foto: WDR/Martin Valentin Menke
  • In der 1107. Tatort-Episode Münster Tatort ermittelten die Kommissare den Mord am Marktmeister Wagner. Er wurde mit Zyankali versetztem Lakritz vergiftet. "Lakritz" nannten der Drehbuchautor Thorsten Wettcke dementsprechend diese Episode. Regie führte Randa Chahoud.

    Foto: WDR/Willi Weber
  • Erstmals ausgestrahlt am 17. März 2019, findet Frank Thiel (Axel Prahl) in "Spieglein, Spieglein" eine Leiche an einer Treppe hinter dem Münsteraner Dom. Die Tote ist die befreundete Staatsanwältin Wilhelmine Klemm (Mechthild Großmann). In der Folge tritt erstmals Kommissar Mirko Schrader (Björn Meyer, bekannt aus der Serie „Tatortreiniger“, Episode „Pfirsich Melba“) statt Nadeshda Krusenstern auf, deren Darstellerin Friederike Kempter  sich zum Zeitpunkt der Dreharbeiten in Mutterschutz befand. Das Drehbuch schrieb Benjamin Hessler, Regie führte Matthias Tiefenbacher.

    Foto: picture alliance/Thomas Kost/WDR/dpa
  • In der 1060. Tatort-Episode gehörte die Münsteraner Staatsanwältin Wilhelmine Klemm selbst zu den Tatverdächtigen. Klemms verhasste Nachbarin wurde ermordet und Thiel ermittelt undercover im Zoo Münster. "Schlangegrube" wurde von Stafan Cantz und Jan Hinter geschrieben. Samira Radsi leitete die Dreharbeiten. 

    Foto: Thomas Kost/WDR/ARD/dpa
  • Am 19. November 2017 flimmerten Thiel und Boerne zum 32. Mal über die deutschen Fernsehgeräte. In "Gott ist auch nur ein Mensch" drehte sich alles um die internationalen Skulpturenprojekte in Münster. In einer der Skulpturen wurde eine Leiche gefunden. Die Hinweise für den Mord fand Rechtsmediziner Boerne in einer SD-Karte. Das Drehbuch schrieb abermals Thorsten Wettke zusammen mit Christoph Silber. Lars Jessen führte Regie. 

    Foto: WDR/Wolfgang Ennenbach
  • „Fangschuss“ hieß der Münster-Tatort vom 2. April 2017. In einem mutmaßlichen Selbstmordfall finden die Kommissare Thiel und Krusenstern Hinweise auf einen Mord. Währenddessen bereitet sich Professor Boerne auf seine Jagdprüfung vor. Die Regie für diesen Fernsehfilm führte Buddy Giovinazzo nach einem Drehbuch von Hinter und Cantz.

    Foto: ARD
  • Im 30. Fall will sich der Medizinprofessor Harald Götz an Boerne rächen. Vergeblich bewarb sich Götz um Fördermittel für die Erforschung von ALS. Doch Professor Boerne gewann die finanzielle Unterstützung stattdessen. „Feierstunde“ aus dem Jahr 2016 wurde von Elke Schuch geschrieben. Die Regie führte einmal mehr Lars Jessen.

    Foto: ARD
  • Der 986. Teil der Tatort-Reihe wurde am 8. Mai 2016 von den Sendern Das Erste, ORF 2, und SRF 1 nahezu gleichzeitig ausgestrahlt. In „Ein Fuß kommt selten allein" werden die Überreste einer Frauenleiche im Wolbecker Wald gefunden. Ein abgetrennter Fuß führt die Ermittler letztlich zum Täter. Thomas Jauch führte bei den Dreharbeiten Regie. Stefan Cantz und Jan Hinter schrieben das Drehbuch.

    Foto: ARD
  • "Schwanensee" hieß der 28. Münster-Tatort. Er wurde 2015 ausgestrahlt und war mit 13,63 Millionen Zuschauern der erfolgreichste Tatort seit 1992, die am 8. November ausgestrahlte Folge "Limbus", ebenfalls aus Münster, liegt auf Platz Zwei. Boerne und Thiel ermitteln in "Schwanensee" in einer psychiatrischen Einrichtung am Aasee, wo der Leichnam der Patientin Mona Lux im Hallenbad gefunden wurde. Diesen Fernsehfilm inszenierte André Erkau basierend auf dem Drehbuchs von Christoph Silber, Thorsten Wettcke und dem Regisseur André Erkau selbst.

    Foto: Rolf Vennenbernd
  • Am 31. Mai 2015 strahlte Das Erste den Tatort "Erkläre Chimäre" das erste Mal aus. In diesem Krimi ermitteln die Ermittler zwei Morde, die für einige Verwirrungen in Boernes Familie sorgen sollten. Das Drehbuch für die dritterfolgreichste Fernsehsendung 2015 schrieben Cantz und Hinter. Regie führte Kaspar Heidelbach.

    Foto: WDR
  • In „Mord ist die beste Medizin“ aus dem Jahr 2014 versucht Kommissar Thiel einem Mord an einem Pharmazeuten aufzuklären. Währenddessen nutzt Boerne einen privaten Klinikaufenthalt für eigene Nachforschungen. Die Dreharbeiten führte Thomas Jauch nach einem Buch von Dorothee Schön. 

    Foto: ARD
  • Im 25. Fall des Ermittlerduos Thiel und Boerne wird ein einflussreicher Bauunternehmer mit Säure angegriffen und mit einem Hammer erschlagen. Bei "Der Hammer" von 2014 schrieb Lars Kraume das Drehbuch und führte Regie.

    Foto: ARD
  • "Die chinesische Prinzessin“ heißt der Münster-Tatort aus dem Jahr 2013. Eine Chinesische Künstlerin Songma (links) stellt in dieser Folge ihre Werke im LWL-Museum aus. Songma wird nach der Vernissage ermodert neben Professor Boerne gefunden. Für diese Folge führte Lars Jessen Regie. Das Drehbuch schrieb Orkun Ertener. 

    Foto: ARD
  • In der 23. Folge des Tatorts in Münster klären die Ermittler den Mord an einer Bremer Journalisten auf. Im Laufe der Ermittlungen wird dann auch noch der Schlager-Star Roman König durch Bienenstiche getötet. Mit „Summ, Summ, Summ“ schrieben Stefan Cantz und Jan Hinter das zehnte Drehbuch für einen Tatort. Regie führte Kaspar Heidelbach.

    Foto: Martin Menke/WDR
  • Mit „Das Wunder von Wolbeck“ aus dem Jahr 2012 feierten Axel Prahl und Jan Josef Liefers ihr zehnjähriges Fernsehjubiläum als Ermittlerduo Thiel und Boerne. In ihrem 22. Fall klären sie den Mord am Landarzt und Heilpraktiker Rafael Lembeck auf. Matthias Tiefenbacher führte in dieser Episode Regie. Das Drehbuch schrieb Wolfgang Stauch.   

    Foto: ARD
  • In "Hinkebein" wird der Tod einer ehemaligen Beamtin der Kriminalpolizei, Katja Braun, aufgeklärt. Bei diesem Mord gibt es Parallelen zu einem Fall, in dem Braun früher selbst ermittelte. Zusätzlich ist Boerne persönlich vom Tod sehr betroffen, weil er damals eine Affäre mit der ehemaligen Kollegin hatte. Manfred Stelzer führte in dieser 831. Episode der Tatort-Reihe Regie nach einem Drehbuch von Cantz und Hinter.

    Foto: WDR
  • Der 20. Fall von Boerne und Thiel hieß "Zwischen den Ohren" und wurde am 18. September 2011 das erste Mal ausgestrahlt. Herbert Thiel, Franks Vater, fischt beim Nachtangeln einen Fuß aus dem Dortmund-Ems-Kanal. Boerne findet raus, dass es sich bei diesem Körperteil um den Fuß seiner Jugendfreundin Susanne Clemens handelt. Das Drehbuch für diesen Tatort schrieben Thomas Wettcke und Christoph Silber. Franziska Meletzky führte Regie.

    Foto: Thomas Kost
  • In "Herrenabend" wird der Geschäftsmann Arno Berger nach einer Feier erschossen aufgefunden. Die Spuren führen Rechtsmediziner Boerne zu einem seiner alten Fälle. Damals hatte er den Tod des ehemaligen Staatssekretärs im Wirtschaftsministerium Rüdiger Klarbach fälschlicherweise festgestellt. Dieser Tatort geht auf ein Drehbuch von Magnus Vattrodt zurück. Die Dreharbeiten leitete Matthias Tiefenbacher.

    Foto: WDR
  • "Spargelzeit" heißt die 18. Ausgabe des Münsteraner Tatorts. Hier wird die Ehefrau des Spargelbauern Martin Pütz erstochen. Unter anderem wird Herbert Thiel, der Vater des Ermittlers Frank, verdächtigt, weil er zur Tatzeit Spargel klaute. Im Jahr 2010 erreichte diese nach einem Drehbuch von Jürgen Werner und Peter Zingler gedrehte Episode die höchste Tatort-Einschaltquote seit 13 Jahren. Die Regie führte Manfred Stelzer.

    Foto: WDR
  • In ihrem 17. Fall ermitteln Boerne und Thiel im Mordfall des Justizvollzugsbeamten Matthias Reinhardt. Außerdem müssen sich die beiden Ermittler aufgrund eines Wasserschadens zusammen die Toilette des Gartenhauses von Frank Thiels Vater teilen. "Der Fluch der Mumie" heißt der Fernsehfilm von 2010, der auf Grundlage einer Drehbuch von Stefan Cantz und Jan Hinter und unter der Regie von Kaspar Heidelbach gedreht wurde. 

    Foto: ARD
  • Die 745. Folge der Tatort-Reihe heißt "Tempelräuber". In diesem Tatort wird das Taxi von Vater Herbert Thiel entführt und damit dann der Regens des Priesterseminars auf dem Lambertikirchplatz tot gefahren. Prof. Boerne wird Zeuge des Vorfalls und versucht vergeblich, dem Opfer zu helfen. Eine ausgeliehen Geige Boernes bringt die Ermittler letztlich auf den Mörder. Den Fernsehfilm, in dem Matthias Tiefenbacher Regie führte, sahen 9,88 Millionen Zuschauer. Die Handlung geht auf ein Drehbuch von Magnus Vattrodt zurück.

    Foto: ARD
  • In "Höllenfahrt" entdeckt Boernes Golfpartner eine Leiche im Gebüsch. Nach einer Ermittlung mit vielen wilden Autofahrten wird Thiel aus einer Geiselnahme befreit und der Mörder letztlich gefasst. Dieser Tatort von 2009 geht auf ein Drehbuch von Matthias Seelig und Claudia Fal zurück und wurde unter der Leitung von Regisseur Tim Trageser gedreht.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • "Wolfsstunde" wurde am 9. November 2008 das erste Mal ausgestrahlt. Die Leiche der jungen Studentin Julia Braun wird gefesselt, geknebelt und nackt in ihrer Wohnung vorgefunden. Der Mörder vergewaltigte in der Vergangenheit schon mehrere Mädchen. Durch Hinweise von diesen alten Fällen können die Kommissare am Ende den Täter festnehmen. Das Drehbuch für diesen 14. Fall von Thiel und Boerne schrieben Killian Riedhof und Marc Blöbaum. Die Regie führte ebenfalls Killian Riedhof.

    Foto: Wdr Uwe Stratmann
  • Der 13. Fall des Münsteraner Duos ist die männliche Leiche des Privatdetektiven Peter Mang. Die Ermittlung führen Boerne und Thiel zu den Machenschaften der Firma Rommel. Außerdem sucht Boerne Beweise dafür, dass der Tote sein Halbbruder ist. "Krumme Hunde" aus dem Jahr 2008 wurde unter der Leitung von Manfred Stelzer und basierend auf einem Drehbuch von Hinter und Cantz gedraht. 

    Foto: WDR/Guido Engels
  • In "Satisfaktion" aus dem Jahr 2007 wird in einem Wald in der Nähe von Münster eine Skelett mit einer Bleikugel im Schädel gefunden. Die Leiche wird als Raimund Stileke, Mitglied des Corps Pomerania-Guestphalia, identifiziert. Boerne versucht unter anderem unerkannt im Millieu der schlagenden Verbindungen zu ermitteln. Thiel muss gegen einige Widerstände im Polizeipräsidium ankämpfen. Die Regie führte Manuel Flurin Hendry. Das Dehbuch schrieb Johannes W. Betz.

    Foto: WDR/Trambow
  • "Ruhe sanft!" heißt ein Tatort von Regisseur Manfred Stelzer aus dem Jahr 2007. In dieser Folge wird einer der Brüder der Bestatter Hönninger erschlagen im Bestattungsinstitut gefunden. Thiel streicht wegen der Ermittlung seinen Urlaub nach Dhaka. Am Ende des Falls entführt Boerne Thiel daher auf seinem Motorrad in die Münsteraner Natur, um den fehlenden Urlaub wieder gut zu machen. Das Drehbuch schrieben wieder mal Cantz und Hinter zusammen.

    Foto: Kirsten Neumann dpa
  • Der zehnte Teil des Tatort Münster heißt "Das zweite Gesicht" und wurde im November 2006 das erste Mal ausgestrahlt. In diesem sehr vertracktem Fall wird eine Frau ermordetet, die mithilfe von okkulten Gegenständen und gelegten Karten versuchte, die Zukunft vorherzusagen. Die Handlung stammt aus dem Drehbuch von Claudia Falk und Matthias Seelig. Die Regie führte Tim Trageser. 

    Foto: WDR
  • Zu Beginn dieses Tatorts tritt Professor Boerne auf einer Wohltätigkeitsgala auf. Während Boerne die Tochter einer Unternehmerfamilie, Helena, hypnotisiert, behauptet sie plötzlich, dass ihr Opa vergiftet wurde. Die Münsteraner Ermittler rollen daraufhin den alten Fall wieder auf und überführen Helena selbst des Mordes. "Das ewig Böse" aus dem Jahre 2006 wurde von Rainer Matsutani geschrieben. Matsutani führte außerdem auch die Regie.

    Foto: Nicole Fenneker dpa
  • "Der doppelte Lott" ist der Name der 615. Folge der Krimireihe Tatort. In dieser Episode wird ein Komiker ermordet, der sich bei seinen Auftritten gerne als ein bekannter Münsteraner Nazi-Politiker, Frieder Lott, verkleidet. Der Politiker versucht die Tat für sich politisch zu instrumentalisieren. Es stellt sich aber heraus, dass die Gründe für die Tat in Lotts dunklen Vergangenheit liegen. Die Dreharbeiten zu diesem Tatort leitete Manfred Stelzer basierend auf einem Drehbuch von Stefan Cantz und Jan Hinter. 

    Foto: ARD
  • "Der Frauenfllüsterer" heißt der Fernsehkrim von Kaspar Heidelbach aus der Tatort-Reihe. Der 2005 veröffentlichte Film zeigt den Mord des Restaurantinhabers Dietrich Röttger. Während der Ermittlungen nimmt Thiel wieder Fahrstunden, nachdem ihm damals der Führerschein wegen Trunkenheit am Steuer entzogen wurde. Die Handlung geht wieder einmal auf das Drehbuch von Cantz und Hinter zurück.

    Foto: WDR/Michael Böhme
  • Der sechste Fall des Ermittlerduos Boerne/Thiel heißt "Eine Leiche zu viel" und wurde am 5. Dezember 2004 das erste Mal ausgestrahlt. An einem Präparierkurs der Medizinischen Fakultät der Uni Münster findet sich eine Leiche mehr als vorgesehen. Die zusätzliche Tote wird als Dr. Amélie Blanc identifiziert. Zuletzt wurde sie auf einer Abschlussfeier gesehen, auf der auch Professor Boerne anwesend war. Letztlich stellt sich heraus, dass die Chefin des Anatomie-Instituts, Hanke, selbst den Mord beging. Die Regie für diesen Tatort führte Kaspar Heidelbach basierend auf dem Drehbuch von Dorothee Schön und Georg Schott. 

    Foto: WDR/Jürgen Thiele
  • In der Folge "Mörderspiele" wird ein Frauenkörper im Aasee gefunden. Die Umstände des Mords erinnern die Ermittler an den sogenannten "Rohrbach-Mord" aus dem 1950er-Jahren, der die Polizei damals stark blamierte. In letzter Sekunde können Thiel und Boerne den Fall lösen und die Staatsanwältin Wilhelmine Klemm retten. Sowohl Drehbuch als auch die Regiearbeit für "Möderspiele" stammen von Stephan Meyer.

    Foto: WDR
  • "Sag nichts" heißt der vierte Münsteraner Tatort. Am Ufer eines Sees wird der Mann von Boernes Physiotherapeutin Roswith Baermann entdeckt. Letztlich stellt sich Kaninchenzüchter Henner als der Mörder heraus. Das Drehbuch für diese Folge schrieb Hans Christian Laaber. Die Regie führte Lars Kraume.

    Foto: SWR/WDR/Michael Böhme
  • Die 543. Folge des Tatorts heißt "Dreimal schwarzer Kater" von Buddy Giovinazzo. In dieser Episode wird ein 500 Jahre altes Skelett entdeckt, das Professorf Boerne mithilfe modernster Technik zu untersuchen beginnt. Während dieser Untersuchen kommt ein aktueller Leichenfund dazu: Ein körperbehindertes Mädchen hatte sich das Leben genommen. Die Ermittlungen in diesem Fall gestalten sich jedoch schwierig, weil die Freunde der Toten versuchen, den Verantwortlichen der aktiven Sterbehilfe zu vertuschen. Auch dieser Tatort aus dem Jahr 2003 beruht auf ein Drehbuch des Autorenduos Cantz/Hinter. Die Dreharbeiten leitete Buddy Giovinazzo.

    Foto: NDR/WDR/Michael Böhme
  • "Fakten, Fakten..." ist der Name der zweiten Folge des Münsteraner Tatorts. Der Tatort aus dem Jahre 2002 behandelt den Tod von Jürgen Wilken, der vor der Haustür von einem Freund Boernes erschossen wurde. Die Ermittlungen ergeben, dass der Ermordete schon lange eine Affäre mit einer anderen verheirateten Frau hatte. Noch bevor die Ermittler den Fall lösen können, begeht der Täter jedoch einen weiteren Mord. Die Dreharbeiten dieser Tatort-Folge wurden von Susanne Zanke basierend auf einem Drehbuch von Wolfgang Panzer geleitet. 

    Foto: NDR/WDR/Michael Böhme
  • Der erste Münster-Tatort aus dem Jahr 2002 trägt den Titel "Der dunkle Fleck". Die erste Folge zeigt, wie Hauptkommissar Thiel von Hamburg nach Münster zieht. Schon vor seinem Einzug in seine neue Münsteraner Wohnung kommt er in Kontakt mit einem ersten Mord an seine Nachbarin. Auf dem Polizeirevier lernt Thiel zudem seinen Kollegen, Vermieter und Nachbarn Professor Karl-Friedrich Boerne kennen. Weil die beiden Kollegen sehr unterschiedlich sind, kommt es zu den ersten Reibereien, die auch die nächsten 35 Folgen charakteristisch für den beliebten Münster-Tatort werden sollen. Die Regie für "Der dunkle Fleck" führte Peter F. Bringmann. Das Drehbuch schrieben Stefan Cantz und Jan Hinter. 

    Foto: Bernd Thissen

 

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