WN-Spendenaktion
Passgenaue Hilfe für junge Krebspatienten

Münster -

Schockdiagnose Krebs: Besonders für junge Menschen ist das eine starke Belastung. Um diese Patienten aufzufangen, wollen Prof. Dr. Annalen Bleckmann und Prof. Dr. Philipp Lenz vom Universitätsklinikum Münster zur fachübergreifenden Behandlung ein besonderes Betreuungs- und Beratungsangebot ins Leben rufen.

Freitag, 13.11.2020, 20:30 Uhr
Prof. Dr. Philipp Lenz und Prof. Dr. Annalen Bleckmann wollen ein neues Beratungsangebot für junge Menschen mit Krebs ins Leben rufen.
Prof. Dr. Philipp Lenz und Prof. Dr. Annalen Bleckmann wollen ein neues Beratungsangebot für junge Menschen mit Krebs ins Leben rufen. Foto: UKM/Wibberg

Frisch verheiratet, das Kind feiert den ersten Geburtstag, neuer Job und gerade einen Kredit für das Eigenheim aufgenommen – dann die Diagnose: Krebs. Plötzlich ist nichts mehr, wie es einmal war.

Dieses Szenario steht beispielhaft für tausende Fälle jedes Jahr. Wenn junge Menschen zwischen 18 und 39 Jahren Krebs bekommen, sind ihre Lebensentwürfe nicht selten von einem Tag auf den anderen Makulatur. In einem Moment stehen sie mit beiden Beinen auf festem Boden, im nächsten sind sie im freien Fall.

Bahnbrechendes Projekt

Um diese Patienten aufzufangen, wollen Prof. Dr. Annalen Bleckmann und Prof. Dr. Philipp Lenz , Direktorin und Geschäftsführer des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Netzwerkpartners Münster, der zentralen Einrichtung am Universitätsklinikum Münster (UKM) zur fachübergreifenden Behandlung von Krebspatienten, ein besonderes Betreuungs- und Beratungsangebot ins Leben rufen.

Vier Projekte, ein Konto

Projekte: Jung mit Krebs (Hilfsangebot für junge an Krebs erkrankte Erwachsene), Krisenhilfe (Ausbildung ehrenamtlicher Krisenberater), Pro filia (Absicherung eines Mutter-Baby-Projekts im Kampf gegen Mädchenhandel), Indien (Unterstützung der Wohltätigkeitsarbeit einer Schwesterngemeinschaft)

Wer für ein bestimmtes Projekt spenden möchte, sollte das bei der Überweisung vermerken. Sonst wird die Spende gleichmäßig aufgeteilt. Eine Spendenquittung wird ab 200 Euro automatisch ausgestellt, wenn die Adresse angegeben ist.

Namensnennung: Die WN berichten regelmäßig über die Spendenaktion. Wenn Sie mit der Nennung Ihres Namens in der Zeitung einverstanden sind, tragen Sie bitte bei der Überweisung beim Verwendungszweck den Code 2020 in der zweiten Zeile oder unter „Veröffentlichung?“ ein.

Konto: Sparkasse Münsterland Ost; IBAN: DE 43 4005 0150 0000 0088 88

Rückfragen: Telefon 0251/690 917 211

Datenschutz: Ihre personenbezogenen Daten verwenden wir, soweit keine darüber hinausgehende Einwilligung vorliegt, zur Abwicklung des derErhebung zugrundeliegenden Zwecks. Nähere Informationen zum Umgang mit personenbezogenen Daten erhalten Sie unter www.wn.de/Service/Datenschutz.

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3000 jung an Krebs Erkrankte werden pro Jahr im onkologischen Zentrum am UKM behandelt, das sind rund 20 Prozent aller Tumorpatienten. Nach der Diagnose und während der Behandlung bekommen Patienten als Regelleistung zwar Hilfsangebote, wie etwa durch den Sozialdienst, doch vieles muss in Eigenleistung organisiert und koordiniert werden. „Deshalb wollen wir ein weiterführendes Angebot schaffen, das dem Patienten eine individuelle und passgenaue Rundum-Hilfe an einem Ort und aus einer Hand liefert“, sagt Annalen Bleckmann.

Vernetzung ist das A und O

Konkret bedeutet das für die Patienten, dass ein multiprofessionales Team aus den Bereichen Onkologie, Pflege, Sozialdienst, Sport-, Paar- und Musiktherapie mit Standort in Münster sich individuell um die beste Behandlung und Beratung kümmert, und in Fragen zum Umgang mit der Erkrankung, zu Arbeitsunfähigkeit, zu sozialen und finanziellen Belastungen oder etwa zu Rehabilitations- und Pflegebedarf berät.

Es entsteht ein riesiger Mehrwert, wenn alles an einer Stelle in der Klinik und über die stationäre Behandlung hinaus koordiniert und begleitet wird.

Prof. Dr. Philipp Lenz, Geschäftsführer des WTZ (Westdeutsches Tumorzentrum) Netzwerkpartners Münster

Die Vernetzung des Teams spielt dabei eine wichtige Rolle. „Alle sind im Austausch über die bestmögliche Versorgung. Es entsteht ein riesiger Mehrwert, wenn alles an einer Stelle in der Klinik und über die stationäre Behandlung hinaus koordiniert und begleitet wird“, sagt Lenz. Geplant ist eine Art Rundum-Management, das sich um alles kümmert, und die ohnehin schwer belasteten Patienten eine Sorge weniger haben.

Für diese „Herzensangelegenheit“, so Bleckmann und Lenz, „benötigen wir eine Anschubfinanzierung.“ Die normale Krankenversorgung decke diese Art von Leistung nicht ab, denn das Angebot gehe weit über die Regelleistungen hinaus, erklären die Mediziner. Mit Spenden für dieses Projekt würde man also helfen, den freien Fall von jungen an Krebs Erkrankten abzufedern.

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